Total erschüttert!

Kippschalter von Erziehungsratgebern
Hallo Dilarah,

Erziehungsratschläge gibt es zuhauf, und zwar soviele wie es Ideen gibt. Als ich mein erstes Kind bekam, habe ich mir einige der Ideen zu Gemüte geführt, und wurde immer verwirrter. Und heute habe ich nur noch ein paar grobe Ziele vor Augen, die ich fehlbar, wie wir alle Eltern sind, auf wackeligen Beinen verfolge. Ich will, dass meine Kinder sich in welchem sozialen Gebilde auch immer einfügen können, und bei aller Anpassungsbereitschaft ihre Persönlichkeit nicht aus dem Auge verlieren.
Aber manche Erziehungsratschläge zielen nur darauf ab ein Verhaltenssymtom erfolgreich zu ändern, so dass entweder die Gemeinschaft um das Kind oder das Ego des Kindes darunter leidet. Maßnahmen, die wie Schalter funktionieren (festhalten macht ruhig, schlagen macht gehorsam) ziehen Nebenwirkungen nach sich. Und dann kann man sich überlegen, möchte man ein anpassungsfähiges Kind, das erwachsen zu Depressionen neigt, oder ein sorgloses Kind, das mangels Verzichterlebnisse unfähig ist zu überleben. Ich schreibe das mal jetzt so krass auf.
Schläge halte ich - egal wie dunkelblau die Flecke an welcher Stelle sie auch immer sein mögen - für einen Racheakt von Eltern, ein legitimierter Stressabbau aber keine sinnvolle Erziehungsmethode. Was nützt mir ein Kind, das irgendwann gehorcht, aber ein selbstzerstörerisches Bild von Macht und Ohnmacht hat - das gar mal selbst Kinder hat (ohweh!!!).

Ich möchte dir gerne raten dich um Courage zu bemühen:

  • alle Eltern machen Fehler, umso mehr wenn eine Lebenssituation schwierig ist. Shit happens - so auch dir
  • wenn dragonische Maßnahmen fällig sind bei deiner Tochter, dann wende sie an. Da mußt du einfach ein Gespür dafür entwickeln, und dich um Routine und Durchhaltevermögen bemühen
  • wenn du keinen Bock auf Druck machen hast, dann laß es lieber, weil Kinder hochsensibel auf Halbherzigkeiten reagieren (shit happens :wink:
  • Erziehen ist ein Job wie die eines Managers. Unterschätze nicht deren kraftraubende Wirkung. Wenn dir also zwischendurch alles über den Kopf wächst, dann ist für dich eine Auszeit notwendig, egal wie deine Tochter drauf ist. Was nützt der Tochter eine Mutter, die eigentlich gar nicht mehr kann…

ah, da gibt´s sicher noch mehr zum Aufzählen, ich weiss nichts mehr.
Ich möchte dir nur aus meinen Erfahrungen den Rat geben Erziehungsratschläge wie Handwerkszeug und nicht wie Dogmen zu sehen.

mit lieben Grüßen
Claudia
die momentan sich an ihrer Kleinen die Zähne ausbeißt *seufz*

Meine Angst ist es ja, das Verkehrte zu tun, aber wie gesagt:
Bin ich streng (nicht böse) funktioniert meine Tochter.

Das ist ja wunderbar. Dann kannst Du ja einfach nur normal erziehen, und fertig. Du brauchst nicht zu hinterfragen, warum heutzutage funktioniert, was immer schon funktioniert hat.

Verhandlung über Ausflüchte und Entschuldigungsgründe - dem

Genau dies hat mich auch beeindruckt.

Du bist die Mutter, und Deine Tochter ist Dein Kind, und zusammen seit Ihr eine Familie. Das ist keine Partnerschaft wie zwischen Geschäftsleuten, und ist auch keine Verhandlung wie vor Gericht.

Es geht dabei nicht um Ehre, sondern um Manipulation. Weisst,
das Kind macht groben Mist, entschuldigt sich u. alles ist gut
= geht
nicht! So meinte er dies u. auch wir haben es so oft genug
erlebt.

Jaja, bei der partnerschaftlichen Erziehung kann sich leicht mal das Kind als der gewieftere Verhandler erweisen.
Ich hatte zunächst an eines dieser Kinder gedacht, denen eine Bitte um Entschuldigung einfach nicht über die Lippen geht vor lauter Ehrpusseligkeit.

Weil man dem Kind seine „körperliche Überlegenheit“
demonstrieren
m u s s. Es wird von vielen Psychologen eine s.g.
Festhaltetherapie empfohlen. Bei uns hat sie nie funktioniert,

In dem Alter so etwas aufbauen ist wohl schwer. Ein Trotzkopfi einfach unter den Arm nehmen und davontragen - damit kann man auch schon beim Zweijährigen anfangen.
Aber diese Festhaltetherapie mag mir nicht gefallen. Man soll doch das Kind längere Zeit so festhalten, daß es sich überhaupt nicht rühren kann. Wenn ich beim Kampftraining meinen Sohn so festhalte, dann bekommt er sofort eine klaustrophobische Panik, so daß ich es nicht übers Herz bringe, weiterzumachen. Festhaltetherapie halte ich für grausam.

Aber Du hast schon recht, es wird immer ein schwieriger Mensch
sein und bleiben.

Neinnein, das wächst sich aus, Du wirst schon sehen, wenn mal die Pubertät herum ist!

Große Zweifel habe ich an der Durchführbarkeit des Konzepts
von Frederici außerhalb einer Familie mit starker Präsenz des
Vaters bzw. außerhalb einer geschlossenen Anstalt.

Oh nein, bitte nicht …das hab ich ja vermieden, sie sollte
ja schon in die Psychiatrie, nur ich denke, solange es
irgendwie doch noch geht, ihr das zu ersparen.

Die Psychiatrie ist für Hirn- und Gemütskranke und nicht für ungezogene Kinder.

Was ich da über „große Zweifel“ gesagt habe, war falsch; ich möchte es zurücknehmen. Eine genaue Umsetzung des Frederici-Konzepts in schulmäßiger Weise dürfte zwar schwierig sein, aber das macht ja nichts. Offenbar braucht Deine Tochter eine starke Hand und womöglich auch eine kräftige Handschrift, dann ist gut. Glaube bloß nicht, daß ein Kind jedesmal einen bleibenden seelischen Schaden erleidet, wenn man es ein wenig gröber behandelt, wie irgendsoein Gutmensch gerade wieder behauptet hat. Auch Dein Kind ist fehlertolerant.

