Was suchst du ?
Hallo,
super Rechnung!
A b e r könntest Du noch die Ersparnis gegenüber den u.a.
Preisen von 50-80Euro ausrechnen.
mfg: Josef
Hm, ob das jetzt noch zum Thema gehört ?
Gerne erkläre ich dir das aber trotzdem, lieber Josef: Für Reparaturen müssen mind. 1 Jahr Gewähr geleistet werden, was dir nicht fremd sein dürfte.
Es ist also stets anempfohlen, dass bei einem Gerät genannten Alters im Verlauf der Reparatur folgende Arbeiten erledigt werden. Minutenangaben runde ich mal auf.
- die Annahme der Reparatur. Dauert im Schnitt durchaus so bis zu 10 Minuten. Die Annahmekraft muss schließlich auch bezahlt werden oder der Techniker muss dafür seine Arbeit unterbrechen !
- Öffnen des Gerätes, innen reinigen. 10 Minuten
- überprüfen der vom Kunden getätigten Aussagen, also Einschalten, Feststellen ( „was ist kaputt, wie zeigt der Fehler sich“ ) sagen wir 5 Minuten
- hier ist zwar soweit klar, was getan werden muss ( andererseits ist es dereinst einmal sicher tierich schwer gewesen, den Tonfehler dem Netzschalter zuzuordnen, zumal der dann evtl. in der Werkstatt nicht mehr auftrat, gewisse Mischkalkulation [einfache und schwierige Fehler] muss also auch sein )
- eventuell Kunden vom Reparaturpreis unterrichten, Gerät eventuell wegstellen und sichern, weil Kunde nicht erreichbar oder entscheidungsfähig ( evtl. 5 Min. ohne Telefonkosten )
Netzschalter wechseln , u.U. auf andere Halteplatte bauen, 5 Minuten
- jetzt gehts los: Wenn ein Gerät so alt ist, empfiehlt sich dringend, die Platine ( wenigstens leistungsbehaftete Baustufen ) und teilw. auch die Module umfassend neu zu verlöten. ( Wenn das Gerät 6 Wochen später beginnt auszusetzen, geht der Ärger los " DAS hätten Sie aber als Fachmann wissen/sehen müssen!" )
- danach ist eine Neueinstellung, mindestens die Kontrolle der Einstellungen obligatorisch. Beides zusammen sagen wir 15 Minuten.
- Sicherheitsprüfung nach DIN VDE 0701
- Chassis rein, Kabel ordentlich legen und einhängen, wie sich´s gehört, Rückwand drauf, zuschrauben 5 Minuten.
Gerät auf Vorführplatz, anschließen, abschließender Probelauf, Rechnung schreiben, Kunden benachrichtigen ( Umaufwand ca. 10 Minuten ohne Telefonkosten )
Gerät herausgeben, Transport zum KFZ des Kunden mind. 5 Minuten.
Noch verrückter wird´s, wenn das Gerät beim Kunden geholt und wieder gebracht wird und ein eventuelles Leihgerät ( meist kostenlos ) in´s Spiel kommt.
Gehen wir mal von einem Stundenverrechnungssatz von 40 EUR aus, was nicht unrealistisch sein dürfte. Wie man seinen StVs. ermittelt, erkläre ich dir gern ein anderes Mal.
Wir sind also bei 70 Minuten angekommen. Sagen wir großherzig 50.
Also:
50 Min = 33,00
1 Netzschalter 5,00
1 VDE Prüfung ( evtl. auch Arbeitsz.Bestandteil )
1 Netzschalter 6,00
Zwischensumme 44,00
16% MWst. 7,04
Summe 51,04
Dann gibt es zu bedenken, dass manche Schalter teurer und die Stundenverrechnungssätze regional unterschiedlich sind - z.B. in München oder FFM sicher noch höher.
Du brauchst natürlich auf all das keine Rücksicht zu nehmen, wer so nebenbei bissl daherpf…repariert, von dem verlangt man keine Gewährleistung. Und ich glaube auch nicht dass jemand Arbeitszeit verschenkt, wenn er seine Brötchen damit verdienen muss.
So long - HM
( PS: Es freut mich für dich, dass du mal wieder jemanden auf die Schippe nehmen konntest *g )