Hallo.
Wir haben den ganzen Sommer tolle und viele Cocktailtomaten von
unseren Pflanzen bekommen.
Leider platzen Einige, noch bevor sie richtig reif sind und
in den letzten Tagen werden das noch mehr.
Die Pflanzen stehen im Freihen, windgeschützt aber haben
kein „Dach über dem Kopf“
Kann man dagegen etwas tun ???
das dürfte an der Sorte liegen. „Cerise“ hat dieses Problem, vor allem die gelbe Cerise. Ich schätze, dass diese klassische Sorte in vielen neueren Züchtungen verwendet wird, weil sie sonst einige schöne Eigenschaften hat: Gute Phytophtora-Toleranz im Freiland, Starkwüchsigkeit, gleichmäßig hoher Ertrag während der gesamten Tomatensaison.
Versuche alternativ einmal die kleine ovale „Celsior“, wenns nicht unbedingt eine gelbe Sorte sein muss. Celsior hat sehr stabile Früchte.
Ich denke, die Pflanzen kommen mit der Witterung nicht mehr klar: nachts relativ kalt, tags moderat warm, kürzere Tage/Sonnenscheinstunden.
Bei uns um die Ecke hat sich am 30. September in der Zeitung ein Freiland-Tomaten-Großanbauer verabschiedet: „Liebe Kunden, die Tomatensaison ist für dieses Jahr beendet. Vielen Dank… usw.“
Du könntest die unbeschädigten halb- und viertelreifen ernten und an einem hellen Standort in der Wohnung nachreifen lassen, wenn Du den Platz dafür hast, z. B. auf einem Fenstersims. Bei mir hat das gut geklappt.
Ist nicht primär ein Sortenproblem. Das Platzen entsteht, wenn der Boden noch rel. warm und feucht, die Nacht aber schon ziemlich kühl ist und dann die Sonne scheint. Dann kann das Wasser, das die Wurzeln liefern, nicht schnell genug verdunstet werden.
wenn unter gleichen Bedingungen nebeneinander stehende Pflanzen verschiedener Sorten sich teils anfällig, teils nicht anfällig für das von Dir beschriebene Phänomen zeigen, und die aufplatzenden Früchte alle zur gleichen Sorte gehören, scheint mir die Neigung zum Aufplatzen durchaus sortenspezifisch zu sein.
Das ändert natürlich nichts daran, dass Deine Beschreibung richtig ist. Aber im Freiland kann man halt Bewässerung, Temperaturen und Belichtung nicht beliebig steuern, so dass die einzige Variable im Zweifelsfall die Sorte ist.
Es gibt durchaus kleinfrüchtige Tomaten, die die beschriebenen Bedingungen abkönnen.