Gruß,

Wolfgang Berger

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Hallo Dilarah,

ich hab dein Posting mit einiger (Selbst-)Erkenntnis gelesen. Unser juengerer Sohn zeigt aehnliche Verhaltensweisen wie deine Tochter. Der zu Rate gezogene Psychiater nennt es „opposition difiant disorder“ (oppositionelles Verhalten).
Zuallerert wuensche ich dir Kraft und Mut. Kein Mensch, der nicht selbst schon in dieser Lage war, kann beurteilen, was du erlebst. Nicht was das Kind macht und nicht, wie du von aussen beurteilt wirst (denn natuerlich, auch wenn es viele nicht zugeben, wird die „Schuld“ bei den Eltern gesucht; im primitivsten Fall heisst es, du warst halt zu nachgiebig und unfaehig).
Zu dieser konkreten Methode (ich hab die Links angeklickt, aber die Sendung nicht gesehen) und vor allem die Erfolgsquote ging mir eigentlich durch den Kopf: es ist eben eine feste Methode. Weil es so genaue Vorgaben gibt, wie man sich verhalten soll (fast mathematisch 2+2=4, das Kind macht das -> die Konsequenz ist jenes), ist es fuer die Eltern viel einfacher zu wissen, was sie machen sollen (anders als bei Methoden, wo individueller vorgegangen wird). Das hat den Vorteil, dass die Eltern immer sicherer im Auftreten werden, und die Kinder wissen, woran sie sind. Und ich glaube, hier liegt der Schluessel: die Kinder brauchen die festen Regeln und das Wissen um Konsequenz und die Methode gibt den Eltern das Werkzeug.
Trotzdem glaube ich, das Konsequenz und feste Regeln auch zu erreichen sind, ohne diese Extreme. Aber es ist eben schwieriger und beinhaltet den Selbstzweifeln (wie oft haben wir uns gesagt: wir versagen als Eltern!), da muss man durch.
Hab ich mich deutlich ausgedrueckt? Ganz plakativ: jede Methode, die konsequent angewandt wird, verspricht Erfolg, weil die Kinder vor allem die Konsequenz brauchen. Eine Methode die Eltern starre Verhaltensregeln in die Hand legt ist deshalb am einfachsten anzuwenden.

Trotz dieses Wissens wuerde ich mich weigern, meinen Sohn so zu behandeln. Es widerspricht - auch bei unserem „Problemkind“ [bloeder Ausdruck, mein anderer Sohn ist auch ein Problemkind - seine Probleme sind nur anders] - meinem Erziehungsziel. Das Ziel ist ein Mensch, mit dem es sich leben laesst, aber nicht ein Mensch, der erst gebrochen und dann neu aufgebaut werden muss.

Etwas anderes ist mir in irgendeiner deiner Antworten aufgefallen: das Zuviel an Reden. Auch wir machen diesen Fehler und ich habe sehr davon profitiert, dass ich nicht mehr rede, nicht mehr erklaere (das HA-Theater und die verschwendete Zeit kenne ich zur Genuege, mein Sohn, er ist 10, kapiert das sehr wohl - wozu also erklaeren), sondern handle (schweigend!). Wirkt gut. Was (wie in der Methode wohl auch erwaehnt) die „koerperliche Ueberlegenheit auszuspielen“ betrifft: unser Sohn ist fuer seine 10 Jahre koerperlich sehr stark - in spaetestens 2 Jahren sehe diese Moeglichkeit sowieso nicht mehr: er ist mir dann ueberlegen- und was mache ich dann?

Ich hoffe, dass war nun nicht alles konfus (ich bin noch ein bissel Narkose-geschaedigt - ich war im Krankenhaus) - jedenfalls ich drueck dir die DAumen, von einer zur anderen,
viele Gruesse
Elke

Hallo Elke,

es kristallisiert sich mehr und mehr heraus:

Und ich glaube, hier
liegt der Schluessel: die Kinder brauchen die festen Regeln
und das Wissen um Konsequenz und die Methode gibt den Eltern
das Werkzeug.

und hier:

Trotzdem glaube ich, das Konsequenz und feste Regeln auch zu
erreichen sind, ohne diese Extreme. Aber es ist eben
schwieriger und beinhaltet den Selbstzweifeln (wie oft haben
wir uns gesagt: wir versagen als Eltern!)

bin ich grad angekommen aber wie Du schon sagst:

da muss man durch.

Hab ich mich deutlich ausgedrueckt?

Aber ja!

Trotz dieses Wissens wuerde ich mich weigern, meinen Sohn so
zu behandeln. Es widerspricht - auch bei unserem
„Problemkind“ [bloeder Ausdruck, mein anderer Sohn ist auch
ein Problemkind - seine Probleme sind nur anders] - meinem
Erziehungsziel. Das Ziel ist ein Mensch, mit dem es sich
leben laesst, aber nicht ein Mensch, der erst gebrochen und
dann neu aufgebaut werden muss.

Ja, aber das ist ja auch der meinige Zweifel.

Etwas anderes ist mir in irgendeiner deiner Antworten
aufgefallen: das Zuviel an Reden. Auch wir machen diesen
Fehler und ich habe sehr davon profitiert, dass ich nicht mehr
rede, nicht mehr erklaere (das HA-Theater und die
verschwendete Zeit kenne ich zur Genuege, mein Sohn, er ist
10, kapiert das sehr wohl - wozu also erklaeren), sondern
handle (schweigend!). Wirkt gut.

-) ja ich weiss. Ich hab viel mitgenommen aus den Beiträgen aller und

bin wieder am „Zug“, sprich hab wieder Mut gefaßt. Allein die Tatsache, daß man gar nicht so allein ist mit dem Problem und nicht
wirkl. alles verkehrt macht, ist aufbauend.

Was (wie in der Methode

wohl auch erwaehnt) die „koerperliche Ueberlegenheit
auszuspielen“ betrifft: unser Sohn ist fuer seine 10 Jahre
koerperlich sehr stark - in spaetestens 2 Jahren sehe diese
Moeglichkeit sowieso nicht mehr: er ist mir dann ueberlegen-
und was mache ich dann?

Na ja, es gibt bestimmte Griffe, aber lassen wir es nicht soweit
kommen - hoffentlich geht es auch anders.

Ich hoffe, dass war nun nicht alles konfus (ich bin noch ein
bissel Narkose-geschaedigt - ich war im Krankenhaus) -
jedenfalls ich drueck dir die DAumen, von einer zur anderen,

Und Dir liebe Elke schnelle Genesung und lieben Dank mit
den herzlichsten Grüßen

d.

Dumpfe Parolen vom Gutmenschen-Stammtisch o.w.T.

Ja

Erziehungsratschläge gibt es zuhauf, und zwar soviele wie es
Ideen gibt.

