Total erschüttert!

Hi Frank,

Du hast mir - wie andere auch - hier sehr sehr geholfen.
Hab mir alles, wirkl. alles abgespeichert um in hilflosen Momenten
darauf zurückgreifen zu können.

Ihr wißt gar nicht, wie gut mir das getan hat (manches auch weh, ist schon Mist, wenn man über seine eigenen Fehler stolpert, aber so ist es eben).

Nochmal vielen vielen Dank

Mit lieben Grüßen
d.

Hallo Grilla,

Wenn sie geschlagen werden, dann beschäftigen sie sich nicht
mit ihren Übertritten, sondern mit der Regeneration ihrem
angeknacksten Selbstwerts.

Das ist dann richtig, wenn man z.B. einen 6-jährigen übes Knie legt und ihm wutentbrannt den Hintern verhaut, bis man selber von der Aktion genug hat. Der rennt dann weg und denkt sich „eines Tages töte ich euch“.

Wenn ich Kinder schlage, unterstelle ich ihnen Vorsatz und
Bösartigkeit (trifft selten zu!), was als Kränkung empfunden
werden muss. Und das von Menschen, zu denen sie einige Jahre
Vertrauen haben sollten. Schlagen kann niemals gerecht sein,
weil es nicht angemessen ist. Das tut nur weh, aber führt
nicht zur Einsicht.

Ich sehe das anders, zumeist braucht gar kein Schmerz zugefügt werden. Der Klaps, die Watsche etc. ist vielmehr eine spektakuläre, nahegehende Handlung, die dem Tadel eine Unmittelbarkeit verleiht, die Erinnerungswert schafft.

Und wie geht das Bestrafen im Zusammenhang mit der Verfehlung
in der Praxis?

in den Fällen muss nicht geschlagen werden:

  • Du darfst dem Baby nicht in die Augen fassen (2 J.)

machte meine Große bei der Kleinen gern, kenne ich also. Hand
festhalten, aber nicht schlagen, Überzeugungsarbeit leisten

Der Kontakt des großen Kindes zum Baby sollte bei uns nicht auf diese Zeigesituation, von der Du ausgehst, beschränkt sein, sondern es ging gerne auch alleine zum Baby. Wenn dem Baby ins Auge gefaßt wurde, so muß man es aus der Situation herausholen und trösten und das große Kind irgendwie bestrafen, und sei durch „Überzeugungsarbeit“. Für das große Kind sieht das dann wie Liebesentzug aus, an dem das Baby schuld ist. Daher war das Verbot als Unbedingtheit schnellstmöglich durchzusetzen, auch mit Klaps auf die Finger.

  • Du darfst nicht mit Essen werfen (2-3 J.)

Teller weg nehmen, Essen ist beendet, bis zur nächsten
Malzeit.

Solcher Ausschluß aus dem gemeinsamen Familienmahl ist einerseits eine schwere Sozialstrafe und andererseits eine praktische Möglichkeit für das Kind, eine Mahlzeit zu beenden. Außerdem zieht man damit einen kurzen Vorfall zeitlich in die Länge. Bei uns half traditionelles Schimpfen.

  • Du darfst am Berghang nicht mit Steinen werfen (4-6 J.)

Ich würde bei 3.Wiederholung den Berg runter gehen und sofort
nach Hause. Ausflug ist beendet.

Steineschmeißen am Berghang ist ein Verbrechen, auch die 1. Wiederholung muß unbedingt unterbunden werden. Die soziale Verantwortung für einen verpatzten Familienausflug würde ein Vorschulkind überfordern. Hier war ein Schlag mit den Fingerkuppen auf die Kopfschwarte probat.

  • Du mußt bei Dunkelheit zuhause sein (8 J.)

Bei mir müssen die Meinen während der Schulzeit punkt 18 Uhr
Zuhause sein. Wenn sie zuspät kommen, wird das abendliche
Lesen gestrichen und früher schlafen gegangen - entsprechend
der Verspätung.

Wenn das Kind verspätet nach Hause kommt, dann macht man natürlich keine Schimpf- und Strafszene, es soll ja gerne nachhause kommen. Als ich aber weit nach Einbruch der Dunkelheit nach stundenlanger Suche den auf der Straße herumlungernden Knaben erwischte, war als Höhepunkt emotionaler Intensität eine Ohrfeige nicht fehl am Platze.

