Toleranz beim Brillenkauf

Auf der Suche nach einer Lesebrille probierte ich Fertigbrillen. Zum Schluß war ich unschlüsssig, ob ich eine Brille mit +2,0 oder +2,5 Dioptrien nehmen sollte, beide Glasstärken lieferten ein scharfes Bild, ohne Anzeichen von Anstrengung…Ich entschied mich deshalb für +2,25 Diopt.(Mittelweg).

An die Fachleute daher die Frage: Welchen Toleranzbereich akzeptiert das menschl. Auge, also stärkere oder schwächere Gläser, abweichend von der optimalen Glasstärke und womit man noch scharf und ermüdungsfrei sieht?

Ist es empfehlenswert, Brillen mit stärkeren Gläsern zu kaufen, da anzunehmen ist, dass sich zukünftig das Sehvermögen verschlechtern wird und der Kauf einer neuen Brille damit hinausgezögert werden kann?

Welchen Dioptrienzu- oder abschlag sollte man sich gönnen?

Danke für eure Ratschläge!

Wolfgang D.

Hallo,

die optimale Stärke gibt es wohl nicht. Die hängt immer davon ab

was Du da liest oder sehen willst (Computer oder Buch)
wie groß das ist, was Du lesen willst (Buchstabengröße)
von den Lichtverhältnissen
vom Kontrast
vom Abstand
von der Tageszeit
von Deiner persönlichen Form.

Je kleiner die Buchstaben sind (z.B. beim Kleingedruckten), desto dichter musst Du ran, und desto stärker muss die Brille sein.

Ich habe mehrere Lesebrillen mit verschiedenen Stärken, und nehme immer die schwächste, mit der ich vernünftig sehen kann.

Irgendwann wird es dann wohl mal eine Gleitsichtbrille.

Gruß
Olaf

Moin erstmal,

Anstrengung…Ich entschied mich deshalb für +2,25
Diopt.(Mittelweg).

Ich habe bei den Lesehilfen noch nicht eine so feine Abstufung gefunden, ich kenne nur die 0,5-dpt-Rasterung.

Diese Lesehilfen (Discounter-Brillen) funktionieren nur, wenn Deine Augen zumindest annähernd die gleiche Fehlsichtigkeit bzw. den gleichen Korrektionsbedarf haben.

An die Fachleute daher die Frage: Welchen Toleranzbereich
akzeptiert das menschl. Auge, also stärkere oder schwächere
Gläser, abweichend von der optimalen Glasstärke und womit man
noch scharf und ermüdungsfrei sieht?

Aus obiger Antwort (0,5-dpt-Rasterung) kann man herleiten, dass eine Abweichung von ± 0,25 dpt keine praktische Bedeutung hat. Wie immer gibt es auch hier Ausnahmen, d.h. Menschen, die auf eine 0,25-dpt Abweichung sehr sensibel reagieren, besonders bei einem Astigmatismus.

Ist es empfehlenswert, Brillen mit stärkeren Gläsern zu
kaufen, da anzunehmen ist, dass sich zukünftig das Sehvermögen
verschlechtern wird und der Kauf einer neuen Brille damit
hinausgezögert werden kann?

Bei den niedrigen Preisen der Lesehilfen würde ich mir an der Stelle keine Gedanken machen.

Wichtiger ist die Überlegung, dass nur Muskeln, die gefordert werden, auch aktiv sind. Wenn man dem Auge zuviel an Arbeit, hier also Akkomodations-Aufwand, abnimmt, könnte die Presbyopie schneller voranschreiten.

Belege für den Umkehrschluß, also „wenig Brille -> länger gutes Sehen“, habe ich nicht, aber die Augen/Sehschulen werben mit vielen Erfolgen.

Welchen Dioptrienzu- oder abschlag sollte man sich gönnen?

Ich entscheide immer nach Tagesform, Müdigkeit und Sehproblem. Meine 3,5 dpt ist für mich meine Stereo-Lupen-Brillen für Fummelkram.

1,5 dpt meine Laptop-Brille und zum Lesen, 2,0 oder 2,5dpt.

Ich habe schon gemerkt, dass meine Fähigkeit der Akkomodation jetzt deutlich schlechter geworden ist, naja bald werde ich 59 J., da muss man das akzeptieren.

Gruß Volker

Hallo Wolfgang,

auch wenn meine Antwort Deine Frage nicht beantwortet:
ich würde auf jeden Fall zum Optiker gehen und erstmal die Augen messen lassen.
Die Lesebrillen sind da zwar etwas teurer, dafür aber genau auf Deine Augen abgestimmt, die ja auch unterschiedlich sein können.
Bei Fielmann habe ich kürzlich für meine angefertigte Lesebrille 17,50 Euro bezahlt, das ist ja noch ein annehmbarer Preis.
Gruß
Martina