Grilla, das ist es ja…:smile:

Als ich mein erstes Kind bekam, habe ich mir

einige der Ideen zu Gemüte geführt, und wurde immer
verwirrter. Und heute habe ich nur noch ein paar grobe Ziele
vor Augen, die ich fehlbar, wie wir alle Eltern sind, auf
wackeligen Beinen verfolge. Ich will, dass meine Kinder sich
in welchem sozialen Gebilde auch immer einfügen können, und
bei aller Anpassungsbereitschaft ihre Persönlichkeit nicht aus
dem Auge verlieren.

Das wollte ich auch, bei dem einem klappte es, hier halt nicht so
ganz.

Aber manche Erziehungsratschläge zielen nur darauf ab ein
Verhaltenssymtom erfolgreich zu ändern, so dass entweder die
Gemeinschaft um das Kind oder das Ego des Kindes darunter
leidet. Maßnahmen, die wie Schalter funktionieren (festhalten
macht ruhig, schlagen macht gehorsam) ziehen Nebenwirkungen
nach sich.

Festhalten soll beruhigen, ja - schlagen kommt für mich nicht in Frage, Tochters Vater hat genug geschlagen (dennoch liebt sie ihn).
Aber eine hinter die Ohren geb ich ihr schon, wenn sie mich anfasst.
Zum Glück hat sich dies gegeben. Aber im Grunde ist es das Gleiche, man demonstriert irgendwie: ich hab dAS Sagen…:frowning:

Und dann kann man sich überlegen, möchte man ein
anpassungsfähiges Kind, das erwachsen zu Depressionen neigt,
oder ein sorgloses Kind, das mangels Verzichterlebnisse
unfähig ist zu überleben.

Dies kann man ohnehin nie sagen.

die momentan sich an ihrer Kleinen die Zähne ausbeißt *seufz*

Dann auch Dir viel Glück und ein großes Dankeschön, ich hab nicht
alles falsch gemacht und Mut tat mir jetzt gut (Du weisst ja, 1 Schritt vor 3 zurück, das kann einen manchmal schon verzweifeln lassen).

Liebe Grüße
d.

Hallo Dilarah,

Klingt zwar hart, aber bestimmt ist da was dran. Nur Du darfst
nicht vergessen, warum ich so beschäftigt damit bin. Nicht ich
bin der Auslöser, ich funktioniere nur in der Reaktion auf sie
nicht gut.
Leider.

Dann höre einfach auf zu funktionieren! Höre auf, die Übermutter, die Perfekte sein zu wollen. Sei einfach nur Mutter, mit allen Schwächen und Stärken (DEINE Stärken).
Bring die Erwartung an Dich selbst auf ein für DICH annehmbares Maß, und höre auf, diesen hochtrabenen theoretischen Unsinn auf Dein Kind zu transferieren. Deine Aufgabe liegt lediglich darin, Deine Tochter in ihrer Entwicklung zu begleiten. Überlege Dir also, zu was genau sie sich entwickeln soll. Wo sind die Schwerpunkte, die DIR wichtig erscheinen. Nimm diese als Orientierungspunkte für Dich UND Deinem Mädel.
Noch was, ein intelligentes Kind, mit einer starken Persönlichkeit, festen Willen und Durchsetzungsvermögen, wird immer und überall als *schwer erziehbar* eingeordnet. Ich denke mir, sie tun nichts anderes, als ihre *Aufseher* nieder zu machen, sie mit eigenen Waffen schlagen.
Laß Deiner Tochter ihren freien Willen. Erkläre ihr die Konsequenzen (als Freund, nicht als Aufseher), will sie den Weg dennoch gehen, laß sie. Meint sie, Hausaufgaben wären unnötig, erkläre ihr die möglichen Folgen. Meint sie dennoch, sie wären nicht nötig, laß sie ohne gehen. Was kann passieren? Schlimmstenfalls, daß sie ein Jahr wiederholen muß, und das wird ihr dann mächtig stinken.
Eine andere Möglichkeit wäre die Hausaufgabenhilfe. Schicke sie jeden Nachmittag zwei Stunden dort hin, und Du hast zumindest für die Zeit etwas Freiraum. Höre auf Dich durch ihre Hausaufgaben nötigen zu lassen. Sie sind definitiv nicht Dein Problem. Was meinst Du, wie das Mädel kochen wird, wenn es im Sommer so warm ist, und alle anderen, eben auch Du, gehen zum Schwimmen oder zum Eisessen.
Weil ich ja auch eine so gemeine Mutter bin, habe ich meinen Sohn immer davon in Kenntnis gesetzt, was ich in der Zeit schönes machen werde (entsprach auch eines meiner Regeln, an die ich mich natürlich auch halten mußte).
Wochenende ist Wochenende. Es gehört Euch und nicht der Schule. Ausnahme, Dein Kind kommt zu Dir und bittet Dich, etwas mit ihr zu lernen. Es muß Deiner Tochter klar sein, daß sie etwas von Dir will, und nicht Du von ihr. Es ist Deine kostbare Zeit, die Du in ihr investierst, sie hat Dir zu danken, nicht Du ihr!

Was den kleinen Feuerteufel betrifft, setzt Dich mal mit der Jugendfeuerwehr in Verbindung. Vielleicht besteht da eine Möglichkeit, der Kleinen ein Bewußtsein über die Gefahren des Feuers zu vermitteln. Und wenn nicht, schadet’s nicht, Du hast wieder an zwei Nachmittage in der Woche Freiraum. Hört sich vielleicht blöd an, aber werde egoistisch, Dein Kind ist es auch, und was immer der Kleinen zusteht, steht Dir selbstverständlich auch zu.

Ziel, die Persönlichkeit des Kindes zu brechen. Ich bezweifel,
ob es wirklich so einfach ist, diese wieder zu kitten.

Das ist eben die Frage.

Was dieser Mann macht, ist Liebesentzug!

So ist es hier auch. Anfangs war ich so geschockt, als sie
mich schlug, daß ich eben nicht wußte was ich tun sollte.
Instinktiv
hätte ich sie am liebsten geschlagen, aber ich hatte in meiner
Wut
Angst vor mir selber und zog mich zurück, was genau das
Falsche war.
Zeig ich ihr, wer der Boss :smile: ist, klappts.