  • Du mußt jede Hausaufgabe im Hausaufgabenheft notieren (10-12J.)

müssen sie nicht, bis ich feststelle, dass sie ihre Aufgaben
nicht machen. Dann kontrolliere ich, bin streng und mache
Druck.

An dieser Stelle kann ich gleich einmal von meiner Selbstgerechtigkeit absehen, wie es Humancrossing so nett sagt, weil es mit zumutbarem Aufwand nicht möglich ist, die Einträge im Hausaufgabenheft zu kontrollieren. Werden Hausaufgaben zu oft nicht gemacht, kommt irgendwann eine schriftliche Meldung vom Klassenlehrer, die man unterschreiben muß. Hier wäre, wenn es denn möglich wäre, zum ersten mal eine körperliche Strafe hilfreich, die im Gegensatz zu den bisher erwähnten, tatsächliche Schmerzen verursacht.

  • Du mußt um 10 Uhr Abends wieder zuhause sein (13-15 J.)

mit Karrenzzeit von 30 Minuten. Ansonsten wird Ausgehverbot
wegen Unzuverlässigkeit verhängt. Pflicht und Spass müssen
sich die Waage halten.

Wir halten das auch so, aber wie man das bei einem aufsässigen Jugendlichen halten sollte, der Ausgehverbote mißachtet, bisweilen die Nächte durchmacht usw., das weiß ich nicht.

  • Du mußt noch die anderthalb Jahre bleiben und Abitur machen (18 J.)

Mit 18 ist das „Kind“ volljährig. Dann soll es die Schule
abbrechen und seinen Weg gehen. Irgendwann wird es Zeit zum

Leiderleider ist das so. Eigentlich wäre es jetzt, nach dem Wegfall der Wehrpflicht, Pflicht der Gesetzgeber, das gesetzliche Volljährigkeitsalter wieder auf 21 Jahre zurückzubringen.

schon in früheren Postings von dir gelesen. Und ehrlich gesagt
wurde mir jedesmal schwindelig dabei, weil mich das an meine
Kindheit erinnerte, in der mein Vater mit Gewaltakten nicht
immer zurückhaltend war. Zu dem habe ich heute übrigens kaum
mehr Kontakt.

Ich weiß schon, und es liegt mir absolut fern, Kindesmißhandlungen zu loben. Züchtigungen der von mir beschriebenen Art sind bei uns i.ü. sehr seltene Ereignisse. Die Zahl der Klapse ist bei weitem geringer als die Zahl der Lebensjahre.
Ich erinnere mich daran, was Du über die Strafaktionen Deines Vaters berichtet hast. Solche Praktiken wären im 19. Jahrhundert völlig normal gewesen und absolut kein Grund, geschiedene Leute zu werden. Könnte es daher sein, daß Euch nicht der Rohrstock auseinanderbrachte, sondern dessen Interpretation in den Massenmedien?

Als Mutter bin ich erstaunt wie leicht gängig eigentlich
Kinder sind. Konsequent muss man sein, Standfestigkeit unter
Beweis stellen. Aber dadurch, dass mir für sie spürbar ihre
Persönlichkeit am Herzen liegt, sie mir auch Pannen
anvertrauen, weil sie wissen, dass ich um Gerechtigkeit bemüht
bin, und sie mit meiner Hilfe rechnen können. Und das ist mir
so viel wert, dass ich gerne auf gelegentliche
Gehorsamsverweigerungen hinwegsehe.

Geht mir auch so.

Gruß,

Wolfgang Berger

Geätze vom Sozialpädagogen

Willst du jetzt wirklich eine Analogie herstellen, zwischen
dem u.U. lebensbedrohenden verheddern in einer Wasserpflanze
und dem Festhalten von einer Vertrauensperson? Wenn ein Kind
seinem Vater vertraut, braucht es eine solche Reaktion nicht,
da die Erfahrung sagt
„er tut mir nichts“.

Was für eine bösartige Rhetorik!
Zu besagtem körperlichen Reflex könnte ich auch eine Seite aus dem Telefonbuch posten, und Du würdest daraus noch was fabulieren, um mir einen Strick daraus zu drehen. Und dann die Unterstellung, mein Sohn hätte kein Vertrauen zu mir - genial! Wenn ich mich nicht dagegen wende, dann gebe ich damit zu, daß mein Sohn mir nicht vertraut. Wende ich mich dagegen, dann zeigt das klar, daß mein Sohn mir nicht vertraut, weil ich andernfalls soetwas nicht nötig hätte. Sag mal, geht Euch das nicht selber manchmal auf die Nerven, immer wieder auf so einen Schei$dreck rekurrieren zu müssen.

