Tomatenpflanzen Pflege

Meine Tomatenpflanzen sind bereits über einen Meter hoch. Habe sie regelmäßig gegossen und gegeizt. Es sind auch bereits viele Früchte daran, allerdings noch grün, nein eine Tomate war bereits rot.
Ich habe nun die untersten Blätter bis etwa in einer Höhe von 80 cm abgeschnitten. Schadet das den Tomaten?

Servus,

wenn man einer Pflanze die Assimilationsfläche verkleinert, kann sie weniger assimilieren. Das, was die Blätter gebracht hätten, wird den Früchten fehlen. Aber schaden tut es nicht: Genausowenig, wie es einem Schiff schadet, wenn man die Hälfte der Rahsegel ins Wasser wirft - es wird halt langsamer, aber es hat keinen Schaden davon.

Es ist ein verbreiteter Irrtum, man könnte mit dem Abschneiden der Blätter Phytophtora-Befall aufhalten. Phytophtora bildet aber lange bevor man den Befall sehen kann einen Pilzrasen auf der Pflanze, dem es egal ist, was man wegschneidet oder nicht.

Schöne Grüße

MM

Hallo,

Es ist ein verbreiteter Irrtum, man könnte mit dem Abschneiden
der Blätter Phytophtora-Befall aufhalten.

ganz so irrtümlich ist das nicht, wenn man den Zweck des Abbrechens (man sollte nicht schneiden) berücksichtigt:
Die unteren Blätter sind normalerweise weniger gut belüftet und werden beim Gießen eher nass. Auch liegen sie gerne auf der feuchten Erde auf. Insgesamt sind das also die „feuchtesten“ Blätter. Je länger die Blätter nass sind, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Sporen aufgehen. Damit ist bei den unteren Blättern die Wahrscheinlichkeit der Infektion am größten (ebenso an Blättern, die sich der Länge nach zusammenrollen und in deren Spitze daduch Tropfen stehen bleiben). Das Ausbrechen reduziert also das Risiko (ein wenig). Das jetzt schon bis in 80 cm entblättert wird ist aber übertrieben. Normalerweise sollte das nicht auf einmal geschehen und auch nicht unbedingt so weit hoch. Eben gerade so weit, dass sich keine Dauerfeuchtigkeit auf den Blättern hält. Jetzt fehlt natürlich die Assimilationsfläche und die Tomaten werden weniger Zucker aufbauen können.

Gruß, Niels

Servus Niels,

da hast Du allerdings recht - wie öfter mal…

Beim inneren Bild eines derartig kahlgeschorenen Tomatenstocks hab ich an diese vergleichsweise harmlose Operation, die ihm dort hilft, wo er es nicht feucht/klamm brauchen kann, gar nicht gedacht!

Schöne Grüße

MM
bei dem ständigen Schauer- und Nieselwetter mit seinem altmodischen Kupferkalk ziemlich ratlos

Hallo,

bei dem ständigen Schauer- und Nieselwetter mit seinem
altmodischen Kupferkalk ziemlich ratlos

ich habe mir vor ein paar Jahren ein Foliengewächshaus gebaut. Seither gibts keine Probleme mehr mit Phytophtora an den Tomaten. Und im Winter wachsen dort Feldsalat und Wintersteckzwiebeln.
Sorgen machen mir momentan vor allem die Kartoffeln (sie müssen noch ca 4 Wochen durchhalten, sind derzeit noch nicht befallen) und natürlich die Schneckenplage.

Gruß, Niels

Hallo Niels,

… und natürlich die Schneckenplage.

dagegen hilft mir seit 3 Jahren erstaunlich erfolgreich ein Schneckenzaun: http://www.schneckenprofi.de/schneckenzaun.html (allerdings nicht so klein wie auf dem Bild sondern um den ganzen Gemüsegarten rum).

Gruß
mΔx

Hallo,

dagegen hilft mir seit 3 Jahren erstaunlich erfolgreich ein
Schneckenzaun: http://www.schneckenprofi.de/schneckenzaun.html
(allerdings nicht so klein wie auf dem Bild sondern um den
ganzen Gemüsegarten rum).

ist halt etwas teuer. Bei 100 Metern Zaunlänge geht das schon ins Geld. Um den Garten herum wächst auch ziemlich viel Gestrüpp (liegt mitten im Feld). Ich fürchte, da kommen die Schnecken trotzdem rüber.

gruß, Niels

Hallo Niels,

ja das stimm wohl, billig ist’s nicht - aber irgendwann war’s mir das einfach wert und ich hab’s bis jetzt nicht bereut.
Ich achte auch immer drauf, daß von außen kein Gras oder sonstiges Gestrüpp als „Schneckenbrücke“ dient.

Gruß
mΔx