Ja, kenne ich. Hat mein Sproß einmal versucht. In dem Moment, als er ausholte, meinte ich nur ganz ruhig: Tu es, ich tu’s auch! Wieder eine Regel: Was er kann, kann ich auch, was er darf, darf ich auch. Konsequenz, er schlägt mich, dann schlag ich auch. Hört sich primitiv an, aber, desto primitiver, desto einfacher zu merken und durchzuführen.
Ich könnte Dir heute ganz vieler solcher Beispiele des *was Du kannst* erzählen. Heute kriegt mein Sohn Lachkrämpfe, wenn mein hyperaktiver *schwer erziehbarer* Neffe bei mir ist.
Du bist nicht der Boss, Du machst nur die Spielregeln. Ihr steht Euch gleich, und Du hast Dich genau wie Dein Mädel an die Regeln zu halten. Kippst Du sie, wird sie sie auch kippen, also überlege Dir gut, welche Du aufstellen willst.

Zum Ende dieser Raufereien

Hey, genauso ist es bei uns auch!!! Bin überrascht.

Glaube mir, nicht nur bei Dir. Allerdings mache ich mir heute gar nicht mehr so den Kopf über ein solches Kind. Eher überlege ich mir, was bei den ganz lieben, stets gehörsamen Kindern falsch gelaufen ist. Ich finde es völlig normal, wenn ein Kind seinen Willen demonstriert, und sich so einiges einfallen läßt, diesen auch durchzusetzen.

und wir besser, basta (hätte meine Mutter gesagt).

Natürlich wird es besser. Desto mehr ihr Euch miteinander auseinander setzen müßt, desto besser lernt Ihr Euch kennen, desto enger kann das Band zwischen euch werden. Versuche es auch positiv zu sehen, Deine Tochter sorgt dafür, daß Ihr Euch erlebt, und nicht nur einfach nebeneinander existiert.

Ganz lieb gegrüßt,
fionny

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Hallo Fionny,

Dann höre einfach auf zu funktionieren! Höre auf, die
Übermutter, die Perfekte sein zu wollen.

Bin dabei. Ich hab durch Eure Postings begriffen, daß ich das eigentliche Problem bin. Kann nicht genug danken dafür.
Hausaufgabenhilfe hatten wir 3 x /Woche, doch die haben sich allesamt verabschiedet…:frowning:.
Ich hab aber das große Glück eine sehr gute Klassenlehrerin (ist ne
Problemklasse - aber immerhin Realschule -) zu haben, mit der ich
gut zusammenarbeite.

Noch was, ein intelligentes Kind, mit einer starken
Persönlichkeit, festen Willen und Durchsetzungsvermögen, wird
immer und überall als *schwer erziehbar* eingeordnet. Ich
denke mir, sie tun nichts anderes, als ihre *Aufseher* nieder
zu machen, sie mit eigenen Waffen schlagen.

Vielleicht ist das wirklich so, bei meiner „Erziehung“ gab es das halt nicht: ich mußte immer perfekt sein und das ist wohl mein Problem, welches in Form meiner Tochter wiedergeboren wurde…:smile:

Schlimmstenfalls, daß sie ein Jahr wiederholen muß, und das
wird ihr dann mächtig stinken.

Oh ja.

Was den kleinen Feuerteufel betrifft, setzt Dich mal mit der
Jugendfeuerwehr in Verbindung. Vielleicht besteht da eine
Möglichkeit, der Kleinen ein Bewußtsein über die Gefahren des
Feuers zu vermitteln.

Wir waren schon bei der Polizei (Diebstahl), der Feuerwehr (zündeln),
haben endlose Gespräche mit Eltern bestohlener Kinder geführt: es reicht.
Du hast recht u. ich bin gar nicht so falsch am Werk, ab jetzt soll sie für ihre Taten selber grade stehen.

Ziel, die Persönlichkeit des Kindes zu brechen. Ich bezweifel,
ob es wirklich so einfach ist, diese wieder zu kitten.

Was dieser Mann macht, ist Liebesentzug!

Das seh ich etwas anders, denn zuviel Liebe ist auch nicht gut.
Jedenfalls (solltest Du den Link gelesen haben) hat er den Kindern schon klar gemacht, daß sie geliebt werden, a b e r sie müssen auch
was tun dafür.

Ja, kenne ich. Hat mein Sproß einmal versucht. In dem Moment,
als er ausholte, meinte ich nur ganz ruhig: Tu es, ich tu’s
auch! Wieder eine Regel: Was er kann, kann ich auch, was er
darf, darf ich auch. Konsequenz, er schlägt mich, dann schlag
ich auch. Hört sich primitiv an, aber, desto primitiver, desto
einfacher zu merken und durchzuführen.

Stimmt und seit dem ich zurückgeschlagen habe (zweinmal, weil ich es einfach nicht mehr aushalten konnte), hat sie es niemals wieder getan.

Kein guter Abschluß, sei dennoch aufs herzlichste gegrüßt
und hab Dank für all Deine Ratschläge, ich hab sie einfach mal gebraucht.

d.

Und deine „Weisheiten“ stammen dann vom Bösemenschen-Stammtisch?

Nur mal zum Überdenken:
Mein Sohn bekommt keine klaustrophobischen Anfälle, wenn ich ihn beim Sport festhalte! Vielleicht, weil ich ihm Luft zum atmen und Raum zur Entwicklung lasse?
Hat es doch tatsächlich jemand gewagt, dich zu kritisieren und gleich reagierst du empört und beleidigend.
Wehe das wäre dein Sohn gewesen…

die Kunst Parolen zu formulieren
Hallo Wolfgang,

Eltern, die ihre Kinder nicht schlagen, sind nicht automatisch die besseren Erzieher - wieso Gutmensch?
Dumpf empfinde ich das Schlagen von Kindern, weil es mir bei meinen Bestrafungen wichtig ist, dass sie im Zusammenhang zu ihren Verfehlungen stehen - wenn schon bestrafen, dann nicht auch noch die seelische Intelligenz von Kindern mißachtend. So wäre es eine Kunst für mich, meine Meinung in Parolen unterzubringen.

Deine Meinung sei dir unbenommen. Aber du wirst hier immer wieder verbalen Gegenwind zu spüren bekommen, was halt Diskussion so an sich haben.

gruß
grilla

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Hallo Dilarah,

lange nichts von mir gehört? Nun, ich wollte letztens (Ostern) schon auf ein Posting von Dir antworten das aber genau so schnell wieder verschwunden war(gelöscht?), wie es aufgetaucht ist. Es ging darum, an Ostern die Erwartungen Deiner Familie zu erfüllen. Du fühltest Dich gar nicht nach feiern, aber jeder erwartet ja, dass du so funktionierst, wie es sich Ostern halt gehört!