Zur Festhaltetherapie sollte man eine sehr differenzierte
Stellungnahme abgeben. Ich halte sie für eher fragwürdig, weil
nicht transformiert, sondern vergewaltigt und DAS „Problem“

Na, da sind wir doch einer Meinung - bis auf Dein Geschwurbel über Tendenzen, bei denen diese Vergewaltigerei vielleicht doch anzuwenden sei.

War das ein Vorwurf? Wenn du nochmals richtig lesen würdest,
dann könntest du ein Fragezeichen hinter den Sätzen
feststellen. Sind Fragen Behauptungen?

Können getarnte Behauptungen sein.

Viel eher scheint mir,

ich habe dich ein wenig in deiner Selbstgerechtigkeit gestört.
Es ist halt ein Unterschied ob man mit unterlegenen Kindern
umgeht, oder mit gleich großen!

Danke für die Diagnose und die auf feige Weise vorgebrachte Beleidigung.

Wenn du schon keine Kritik von Aussen vertragen kannst, dann
solltest du dich wenigstens einmal selbstkritisch reflektieren
und deine „Parolen“ nicht auch noch selbst in Frage stellen.

Paß mal auf; Du schreibst in jedem Satz etliche Unverschämtheiten hinein, die ich Stück für Stück abarbeiten müßte. Das ist eigentlich normal in einer Diskussion mit Leuten wie Dir. Die diskutieren nicht, die schmeißen mit Bollen und erwarten, daß ich die aufklaube und die darin eventuell enthaltenen sachlichen Argumente herauspule. Bei Dir ist das recht unergiebig.

Die klaustrophobische Aussage hast doch du getan, mir ist das
lediglich aufgefallen. Und jetzt suchst du nach Ausreden!

Nö, wieso?

Sie hat auf eine längere Diskussion hingewiesen, bei der
dieses Thema, wie ich annehme äußerst ausgiebig behandelt
wurde. Das scheinen mir keine Parolen!!!

OK, hat sie und dumpfe Parolen hingeschrieben.

Und erkläre mal, was Du mit der folgenden
dumpfen aber hinterhältigen Anspielung gemeint hast:

Wehe das wäre dein Sohn gewesen…

Deine ganze Art hier aufzutreten und deine anachronistische
Denkweise, die die Durchschnittsmeinung zu Kaiser Wilhelms
Zeiten gut und gerne repräsentieren könnten, kann ich nicht

Dein Arsch gefällt mir auch nicht, und um Deine hier angesprochene Anspielung zu konkretisieren, dafür bist Du offenbar schon wieder zu feige.

ab! Außerdem sind mir Menschen, die ihre Kinder schlagen
zuwider! Der Gesetzgeber übrigens, geht da mit mir konform und
stellt solches Tun auch unter Strafe! Spielraum für eine
Diskussion sehe ich da auch nicht! Basta!

Ist mir schon klar, daß Du solche Menschen lieber magst, die ihre Kinder psychologisieren, durch Trennungsbiographien schleppen, in Schwulenkommunen aufziehen oder alles miteinander. Die Lufthoheit über die eigenen Kinderbetten werden ich wie auch andere besonnene, engagierte und liebevolle Eltern gegen Leute wie Du zu verteidigen wissen.

Wenn du allerdings dein Gesicht hier wahren willst und dich
rechtfertigen, allerdings wohl eher vor dir selbst, denn die
Mehrzahl der Leute wirst du hier nicht überzeugen können, dann
kannst du mir antworten, lesen werde ich das wohl nicht mehr!
Dazu ist mir meine Zeit zu schade.

Nochmal: Feigling!

Gruß,

Wolfgang Berger

Das seh ich etwas anders, denn zuviel Liebe ist auch nicht
gut.
Jedenfalls (solltest Du den Link gelesen haben) hat er den
Kindern schon klar gemacht, daß sie geliebt werden, a b e r
sie müssen auch
was tun dafür.

