Topf-Hortensien hängen :(

hallo allerseits

seit kurzem habe ich schöne hortensien in töpfen vor dem schaufenster.

die blüten sind toll und gross und wohl auch schwer, denn die äste hängen einfach nur runter.

hab ich die falsche sorte erwischt? sind das „kriech-hortensien“ :smiley: oder was?

die unteren stiele sind braun und recht stabil. die neuen triebe sind grün und leider eben total weich.

habt ihr einen rat?

vielen dank und grüsse
louis

Hallo.
Ds ist ein Problem, das Hortensien neuerer Züchtungen häufig haben.
Zum einen brauchen sie sehr viel Wasser. Ist zu wenig da, hängen sie.
Zum anderen werden sie nicht im Freiland kultiviert sondern im Gewächshaus. Dadurch bekommen sie dünnere Stiele als Freilandhortensien.
Diese können dann die großen Blüten nicht alleine tragen.
Du kannst die Blütentriebe aber einfach an dünnen Holzstäbchen hochbinden. Nach der Blüte schneidest du das Verblühte dann ein wenig zurück und im Herbst machst du einen kräftigen Rückschnitt (vom Grünen etwas stehen lassen). Wenn du sie draussen oder wenigstens kühl und hell überwinterst, dann dürfte das Problem nächstes Jahr nicht mehr auftreten.
Dünge deine Hortensie mit einem kaliumlastigen Dünger. Damit kannst du ihr auch helfen.
LG Anja

hallo anja

vielen dank für deine tipps.

jetzt noch eine „keineahnungvonpflanzen“-frage:

kann ich die Blüten auch mit Stiel abschneiden und dann wieder einpflanzen? Schlagen die Wurzeln?
lg louis

Hallo.
Nein, so einfach ist das leider nicht. Es gibt auch kaum Gärtnereien, die Hortensien selber kultivieren. Meist bekommen sie sie als Jungpflanzen, die dann nur „fertigkultiviert“ werden, oder sie kaufen sie als Fertigware bei einigen wenigen Spezialbetrieben ein. Ich habe auch noch nie gehört, daß die Kultur auf dem privaten Sektor je gelungen ist.
Vielleicht ist hier ja irgendjemand, dem das schonmal gelungen ist. Du könntest mal Lantanos fragen. Der weiss da recht viel. Der könnte u.U. einen Tip für dich haben.
LG Anja

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Hallo Senseo72!

Eigentlich geht es sogar sehr einfach, Hortensien zu vermehren. Ich habe das schon mehrmals gemacht, weil immer wieder Freunde und Bekannte einen Ableger wollen.

Dazu verwendet man natürlich keine Blüte, sondern einen Zweig, der möglichst nicht mehr ganz grün ist, sondern schon etwas Braun zeigt. Ungefähr 15 cm sollte so ein Steckling lang sein. Das untere Drittel befreit man von Blättern, die übrigen Blätter reduziert man, und dann kommt der Steckling zu 1/3 in die Erde (eventuell schräg hinein stecken). Anschließend die Erde ein wenig freucht machen, aber nicht triefend nass, und das ganze mit einem Glas oder durchsichtigen Plastik für ein paar Wochen zudecken und nicht in die Sonne stellen. Gießén muss man nicht, weil die Feuchtigkeit ja nicht heraus kann, aber manchmal sollte man kontrollieren, ob die Erde nicht womöglich zu schimmeln anfängt. In diesem Fall müsste man ein paar Stunden lüften. Wenn man sieht, dass das erste Grün frisch sprießt, kann man die Abdeckung langsam entfernen (nicht auf einmal). Es empfiehlt sich natürlich, mehrere Stecklinge in den Topf zu geben, falls doch einmal einer nicht wachsen will, aber eigentlich wurzeln die ganz leicht an.

Liebe Grüße

Waldi

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Hallo Louis!

War denn kein Anhänger oder Schild dran, welche Sorte Du hast? Es gibt nämlich Sorten, die eigentlich immer hängen, wie z.B. die Waldhortensien. Die muss man immer aufbinden.

Bezüglich Deiner Vermehrungsfrage habe ich weiter unten geantwortet.

Liebe Grüße

Waldi

dankeschöööön :smile:

hallo waldieter

leider hab ich die zettel nicht mehr.

beim kauf haben noch alle ihre blüten brav nach oben gestreckt (wahrscheinlich weil sie von mir gekauft werden wollten :smile:.

auf den töpfen stand allerdings (hortensie busch).

lg louis

hallo waldieter

hört sich eigentlich ganz einfach an. mal sehen ob ich die nerven dafür finde :smile:.

vg louis