Was hat das nun mit diesem Thema zu tun?? ME eine ganze Menge. Ich verfolge das ja nun auch schon seit einiger Zeit mit Dir und Deiner Tochter und nicht zu vergessen, auch Deinem Freund.
Zunächst sollst Du wissen, dass ME die beiden Postings von fionny, wie ich finde, genau den Kern treffen (hervorragend). Ich musste schon ein wenig schmunzeln, ich kann mich (ihr?) da in allen Punkten anschließen.
Du weißt (vom Suchtbrett), dass ich selbst keine Kinder habe, aber durch meine Arbeit bedingt, Prävention in Schulklassen mache und so oft mit den „aufmüpfigen“ Kindern zu tun habe, die teilweise ihre Opposition, durch Drogenkonsum pflegen.

Die Methoden eines Dr. Frededingensda widern mich an. Sie erinnern mich an Strafvollzugseinrichtungen für Jugendliche Straftäter in den USA. Mit wenig Aufwand den Willen, die Persönlichkeit, das ICH brechen.
Es ist sehr einfach, sich mit Macht und Regeln Kinder gefügig zu machen. (Ich könnte kotzen!)

Du kennst meine Meinung: Im Familienverbund spielen alle Beteiligten eine Rolle, auch Du und Dein Freund. Das eigene Verhalten zu beobachten, wird durch die Konzentration auf das Kind, zu sehr vernachlässigt. Hier liegt ME DEIN Problem. So wie ich Dich kenne (und da sind wir wieder beim Osterposting) bist Du immer mit dem Wohlergehen Deiner Tochter, oder Deines Freundes beschäftigt. Ich habe mich mehr als einmal gefragt : Wo bist DU??
Auch dieses Posting schreit wieder nach einer Lösung für Deine Tochter.
DU brauchst imho eine Lösung und die liegt bei DIR.

Eltern sind Vorbilder, Kinder orientieren sich an ihrem Verhalten. Ehrlichkeit, gerade wenn es um Gefühle geht, spielt imho eine ganz eintscheidende Rolle. Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber ich habe manchmal den Eindruck, dass Du Deine Rolle spielst!! Du funktionierst, wie es andere von Dir erwarten (Ostern muss ich fröhlich sein)Kinder begreifen und merken sehr schnell, wenn hier was nicht ehrlich ist. Ich denke aber, sie haben ein Recht darauf, zu erfahren, dass der Mutti gar nicht nach Ostern ist, dass sie vielleicht traurig ist…

Das ÜBEL ist, dass Du Maaßstäbe wie RICHTIG und FALSCH setzt. Ein Bericht über Dr Fredemanndings verunsichert Dich! Habe ich alles falsch gemacht?? ist Deine Frage. Streiche doch diese Worte aus Deinem Sprachgebrauch und vertreibe sie aus deinen Gedanken. AUSPROBIEREN wäre meine Devise, neue Wege gehen, etwas ANDERES probieren, durch ändern des EIGENEN Verhaltens, keine Lösungen für das Kind, sondern neue Wege für Dich finden, das fände ich wichtig.

Unser Verhalten in der Familienrolle beinflusst sich wechselseitig, d.h.: Ein bestimmtes Verhalten von Dir, ruft eine bestimmte Reaktion Deiner Tochter hervor. Die Reaktion kann aber nur dann anders ausfallen, wenn Dein Verhalten sich ändert, also bist DU der Schlüssel und das erfordert aüßerste KONZENTRATION AUF DEINE Person. Wie wäre es wenn Du Dich damit beschäftigst?

Frededingsda Methoden erfordern kein Überdenken der eigenen Rolle, deshalb sind es ME sehr simple und einfache Wege, so zu verfahren und deshalb scheinen sie sich auch solcher Beliebtheit zu erfreuen. Das Erfolg zu vermelden ist, wundert mich gar nicht, denn wenn ich die PERSÖNLICHKEIT breche, dann muss ich ja Erfolg haben.(Pfui)
Wenn Du nicht nach richtig und falsch suchst, sondern Dein Gefühl achten würdest, dann, so denke ich, sollten diese Methoden Dich anekeln.

Ein ganz lieber Gruß

Frank

Und deine „Weisheiten“ stammen dann vom
Bösemenschen-Stammtisch?

Erfahrung, Beobachtung, Nachdenken, Lektüre.

Nur mal zum Überdenken:
Mein Sohn bekommt keine klaustrophobischen Anfälle, wenn ich
ihn beim Sport festhalte! Vielleicht, weil ich ihm Luft zum
atmen und Raum zur Entwicklung lasse?

Sage bitte mal Deine Meinung zur Festhaltetherapie. Das, was ich klaustrophobische Panik genannt habe gehört unbedingt dazu. Ich halte es übrigens für einen normalen Reflex auf totales Festgehaltenwerden, ähnlich dem Schreck, den man z.B. bekommt, wenn man sich beim Schwimmen in Wasserpflanzen verheddert. Wenn Deinem Sohn dieser Reflex fehlt, dann ist das schon ein tolles Ding. Es mag Nachteile haben, aber ich sehe ohne groß darüber nachzudenken eigentlich nur Vorteile - falls sonst nichts fehlt. Das dürfte i.ü. so selten sein, daß der Verzicht darauf, ihm die Luft abzudrücken, nicht als Erklärung hinreichen wird, denn das tun andere Eltern mit ihrem Sohn ebenfalls nicht.
Auch ein Mangel an Raum zur Entwicklung würde ich als Erklärung für den geschilderten Reflex ausschließen, bei uns haben die Kinder jedes ein Zimmer und ein gemeinsames Musikzimmer, das sind eher überdurchschnittliche Verhältnisse.
Ich weiß natürlich, daß Du das wohl kaum so konkret gemeint haben wirst, sondern als diffamierende Unterstellung eines lieblosen Erziehungsstils der brutalen und totalen Kontrolle. Nur stellst Du mir diesen Vorwurf nicht geradeheraus, sondern auf feige Weise.

Hat es doch tatsächlich jemand gewagt, dich zu kritisieren und
gleich reagierst du empört und beleidigend.

Renate hat mich nicht kritisiert, sondern dumpfe Parolen hingeschrieben, die ich als solche bezeichnete, das allerdings nicht empört. Offenbar ist es für Dich bereits beleidigend, wenn man jemanden mit einem Gutmenschenstammtisch in Verbindung bringt; dann mach halt einen Vorschlag für eine Bezeichnung, die nicht beleidigend ist, bis dahin bleibe ich bei Gutmensch. Und erkläre mal, was Du mit der folgenden dumpfen aber hinterhältigen Anspielung gemeint hast:

Wehe das wäre dein Sohn gewesen…

Gruß,

Wolfgang Berger

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Im Zusammenhang zur Verfehlung
Hallo Grilla,

Dumpf empfinde ich das Schlagen von Kindern, weil es mir bei
meinen Bestrafungen wichtig ist, dass sie im Zusammenhang zu
ihren Verfehlungen stehen - wenn schon bestrafen, dann nicht
auch noch die seelische Intelligenz von Kindern mißachtend.