Hallo Dilarah:
Nein, ich habe nicht alle postings gelesen und bin ausser dass ich selber ein Kind habe auch kein Profi, aber eines steht für mich fest. Die Liebe der eigenen Eltern darf nichts sein, was man sich verdienen muss. Ich halte übrigens von der Methode erst brechen, dann neu (wie gewünscht) zusammensetzten gar nichts. Das sind amerikanisch Knast- Methoden, und das bei Kindern!!! Das vertstösst bei uns sogar gegen das Grundgesetzt.
Ist schon klar, dass du ihr nicht alles durchgeht lassen kannst, auch wenn du sie liebst, aber die Liebe selbst an Bedingungen zu knüpfen geht nicht, dann liebst du sie nämlich nicht und dann ist das das eigentliche Problem. Sorry vielleicht lieg ich falsch, aber der Satz hat mich wirklich geschockt.
Grüße Zig

Hallo Zig-i

Ist schon klar, dass du ihr nicht alles durchgeht lassen
kannst, auch wenn du sie liebst, aber die Liebe selbst an
Bedingungen zu knüpfen geht nicht, dann liebst du sie nämlich
nicht und dann ist das das eigentliche Problem. Sorry
vielleicht lieg ich falsch, aber der Satz hat mich wirklich
geschockt.

Vieleicht ist das so und ich bin einfach nicht in der Lage, sie „wirklich“ zu lieben. Aber eins weiss ich genau: nicht wissentlich, ich mache halt alles falsch bei ihr.

Vielen Danke für Deine Meinung

Herzl. Grüße
d.

dem Kind Eigenverantwortung beibringen
Hallo Wolfgang,

Der Klaps, die Watsche etc. ist vielmehr eine
spektakuläre, nahegehende Handlung, die dem Tadel eine
Unmittelbarkeit verleiht, die Erinnerungswert schafft.

Genau an der Stelle trennen sich unsere Meinungen. Vom Prinzip her ist es überflüssig darüber zu mutmaßen, welche Form von Bestrafung ein Kind psychisch mehr zu schaffen macht: durch das Ausschließen aus der Gemeinschaft oder durch Hauen. Es kommt auf die Art an, wie bestraft wird, die Details sind entscheiden.
Was mich am Hauen stört, dass dadurch lediglich Überlegenheit demonstriert wird: wenn kind Fehler macht, dann bekommst es das zu spüren, im wahren Sinn des Wortes. Dabei erfährt es nur eine Meldung, dass sein eingeschlagener Weg falsch ist.
Das ist mir zu distanziert, zu simpel und ich habe eine andere Anschauung dazu, weil ich schlagen, hauen, watschen schon allein primitiv finde. Ich habe bisher immer andere Möglichkeiten gesucht, Einfluß zu nehmen, weil ich als Erwachsene weiss, dass meine Fehlverhalten alle möglichen Verhaltensmaßnahmen aber keine Schläge zur Folge haben:
zu spät in die Arbeit - Chef bittet mich um Pünktlichkeit und ich muss meine Mittagspause kürzen
etwas kaputt gemacht - wieder neubeschafft, repariert, wieder gutgemacht
jemanden beleidigt - mich entschuldigt, die Ablehnung des Gekränkten ertragen…
Das normale Leben kommt ohne Schläge aus. Darum sehe ich auch nicht ein, meine Kinder mit solchen Erfahrungen zu konfrontieren.
Und noch etwas: meine besten Lehrer waren immer die Persönlichkeiten, die ohne Strafandrohungen und laute Worte ausgekommen sind. Das fand und finde ich heute noch vorbildlich.

Werden
Hausaufgaben zu oft nicht gemacht, kommt irgendwann eine
schriftliche Meldung vom Klassenlehrer, die man unterschreiben
muß. Hier wäre, wenn es denn möglich wäre, zum ersten mal eine
körperliche Strafe hilfreich, die im Gegensatz zu den bisher
erwähnten, tatsächliche Schmerzen verursacht.

Das ist für mich immer noch kein Grund zum Schlagen. Vor ein paar Tagen habe ich hier noch erzählt, dass mir meine kleine Tochter Schwierigkeiten in der Schule bereitet. Die Lehrerin beschwerte sich, weil ihre Abschriften vom Text so liederlich sind. Nach einem längeren Gespräch mit der Lehrerin sind wir zu dem Schluß gekommen, dass meine Tochter Wahrnehmungsprobleme hat. Eine Kollegin von ihr weiß Rat, wie die Tochter dieses Problem wieder in den Griff bekommt. Haue wäre also sinnlos und ungerecht gewesen.
Ich möchte nicht wissen, wie oft die Leute ihre Kinder watschen, weil sie die Leistung verweigern, für ein Schulsystem, das individuelle Leistungsfähigkeiten ignoriert. Kinder sind grundsätzlich neugierig und wissbegierig - davon bin ich überzeugt - das gilt zu fördern, und bedarf nicht des Strafgehorsams.

