Ich war hier im falschen Film und hatte mich an den Maschinen
mit 19cm/s orientiert.
Bei der ASC solltest Du allerdings mal schauen. Ich hatte
damals einen Freund der hatte eine und die hatte 38cm/s.
Es gab noch kleine Firmen, welche einzelne Bandmaschinen umgebaut haben.
Im Grunde musste man nur eine dickere Capstanwelle einbauen, und den Frequenzgang anpassen und alles neu abgleichen.
Beim Revox A/B77 gabs die Capstanwelle als Ersatzteil und die entsprechenden Bauteilwerte waren im Sevice-Manual angegeben.
Die Semi-Studioausführung gabs noch mit symmetrischen Ein/Ausgängen.
die Geräte mit 38 cm/s sind meist nur 2-Spur/Halbspur-Geräte.
War das im Studio hauptsächlich so,daß nur mit Halbspur-Geräten gearbeitet wurde.(außer natürlich den großen Mehrspurmaschinen)
Halbspur ist ja qualitativ hochwertiger (die Aufnahmen meine ich),habe ich öfters gelesen.
die Geräte mit 38 cm/s sind meist nur 2-Spur/Halbspur-Geräte.
War das im Studio hauptsächlich so,daß nur mit
Halbspur-Geräten gearbeitet wurde.(außer natürlich den großen
Mehrspurmaschinen)
Halbspur ist ja qualitativ hochwertiger (die Aufnahmen meine
ich),habe ich öfters gelesen.
Jo, das war so.
Der Signal-Rausch-Abstand nimmt mit abnehmender Spurbreite auch ab.
Zudem wurde bei 1/4-Spur, und Stereo für zu Hause, das Band gedreht. Dann konnte man das Band nicht schneiden.
Studio-Standard waren 1/4, 1/2, 1 und 2 Zoll-Bänder.
16- und 24-Spur Maschinen verwendeten dann auch 2-Zoll-Bänder. Dabei blieb dann die Spurbreite in etwa gleich, wie bei Halbspur.
1/4-Zol-Bänder wurden auch ohne Spule gewickelt, da war nur ein Kern und das ganze nannte sich „freitragender Wickel“. Deshalb haben die Studiobänder zusätzlich eine spezielle Beschichtung auf der Rückseite, damit der Wickel zusammenhält.
Dann ist es auch üblich,dass Maschinen mit 38 cm/s meist
2-Spur-Geräte sind?
Du meinst Halbspur Stereo?
In den 70er war mal ein Quadro-Hype, da gabs dann auch 1/4-Zoll 4-Kanal-Geräte im Studio.
Bei den 1/4-Zoll-Bändern gab es allgemein die Spurformate
1/1 Spur : Ganz in den Anfängen bei Mono
1/2 Spur : In den Anfängen als Mono für Heimgebrauch, dabei wurde für die zweite Spur das Band gedreht.
Im Studio üblich für Stereo, das Band wurde nur in einer Richtung verwendet.
1/4 Spur : Heimbereich für Stereo, auch hier wurde das Band umgedreht. Verwendet wurden Spur 1+3.
Ein solches Band, wenn nur einseitig bespielt, kann auf einer 1/2 Spur-Stereo-Maschine abgespielt werden, wenn auch mit schlechtem Rauschabstand und etwas leiser. Umgekehrt kann ein 1/2-Stereo-Band Problemlos auf einer 1/4-Spur-Maschine abgespielt werden, aber nur in der Qualität einer 1/4-Spur-Maschine.
Im Studio als 4-Kanal-Maschine verwendet.
1/8 Spur : War mal als Autoradio-Kassette (Lear-Kassette), in den 60er und 70er Jahren, in verwendung. Das Band war als Endlos-Schlaufe ausgelegt. Der Tonkopf bespielte Spur 1+5. Zur Spurumschaltung wurde üblicherweise der Kopf mechanisch verschoben.
Das umdrehen der Bänder im Heimbereich entstand aus Kostengründen. Das Bandmaterial war relativ teuer. Der Preis eines Tonkopfes stieg auch mit der Anzahl an Kanälen, weshalb normalerweise auch keine elektrische Spurumschaltung verwendet wurde.
Es gab aber einige teure 1/4-Spur-Geräte mit elektronischer Kopfumschaltung und beidseitiger Bandlaufrichtung.
Gibt es da Probleme mit dem Antrieb o.ä.,oder ist das ohne
weiteres möglich?
Grundsätzlich geht das.
Je nach Bandmaschine muss man aber etwas beim Schnellspulen aufpassen, bzw. nach dem Bremsen. Wenn die Bremsen schlecht sind, ist je nach Massenverhältnis, das Band nicht mehr gespannt.
Das Problem hat man bei manchen Maschinen aber so oder so, auch wenn beidseitig gleiche Wickel verwendet werden. Man gewöhnt sich daran, schnell den Wickel von Hand anzudrehen, damit das Band wieder gespannt ist, bevor man das Laufwerk startet.