Könntest Du das mit dem Mißachten der seelischen Intelligenz von Kindern bitte näher erklären?
Und wie geht das Bestrafen im Zusammenhang mit der Verfehlung in der Praxis?
Beispielsweise zur Durchsetzung folgender Regeln:

  • Du darfst dem Baby nicht in die Augen fassen (2 J.)
  • Du darfst nicht mit Essen werfen (2-3 J.)
  • Du darfst am Berghang nicht mit Steinen werfen (4-6 J.)
  • Du mußt bei Dunkelheit zuhause sein (8 J.)
  • Du mußt jede Hausaufgabe im Hausaufgabenheft notieren (10-12 J.)
  • Du mußt um 10 Uhr Abends wieder zuhause sein (13-15 J.)
  • Du mußt noch die anderthalb Jahre bleiben und Abitur machen (18 J.)

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo

lange nichts von mir gehört? Nun, ich wollte letztens (Ostern)
schon auf ein Posting von Dir antworten das aber genau so
schnell wieder verschwunden war(gelöscht?), wie es aufgetaucht
ist. Es ging darum, an Ostern die Erwartungen Deiner Familie
zu erfüllen. Du fühltest Dich gar nicht nach feiern, aber
jeder erwartet ja, dass du so funktionierst, wie es sich
Ostern halt gehört!

*lächlendzurKenntnis genommen", ja so ist es!

Was hat das nun mit diesem Thema zu tun?? ME eine ganze Menge.
Ich verfolge das ja nun auch schon seit einiger Zeit mit Dir
und Deiner Tochter und nicht zu vergessen, auch Deinem Freund.
Zunächst sollst Du wissen, dass ME die beiden Postings von
fionny, wie ich finde, genau den Kern treffen (hervorragend).

Stimmt genau.

Ich musste schon ein wenig schmunzeln, ich kann mich (ihr?) da
in allen Punkten anschließen.

…ja ja ja, nur manchmal sieht man es vor lauter „Problemen“ einfach nicht, ich habs erkannt.

Die Methoden eines Dr. Frededingensda widern mich an. Sie
erinnern mich an Strafvollzugseinrichtungen für Jugendliche
Straftäter in den USA. Mit wenig Aufwand den Willen, die
Persönlichkeit, das ICH brechen.
Es ist sehr einfach, sich mit Macht und Regeln Kinder gefügig
zu machen. (Ich könnte kotzen!)

Nein, bitte nicht! HAST Du es gesehen, es ist nicht alles falsch, was er versucht - wirklich nicht. Er bemüht sich sehr um solche Kinder.

Du kennst meine Meinung: Im Familienverbund spielen alle
Beteiligten eine Rolle, auch Du und Dein Freund. Das eigene
Verhalten zu beobachten, wird durch die Konzentration auf das
Kind, zu sehr vernachlässigt. Hier liegt ME DEIN Problem.

Jaaaaaaaaa doch, ja. Frank von außen betrachtet ist es so, aber tägliches Erleben schlaucht und ich bin froh über Deine Meinung und alle Postings, habs gebraucht, glaub mir.

So

wie ich Dich kenne (und da sind wir wieder beim Osterposting)
bist Du immer mit dem Wohlergehen Deiner Tochter, oder Deines
Freundes beschäftigt. Ich habe mich mehr als einmal gefragt :
Wo bist DU??

Ich bin auch da, aber es ist s.o. halt schwierig manchmal zu sehen, was Priorität hat. Jetzt bin ich wieder auf dem richtigen Weg.

Auch dieses Posting schreit wieder nach einer Lösung für Deine
Tochter.
DU brauchst imho eine Lösung und die liegt bei DIR.

Ich weiss, hab es ja gesagt: Ich bin das Problem und werde die Lösung finden.

Eltern sind Vorbilder, Kinder orientieren sich an ihrem
Verhalten. Ehrlichkeit, gerade wenn es um Gefühle geht, spielt
imho eine ganz eintscheidende Rolle. Ich möchte Dir nicht zu
nahe treten, aber ich habe manchmal den Eindruck, dass Du
Deine Rolle spielst!! Du funktionierst, wie es andere von Dir
erwarten (Ostern muss ich fröhlich sein)Kinder begreifen und
merken sehr schnell, wenn hier was nicht ehrlich ist.

Stimmt - aber nie mehr wieder werd ich Rollen spielen.

Das ÜBEL ist, dass Du Maaßstäbe wie RICHTIG und FALSCH setzt.
Ein Bericht über Dr Fredemanndings verunsichert Dich! Habe ich
alles falsch gemacht?? ist Deine Frage. Streiche doch diese
Worte aus Deinem Sprachgebrauch und vertreibe sie aus deinen
Gedanken. AUSPROBIEREN wäre meine Devise, neue Wege gehen,
etwas ANDERES probieren, durch ändern des EIGENEN Verhaltens,
keine Lösungen für das Kind, sondern neue Wege für Dich
finden, das fände ich wichtig.

Oh ja, und sie wundern sich beide jetzt schon…:smile:

Unser Verhalten in der Familienrolle beinflusst sich
wechselseitig, d.h.: Ein bestimmtes Verhalten von Dir, ruft
eine bestimmte Reaktion Deiner Tochter hervor. Die Reaktion
kann aber nur dann anders ausfallen, wenn Dein Verhalten sich
ändert, also bist DU der Schlüssel und das erfordert aüßerste
KONZENTRATION AUF DEINE Person. Wie wäre es wenn Du Dich damit
beschäftigst?

Das werd ich! Die Angst wird uns Müttern keiner nehmen können, aber wir können am Ende doch sagen, daß wir alles getan haben.

Frededingsda Methoden erfordern kein Überdenken der eigenen
Rolle, deshalb sind es ME sehr simple und einfache Wege, so zu
verfahren und deshalb scheinen sie sich auch solcher
Beliebtheit zu erfreuen. Das Erfolg zu vermelden ist, wundert
mich gar nicht, denn wenn ich die PERSÖNLICHKEIT breche, dann
muss ich ja Erfolg haben.(Pfui)

Nein nein, so ist die Therapie nicht, glaub mir. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. Deshalb hab ich mich ja so damit beschäftigt.

Ein ganz lieber Gruß

und viele zurück verbunden mit einem Danke.

d.

Hallo Wolfgang,

Könntest Du das mit dem Mißachten der seelischen Intelligenz
von Kindern bitte näher erklären?