Wir halten das auch so, aber wie man das bei einem aufsässigen
Jugendlichen halten sollte, der Ausgehverbote mißachtet,
bisweilen die Nächte durchmacht usw., das weiß ich nicht.

Auch für Aufsässigkeit gibt es Gründe. Wenn Kinder viel Druck erfahren haben, erzeugen sie irgendwann Gegendruck, sie wollen raus in jeder Hinsicht. Aber man darf auch nicht unterschätzen, wie sehr sie noch an ihr Daheim hängen, ein bisschen Eischale klebt immer noch an ihnen. Knallharte Verträge abschließen, miteinander reden, Verständnis und Durchsetzungvermögen an den Tag legen…Die Rolle als keifende Alte, die noch 3Uhr nachts im Wohnzimmer wartet, spiele ich nicht. Da fällt mir schon etwas anderes ein.

Leiderleider ist das so. Eigentlich wäre es jetzt, nach dem
Wegfall der Wehrpflicht, Pflicht der Gesetzgeber, das
gesetzliche Volljährigkeitsalter wieder auf 21 Jahre
zurückzubringen.

Viele Kinder müssen schon mit 15 sich für einen Beruf entscheiden, wenn sie sich für eine Lehrstelle bewerben wollen, das ist deren Entscheidungssache, nicht der Eltern. Bis dahin gilt es für die Eltern deren Talente zu fördern. Kommunikation ist dabei die halbe Miete, sich darüber auszutauschen, welche Interessen das Kind am meisten fesselt.
Warum um jeden Preis das Abitur machen? Geht es um diese Urkunde? „ich habe Abitur“. Ich kenne einige Leute, die sich dann auch noch durchs Studium lavierten, und zum Schluß gierten sie danach etwas Handfestes zu tun, waren all der Theorien überdrüssig. Schade um ihre Zeit.
Ich spreche jetzt nicht um das hohe Ansehen, dass man in unserer Gesellschaft durch Abitur und Studium erlangt, das steht außer Zweifel. Es geht darum, dass einen Heranwachsenden gesund zu erhalten und überlebensfähig zu machen. Das geht nur, wenn er nicht nur Lust an der Freizeit sondern auch an der Arbeit verspürt, Leidenschaften für seinen Beruf und damit Lebensfreude und Stressfähigkeit entwickelt.
Wenn mir meine Töchter irgendwann erklären, dass sie mit dem eingeschlagenen Berufsweg nicht zurecht kommen, dann werde ich das nach einigen Gesprächen ernst nehmen, und sie dabei unterstützen.

Ich erinnere mich daran, was Du über die Strafaktionen Deines
Vaters berichtet hast. Solche Praktiken wären im 19.
Jahrhundert völlig normal gewesen und absolut kein Grund,
geschiedene Leute zu werden. Könnte es daher sein, daß Euch
nicht der Rohrstock auseinanderbrachte, sondern dessen
Interpretation in den Massenmedien?

Mein Vater hat mich nicht mit dem Stock geschlagen. Es gab ab und zu Ohrfeigen. Mehr noch machten mir seine Tobsuchtsanfälle zu schaffen, auch eine Form von Gewalt. Heute habe ich bei manchen Menschen den Eindruck, dass sie dann Schläge einsetzen, wenn ihnen nichts mehr einfällt, wie sie einen Machtkampf gewinnen können. Dabei zeigen sie kein Interesse an den Beweggründen des anderen - ausnahmslos. Dabei habe ich den Verdacht, dass sie im Grunde genommen unfähig sind, sich in andere hineinzuversetzen, und gleichzeitig ist ihre Frustrationstoleranz so niedrig, dass sie auf Gewalt zurückgreifen müssen, aus Angst vor dem Verlust ihres Ansehens. Für uns Erwachsene ist es kein Problem mit so einem Wutpinkel fertig zu werden. Ein Kind, und gar das eigene, ist ohne jegliche Chance.

viele Grüße
grilla

3 „Gefällt mir“

mensch wolfgang,

in Schwulenkommunen aufziehen oder alles
miteinander.

