Hallo,
ich sitze vor einer Aufgabe, bei der ich „den Ton des Textes“ beschreiben soll. Hm. Mir fällt es gerade schwer abzugrenzen, was zum „Ton“ gehört. Was mir bisher sprachlich am Text auffällt:
Der Text ist umgangssprachlich geschrieben, teilweise ziemlich überspitzt, der Leser wird mit einbezogen und der Autor bezieht sich auch selber ein, es ist ein subjektiver Text und der Autor kommentiert dargestellte Begebenheiten ironisch.
Sind es diese Dinge, die man unter „Ton eines Textes“ versteht? Irgendwie finde ich, dass es mehr auf eine Frage nach Stilmitteln des Autors passen würde, aber dann frage ich mich wieder was der Ton denn sein soll. Wahrscheinlich denke ich wieder um 5 Ecken zuviel.
Mücke
Hallo Mücke!
Das Fachwort lautet: Tonalität.
Satirische Umgangssprache?
Kommentar?
Kann aber auch Stilmittel sein…
MfG, Jogi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi!
Ich denke, die Antwort liegt schon in der Frage, nämlich im Begriff „umgangssprachlich“. D.h., der Text versucht, ein Hörereignis (die mündliche Rede) nachzuvollziehen. Und damit bist Du beim Ton bzw. der Tonalität. Ein solcher umgangssprachlicher Text könnte (je nachdem wie er den Leser miteinbeziehen will, wie Du schreibst) z.B. anbiedernd sein - oder umgekehrt aggressiv. Lies Dir den Text selbst vor, so, wie die Schreibweise es nahelegt, dann wird der Text - falls er sein Stilmittel kompetent umsetzen - Dir seine Tonalität (und evtl. interessante Verlagerungen darin) schon offenbaren.
Im zweiten Schritt könntest Du dann analysieren, mittels welcher Techniken er das tut (rhetorische Fragen, Dialekt, Sprechrhythmus, Wiederholungen, Klangmalereien etc. etc., die ganze Palette).
Gruß,
Pengoblin