Wenn ein Kind von seinem Tun abgebracht werden muss, dann bleibt zugegebenermaßen nicht immer die Zeit lange über Methoden nachzudenken. Doch deiner unten stehenden Auflistung nach kann man meistens sein Kind vorab mit Bedingungen konfrontieren, was ja doch auch naheliegend ist, weil man immer mit Übertrittsversuchen der Kinder rechnen muss - Gottseidank, ein Zeichen von Vitalität und Phantasie.
Und wenn das 8jährige wirklich unpünktlich nach Hause kommt, gibt es keinen Grund es zu schlagen, sondern es greift die angekündigte Strafe.
Wenn gehauen wird, dann war das Kind entweder vorher nicht über die Folgen vorbereitet worden (sehr unfair von Eltern), oder das Kind soll durch diese Demütigung zum Gehorsam gezwungen werden. Das kommt vielleicht beim nächsten Mal nicht zuspät, aber der nächste Ärger kommt bestimmt. Und eigentlich sind Kinder da chancenlos, bei den schlagbereiten Eltern.
Was ich mit seelischer Intelligenz meine, ist die Bereitschaft der Kinder sich in ihrem Umfeld einzufügen (ihre Interessen haben sie natürlich auch im Auge).
Wenn sie geschlagen werden, dann beschäftigen sie sich nicht mit ihren Übertritten, sondern mit der Regeneration ihrem angeknacksten Selbstwerts.
Wenn ich Kinder schlage, unterstelle ich ihnen Vorsatz und Bösartigkeit (trifft selten zu!), was als Kränkung empfunden werden muss. Und das von Menschen, zu denen sie einige Jahre Vertrauen haben sollten. Schlagen kann niemals gerecht sein, weil es nicht angemessen ist. Das tut nur weh, aber führt nicht zur Einsicht.

Und wie geht das Bestrafen im Zusammenhang mit der Verfehlung
in der Praxis?

in den Fällen muss nicht geschlagen werden:

  • Du darfst dem Baby nicht in die Augen fassen (2 J.)

machte meine Große bei der Kleinen gern, kenne ich also. Hand festhalten, aber nicht schlagen, Überzeugungsarbeit leisten

  • Du darfst nicht mit Essen werfen (2-3 J.)

Teller weg nehmen, Essen ist beendet, bis zur nächsten Malzeit.

  • Du darfst am Berghang nicht mit Steinen werfen (4-6 J.)

Ich würde bei 3.Wiederholung den Berg runter gehen und sofort nach Hause. Ausflug ist beendet.

  • Du mußt bei Dunkelheit zuhause sein (8 J.)

Bei mir müssen die Meinen während der Schulzeit punkt 18 Uhr Zuhause sein. Wenn sie zuspät kommen, wird das abendliche Lesen gestrichen und früher schlafen gegangen - entsprechend der Verspätung

  • Du mußt jede Hausaufgabe im Hausaufgabenheft notieren (10-12J.)

müssen sie nicht, bis ich feststelle, dass sie ihre Aufgaben nicht machen. Dann kontrolliere ich, bin streng und mache Druck.

  • Du mußt um 10 Uhr Abends wieder zuhause sein (13-15 J.)

mit Karrenzzeit von 30 Minuten. Ansonsten wird Ausgehverbot wegen Unzuverlässigkeit verhängt. Pflicht und Spass müssen sich die Waage halten.

  • Du mußt noch die anderthalb Jahre bleiben und Abitur machen (18 J.)

Mit 18 ist das „Kind“ volljährig. Dann soll es die Schule abbrechen und seinen Weg gehen. Irgendwann wird es Zeit zum Loslassen, und es gilt nur noch zu argumentieren.

Deine These über das Hauen, Schlagen oder Klapsen habe ich schon in früheren Postings von dir gelesen. Und ehrlich gesagt wurde mir jedesmal schwindelig dabei, weil mich das an meine Kindheit erinnerte, in der mein Vater mit Gewaltakten nicht immer zurückhaltend war. Zu dem habe ich heute übrigens kaum mehr Kontakt.
Als Mutter bin ich erstaunt wie leicht gängig eigentlich Kinder sind. Konsequent muss man sein, Standfestigkeit unter Beweis stellen. Aber dadurch, dass mir für sie spürbar ihre Persönlichkeit am Herzen liegt, sie mir auch Pannen anvertrauen, weil sie wissen, dass ich um Gerechtigkeit bemüht bin, und sie mit meiner Hilfe rechnen können. Und das ist mir so viel wert, dass ich gerne auf gelegentliche Gehorsamsverweigerungen hinwegsehe.

gruß
grilla

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Hallo Dilarah,

Hausaufgabenhilfe hatten wir 3 x /Woche, doch die haben sich
allesamt verabschiedet…:frowning:.

Nicht die Hausaufgabenhilfe kommt, Deine Tochter geht hin. Es gibt in jeder Stadt eine Schülerhilfe, die bietet unter anderem auch eine Hausaufgabenbeaufsichtung und Unterstützung in kleinen Gruppen.
Es geht hier dabei auch darum, daß Du Freiraum bekommst.
Es wäre eine Möglichkeit, erkundige Dich doch mal unverbindlich, schau es Dir an, und dann könntest Du einen Probelauf starten. Du kannst dort individuelle Absprachen treffen.
Vielleicht reicht ihr ja schon ein Sommer, um einzusehen, daß es günstiger ist, die Aufgaben flott nach der Schule zu erledigen. Vielleicht gefällt es ihr aber auch, weil sie sich nicht mehr genötigt fühlen muß, Dich zu provozieren, und dadurch ihren Kopf für ihre Aufgaben frei bekommt.

Ich hab aber das große Glück eine sehr gute Klassenlehrerin
(ist ne
Problemklasse - aber immerhin Realschule -) zu haben, mit der
ich
gut zusammenarbeite.

Hoppla, ICH? Und Deine Tochter, hat sie auch eine gute Lehrerin? :wink:
Sorry, aber dieser eine Satz zeigt, wie dicht Du dran bist. Du identifizierst Dich mit ihren Leistungen. Dadurch bekommt sie Macht über Dich, Du lieferst Dich ihr aus. Weswegen es Dir nicht möglich sein kann, Deiner Kleinen eine Unterstützung zu bieten. Das Rollenbild ist vertauscht.

Vielleicht ist das wirklich so, bei meiner „Erziehung“ gab es
das halt nicht: ich mußte immer perfekt sein und das ist wohl
mein Problem, welches in Form meiner Tochter wiedergeboren
wurde…:smile:

Jemand, der Perfekt ist, hat den größten Fehler überhaupt. Er verliert sich als Mensch. Stell Dich dagegen, erkenne Dich in Deinen Fehlern. Auch sie gehören zu Dir, und machen Dich zu etwas einzigartigem. Du hast es in der Hand, Fehler Deiner *Erziehung* zu korrigieren.