…ich wußte garnicht, daß es solchen schweinkram noch gibt!!!
wo immer alle in einem bett schlafen und so.
und alle auf einem haufen miteinander…äbääh!

also, wenn man da vorher schonmal drauf…
ach was, da lese ich doch lieber den bekannten pädagogen schreber
(ja, der mit den gärten…), der hatte gute vorschläge.

grüßlein,
frank

1 „Gefällt mir“

Schreber
Hallo Frank,

von der Schreberschen Pädagogik habe ich nur wenig und nur aus zweiter Hand gehört. Wenn das in etwa stimmt, daß Schreber mit seiner Brutalerziehung seinen Sohn zum Selbstmord trieb, dann ist das eine starke Illustration dafür, daß gegenüber herrschenden pädagogischen Lehrmeinungen eine auf dem gesunden Menschenverstand basierende Skepsis angebracht ist. Schreber wäre somit ein Beispiel für und nicht gegen meine Position.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Dilarah
Stop! Mach dich doch nicht selber fertig. Dann liebst du sie halt nicht, vielleicht. Jedenfalls wirst du sie dann auch nicht lieben wenn sie ein braves Mädchen ist. Davon hängt es doch nicht ab ob man jemand liebt oder nicht. Im übrigen gibt es ja auch keine Verpflichtung seine Kinder zu lieben. Allerdings glaube ich gar nicht wirklich, daß du das nicht tuts, ich war nur so von den Socken, daß jemand auf die Idee kommt Bedingungen an die Liebe an sich zu stellen.
Du hast vermutlich als sie noch klein war zu viel von dem Eltern- Propaganda-Quatsch gelesen. wir haben uns davon auch eine zeit lang verwirren lassen und dann beschlossen, daß wir halt als Eltern einfach genauso Scheisse sind wie sonst auch. Ich will unser oder mein Verhalten ja wahrlich nicht als toll hinstellen aber es ist mir schon öfter so gegangen daß ich einfach keine Bock auf die Kleine hatte. samstags morgens. wenn sie da „mitten in der Nacht“ also so um 9 antrabt und frühstücken will und ausser mir keiner verfügbar ist musste sie schon als 4 jährige und darunter mit Wasser und Brot vorlieb nehmen. „ich hab Hunger und Durst“- „grunz schau in den Kühlschrank, mach ihn wieder zu, wasser kommt aus der Leitung, und lass mich in Ruhe“ wie gesagt darauf bin ich nicht stolz aber geschadet hat es ihr soweit ich das beurteilen kann auch nicht.
Vielleicht willst du einfach zuviel von DIR. ?
Wie alt ist sie? Lass sie doch einfach mal alle Postings samt antworten lesen, vielleicht hilft das.
Grüße und schönes WE Zig

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ein herzl. Hallo Dir nochmal

Das sind fast wortgetreu die Meinungen meines Freundes und vieler meiner Bekannten:
Danke für Deine Ehrlichkeit, ich bin wohl wirkl. etwas zu perfekt gewesen, wenn auch nicht der alleinige Auslöser der Situation.

Vielleicht willst du einfach zuviel von DIR. ?

DAS ist es ja, wußte es nur nicht, da ich einfach immer Erwartungen erfüllen mußte. Ohne wenn und aber.

Nochmals ein Riesendankeschön an Dich.

LG
d.

Hi!

Die klaustrophobische Aussage hast doch du getan, mir ist das
lediglich aufgefallen. Und jetzt suchst du nach Ausreden!

Nö, wieso?

Sie hat auf eine längere Diskussion hingewiesen, bei der
dieses Thema, wie ich annehme äußerst ausgiebig behandelt
wurde. Das scheinen mir keine Parolen!!!

OK, hat sie und dumpfe Parolen hingeschrieben.

Du kommst mir vor wie ein trotziges Kind, das mit dem Fuß aufstampft und auf seiner Meinung beharrt: Hat sie aber doch gesagt!
Was, bitte, soll das?
Humancrossing hat ganz recht, ich habe auf die äußerst lange Diskussion über das Thema Strafen im Eltern-Brett hingewiesen! Nach Parolenausgabe sieht mir mein Hinweis bei aller Selbstkritik nicht aus!

Deine ganze Art hier aufzutreten und deine anachronistische
Denkweise, die die Durchschnittsmeinung zu Kaiser Wilhelms
Zeiten gut und gerne repräsentieren könnten, kann ich nicht

Dein Arsch gefällt mir auch nicht, und um Deine hier
angesprochene Anspielung zu konkretisieren, dafür bist Du
offenbar schon wieder zu feige.

Nochmal: Feigling!

Aha, und was ist das jetzt? Beschwerst Dich über Beleidigungen und sprichst selber welche aus?
Gut, ich war jetzt nicht gemeint, aber trotzdem…:frowning:(

Ach, und noch was: Was hast Du gegen Sozialpädagogen?

Renate