Topgestylt für Job

Hallo
Folgende Diskusion werfe ich hier rein:
Frau R.(Arbeitnehmer-AN )ist mitte 40…mollig und eine ganz normale halt. Sie arbeitet 4 Std. in der Woche im Haushalt bei einer Familie, was beiden sehr gut gefällt. Frau R. möchte noch etwas mehr arbeiten.Sie hat Elektrofachverkäuferin gelernt.Sie kann gut mit Kunden umgehen , ist freundlich und nett. Auf eine Anzeige von ihr, meldet sich eine Mode-Besitzerin.Sie machen 2 termin aus.An einem Tag soll sie sich den Laden einmal ansehen,und am nächsten Tag ist die Chefin selber da .Frau R. macht sich sehr gut zurecht, schminkt sich und stylt sich auf, was sonst nicht so ihr Fall ist.Sie zieht sich sehr gut an und fährt zum Laden, dort findet sie alles ok…teure Klamotten bis Größe 42,ok.Am nächsten Tag das ganze Programm wieder.Die Besitzerin ist sehr nett.Sie sagt auch, das ihr bei der Frau R. die paar Pfunde mehr nicht stören,aber…Frau R. hat dunkel getönte Haare, das geht ja gar nicht,sie müßte sie sich schon hell färben…außerdem mehr Lippenstift und Wimperntusche(sowas besitzt Frau R. nicht)…Kleidungsmäßig wäre Frau R.ok,aber sie könnte auch lange Röcke anziehen, und am besten stehe ihr orange ,rot und braun…sie habe das alles im Laden.Sie hat Frau R. ein paar Tage zum Überlegen gegeben.Sie müßte sich für einige € Klamotten kaufen …Schminksachen sich anschaffen.Kurzum…sie muß sich total verändern.
WAS meint ihr???

lisa

Hallo Lisa,

ich würde sagen Finger weg. Eine Kleidungsordnung ist akzeptabel, keine Frage, aber von meinem Scheffe lasse ich mir nicht sagen, welche Farbe meine Anzüge haben müssen oder daß ich keine karierten Krawatten tragen darf. Ausserdem sieht mir das ein bischen nach „Überwachung“ seitens der Cheifn aus, und das kann ich sowieso nicht leiden.

Ralph

Hallo Lisa

erstmal würde ich gerne verstehen wollen, warum deine Haarfarbe nicht geht und warum du unbedingt aufgebretselt sein musst, dass man schon annehmen könnte du arbeitest wo anders… (sorry, wenn ich dir damit zu nahe getreten bin…)
nur naja… entweder kommen die Leute mit denen zurecht, die sie einstellen wollen und sagen denen nicht, dass sie sich weiß Gott wie kleiden und schminken sollen…

Würdest du damit froh werden, wenn du dich so verkrampfen musst…??
Das ist so die Hauptfrage, die du dir stellen solltest…

Gruß Micha

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Hi Lisa,

es soll ja Menschen geben, denen es nichts ausmacht, sich für ihren Job zu verkleiden. Wenn Frau R dazugehört, soll sie den Job doch annehmen - klingt aber ehrlich gesagt nicht danach, als gehörte sie dazu…

Ich finde außerdem, dass das Thema Haarfarbe eindeutig zu weit geht. Immerhin kann man die, im Gegensatz zur Kleidung, nach Feierabend nicht ablegen. Also wenn ich in der Situation wäre, würde ich mir mein ungestyltes Gesicht und meine dunklen Haare nehmen und mir eher eine Stelle als Klofrau suchen, als dass ich mich für ein paar Kröten so fernab meines eigenen Stils verkaufe.

Mücke

Hallo!

