Tomaten-Früchte werden braun: falsch gedüngt?

Hallo Tomatenfreunde,

heute habe ich entdeckt, dass einige der unreifen Tomaten (noch relativ klein, grün und hart) am unteren Ende, also wo noch die Reste der Blüte hängen, braun, weich und schrumpelig werden.

Meine Recherche ergab, dass es sich hierbei wohl um „Blütenendfäule“ durch Kalzium-Mangel handelt. Krautfäule kann ich zum Glück noch ausschließen, denn die Blätter sind gesund, knackig und unauffällig, außerdem passen die Symptome nicht zu Krautfäule. *puuuh*

Vor gut einer Woche habe ich die Tomatenpflanzen zum ersten mal gedüngt, und zwar habe ich einige Krümel (ca. 1 Gramm) eines wasserlöslichen Düngers in jeden Kübel gestreut. Bei dem Dünger handelt es sich um den Substral-Universaldünger, NPK 18-14-18 (-2). Bei dem (-2) handelt es sich wohl um den Magnesium-Gehalt. In diesem Dünger ist kein Ca enthalten.

Kann es sein, dass sich durch meine Dünger-Gabe die Aufnahme von Ca verringert hat??? Also dass die im Dünger enthaltenen Nährstoffe die Aufnahme eines anderen Stoffes blockieren? Oder wodurch kommt das?

Kann ich dies durch die Zugabe von Ca wieder ausgleichen? Ich würde gerne vermeiden, Ca-Produkte zu kaufen, gibt es also irgendein Hausmittel zur Ca-Versorgung? Ich hätte z.B. reichlich Holzasche vorrätig… kann das helfen? Wie viel nehme ich dann davon pro Kübel/Pflanze? Will ja nicht schon wieder zuviel des Guten nehmen…

Vermutlich hätte ich die Pflanzen gar nicht düngen sollen, denn sie wachsen gut, sehen gesund aus und haben reichlich Blüten und kleine Tomätchen. :-/

Ich muss auch zugeben, dass ich sie recht unregelmäßig gieße, manchmal erst, wenn sie schon die Blätter hängen lassen. Das kann vermutlich auch das Wachstum der Früchte stören?

Bin totaler Tomaten-Anfänger, aber das mit dem Ausgeizen habe ich schon mal hinbekommen. Für all meine anderen Anfänger-Fehler müßt Ihr nun herhalten. :wink:

Tausend Dank im Voraus,

Eure Birte

Hallo Birte,

heute habe ich entdeckt, dass einige der unreifen Tomaten
(noch relativ klein, grün und hart) am unteren Ende, also wo
noch die Reste der Blüte hängen, braun, weich und schrumpelig
werden.

DAS Problem haben wir auch - und Dank Dir nun auch einen Lösungsansatz.

Meine Recherche ergab, dass es sich hierbei wohl um
„Blütenendfäule“ durch Kalzium-Mangel handelt. Krautfäule kann
ich zum Glück noch ausschließen, denn die Blätter sind gesund,
knackig und unauffällig, außerdem passen die Symptome nicht zu
Krautfäule. *puuuh*

Auch *puuuh*…

Kann ich dies durch die Zugabe von Ca wieder ausgleichen? Ich
würde gerne vermeiden, Ca-Produkte zu kaufen, gibt es also
irgendein Hausmittel zur Ca-Versorgung? Ich hätte z.B.
reichlich Holzasche vorrätig… kann das helfen? Wie viel
nehme ich dann davon pro Kübel/Pflanze? Will ja nicht schon
wieder zuviel des Guten nehmen…

Warum kein Ca-Produkt? Das einfachste ist Streukalk, kost´ nur ein paar Cent und ist harmlos. Von Holzasche rate ich ab, da diese vor allem P und K enthält, je nach Mischung ist sie kräftig alkalisch und damit ists mit der Ca-Aufnahme sehr schwierig.

Gruß
BeLa
*der in der Garten flitzt und den Beutel CaCO3 holt*

DAS Problem haben wir auch - und Dank Dir nun auch einen
Lösungsansatz.

Bitteschön, gern geschehen. :wink:

Warum kein Ca-Produkt? Das einfachste ist Streukalk, kost´ nur
ein paar Cent und ist harmlos. Von Holzasche rate ich ab, da
diese vor allem P und K enthält, je nach Mischung ist sie
kräftig alkalisch und damit ists mit der Ca-Aufnahme sehr
schwierig.

Oh, gut zu wissen. Danke. Wollte nur aus Kostengründen keinen Kalk kaufen, aber wenn´s nur ein paar Cent sind…

Gruß
BeLa
*der in der Garten flitzt und den Beutel CaCO3 holt*

Ich will jetzt auch welchen!!! Aber Du wohnst zu weit weg, hast Glück gehabt. :wink:

Grüße, Birte
*die gleich zu Obi fährt und nach CaCO3 fragt*

Servus,

Pflanzen haben keine Kippschalter, Bodenlösung und Pflanzenstoffwechsel sind komplexe und relativ langsame Systeme.

„Düngekalk“ CaCO3, jetzt ausgebracht, hilft Frühjahr 2007, nicht im Sommer 2006.

Wenn Blütenendfäule bereits so heftige Symptome entwickelt hat, ist den am stärksten befallenen Früchten nicht mehr zu helfen. Sie werden am besten abgenommen, damit für die jetzt erst ansetzenden Früchte mehr Photosyntheseprodukte & Wasser zur Verfügung stehen.

Und um den Ca-Mangel in diesem Stadium anzugehen, braucht es die wasserlöslichen Formulierungen CaCl oder CaO (wie z.B. in Lebosol), die unmittelbar über die Blattflächen und auch über die reifenden Früchte aufgenommen werden.

Schöne Grüße

MM

1 „Gefällt mir“