Also eine Kleiderordnung finde ich für ein Modegeschäft absolut OK. Das mit den Klamottenfarben war doch auch eher ein gut gemeinter Ratschlag, denn eine Anweisung, oder?
Aber das mit der Haarfarbe finde ich schon wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Solch eine Forderung würde ich persönlich nicht erfüllen wollen, es sei denn, der Vorschlag würde mir selbst gefallen und ich hätte eh geplant, zum Friseur zu gehen…

Letztendlich sollte sich die Bewerberin genau überlegen, wie wichtig ihr der Job ist und ob sie mit all den äußerlichen Veränderungen leben könnte, ohne sich zu unwohl zu fühlen.

Vielleicht kann sie ja auch noch mal mit der Chefin sprechen und erklären, welche Veränderungen sie selbst übernehmen würde und welche aus bestimmten Gründen nicht.

VG

Hallo
ich arbeite als Haushaltshilfe.da gehe ich in Hose und shirt hin,sauber und ordenlich,lach.
sie hat dunkle Haare und das würde nicht zu ihrem Gesicht passen,so hat die Dame das gesagt.Ich soll lange Röcke anziehen und Sachen anziehen,die ich nicht habe,weil ich diese nicht anziehe.

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Hi Ralph

danke für deine Antwort,auch von den anderen.Ich würde mich nie frei fühlen und mich selber nicht leiden können.Ich passe auch nicht in einen Modeladen.schönen Dank an alle

lisa

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Hallo Lisa,

also ich würde den Job nicht annehmen.

  1. jemand der mir schon VOR dem Vertrag vorschreiben will, was ich anziehen soll* und vor allem, wie ich meine Haare färben soll - was wird der mir erst vorschreiben wollen, wenn ich mal dort bin?

  2. meiner Meinung nach braucht man zu jedem Beruf eine gewisse Berufung, die man nicht einfach aufschminken kann. Und gerade bei einer Verkaufstätigkeit muss ich doch bis zu einem gewissen Grad auch hinter dem verkauften Produkt stehen. Und wenn ich mich selber nicht gerne modisch anziehe und zurecht mache, dann werde ich doch auch als „verkleidete“ Modeverkäuferin nie gut, weil mir die Beziehung zu den schicken Fummeln einfach fehlt.

Darum wünsche ich Frau R. alles Gute auf der Suche nach einem Elektrofachverkäufersjob (möglichst noch in einem dieser kleinen, feinen Läden, wo man noch beraten wird und Geiz voll ungeil ist)

*wink*

Petzi

*Nur um Missverständnissen vorzubeugen: es ist selbstverständlich, dass eine Verkäuferin sauber und ordentlich gekleidet und geschminkt und neutral duftend zur Arbeit kommt.

Hallo,

daß ein gewisser Dresscode herrscht ist nachvollziehbar. Man kann schlecht vermitteln dass man in Sachen Mode kompetent ist wenn man selber in „Sack und Asche“ herumläuft. Insofern ist das OK wenn erwartet wird dass man als Angestellte in einem Modegeschäft den eigenen Ansprüchen des Ladens genügen sollte.

Sich aber vorschreiben zu lassen wie man die Haare zu färben hat - no way! Das würde ich mir niemals vom Arbeitgeber vorschreiben lassen. Sind wir im Kindergarten? Eine Chefin, die meint ihrer Mitarbeiterin sagen zu müssen wie die Frisur zu sein hat, hat nicht alle Tassen im Schrank.

Und das sollte man der Chefin zusammen mit der Absage auch ruhig sagen.

Gruß,

MecFleih

Hallo Lisa,

könnte es sein, dass diese Ratschläge vor allem der Umsatzsteigerung dienen sollen? Wo sie doch alles im Laden hat? Erst verkaufen und dann in der Probezeit wieder rauswerfen…

Ich würde mir für so einen Job nicht die Haare anders färben! Verkleiden ist so eine Sache. Wenn die Sachen tragbar sind und sie kostenlos zur Verfügung gestellt würden, kann man darüber nachdenken. Wenn der Stil aber völlig daneben ist (lange Röcke würde ich nicht tagein tagaus tragen wollen und ganz sicher nicht bezahlen!), dann lieber nicht. Man muss sich auch selbst treu bleiben.

Viele Grüße

Anne