Wir waren schon bei der Polizei (Diebstahl), der Feuerwehr
(zündeln),
haben endlose Gespräche mit Eltern bestohlener Kinder geführt:
es reicht.

Nicht reden, aktiv werden. Ich hatte eher daran gedacht, daß die Jugendfeuerwehr eine mögliche Gruppe wäre, in der sie aktiv sein kann.

Das seh ich etwas anders, denn zuviel Liebe ist auch nicht
gut.

Zuviel Liebe gibt es nicht, nur falsch verstandene. Liebe läßt wachsen, entfalten, entwickeln. Dieser Doc unterdrückt, entwürdigt, bricht, ich sehe hier keine Liebe, sondern Zwangsmaßnahme. Liebe setzt aber nicht unter Zwang, sie befreit, macht selbständig.
Natürlich, falsch verstandene (Affenliebe) verunselbständigt, macht abhängig. Ist also keine Liebe im Sinne von…

Jedenfalls (solltest Du den Link gelesen haben) hat er den
Kindern schon klar gemacht, daß sie geliebt werden, a b e r
sie müssen auch
was tun dafür.

???Seit wann ist Liebe käuflich?
Bindungen können nicht erworben werden, sie müssen wachsen. Natürlich gehören dazu zwei.
Dieser Doc geht nach dem Zuckerbrot- Peitsche- Prinzip, wobei er das Zuckerbrot erst einmal gänzlich wegläßt. Er läßt den Kindern einen totalen Entzug erleiden, damit sie anschließend die fütternde Hand als Führung annehmen. Wilde Tiere werden so gezähmt.

In irgendwelchen Jugendumerziehungsanstalten gibt es ähnliche Therapien schon seit längerem. Bei neurologisch gestörten Kinder, die gänzlich unfähig sind, Beziehungen aufzubauen, und deswegen unbrechenbar außer Kontrolle geraten, kann es möglich sein, daß dies der einzige Weg ist.
Bei Deinem Mädel sehe ich das nicht. Sie kann Beziehungen aufbauen.

  • sie lebt eine zu ihrem Vater (wenn auch leider einseitig)
  • sie lebt eine zu ihrem Bruder
  • (sie lebt eine zu Deinem Freund?)
  • auch wenn Du es nicht glauben magst, sie lebt auch eine zu Dir.

Kinder, mit denen diese Therapie durchgeführt wird, die fühlen keine Verbindung zu irgendwem oder irgendwas. Sie sind kalt und leben in einer eigenen völlig radikal aggressiven Welt. Wäre dem bei Deiner Tochter so, könnte sie gar nicht mehr zur Schule gehen.

Kein guter Abschluß, sei dennoch aufs herzlichste gegrüßt
und hab Dank für all Deine Ratschläge, ich hab sie einfach mal
gebraucht.

Ich weiß, habe selbst mal in der Ecke gesessen und mich verdammt allein gefühlt.

Ganz lieb gegrüßt,
fionny

Hi Dilarah,

schön, dass Du es so sehen kannst. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, wie schwer das ist und es fällt mir da auch nicht leicht immer die richtigen Worte zu finden, denn als Aussenstehender ist es halt einfach ein paar Weisheiten loszulassen, aber wenn man selber drin steckt, ist es sicherlich nicht einfach.

Das Leben, dass wir heute leben, hat viel damit zu tun, wie wir erzogen wurden und wie wir in früher Kindheit geprägt wurden und egal was für ein Leben das nun ist, grundsätzlich meinen es die Eltern immer gut, abgesehen von den sehr wenigen die ihre Kinder schlagen, mißhandeln, wollen Eltern immer nur das Beste für ihre Kinder, insofern finde ich, kann man nicht davon sprechen, dass sie etwas falsch gemacht haben.

Es kann kein richtig oder falsch geben, weil die Menschen verschieden sind und was für den einen gut ist, ist für den anderen weniger hilfreich.

Methoden in der Erziehung mit „Problemkindern“ (wollte den Ausdruck „schwer Erziehbare“ nicht gebrauchen), die sich an strickte Regeln halten, von denen man auf keinen Fall abweichen sollte, halte ich grundsätzlich für sehr bedenklich. (Ich weiss, dass die Experten da ganz anders denken, ja sogar von Notwendigkeit sprechen)
ME kann es zu einer Falle werden, aus der man nicht mehr rauskommt, weil das Befolgen und Ausüben der festgemachten Regeln nichts anderes mehr zulässt: keine Kurskorrektur, keine andere Meinung darf mehr gelten, keine andere Sichtweise, man engt sich völlig ein.
Es gibt Regeln, die durchaus hilfreich sein können: (“Probieren geht über Studieren.“, andere Regeln hemmen:frowning:“Verhalte Dich unauffällig, blamiere uns nicht‘ „sei still“, „bleib ruhig sitzen“ „das tut man nicht“, „das darf man nicht“, „das gehört sich nicht“ ).

Als Folge dieser Regeln entstehen Tabus. So darf nicht mehr alles wahrgenommen werden, man traut sich nicht nachzufragen, oder Beobachtungen anzusprechen, oder man redet nicht mehr, oder nicht mehr mit jedem über Eindrücke, Probleme, unangenehme Gefühle.
Solche rigiden Regeln sind häufig in Familien anzutreffen, deren Mitglieder einen negativen Selbstwert haben. Mit ihnen wird versucht, Verunsicherungen zu vermeiden, man verpaßt sich sicherheitshalber ein Korsett.
Solche Regeln tragen natürlich auch in erheblichem Maße zur Verunsicherung der Kinder bei. Ihre eigenen Wahrnehmungen und Gefühle werden dadurch in Frage gestellt, Gespräche unterbunden. Die Folge ist ein geringes Selbstwertgefühl.
Regeln werden von den Kindern mit der Zeit verinnerlicht und später als Erwachsene in die neuen Familien mit eingegeben. So entsteht ein Teufelskreis, der sich immer weiter fortpflanzen kann.
Was solche Regeln betrifft, erlebe ich in der Jugendarbeit oft die Aussmaße, sie haben eine Tragweite, deren sich viele Eltern nicht bewußt sind und ME brechen sie auch das eigene ICH der Kinder. So kommt es mir zumindest vor, wenn ich mit Jugendlichen zu tun habe, die starr und unbeweglich, festgefahren und niemals etwas anderes als ihre auferlegten Regeln dulden. Für sie gibt es kaum noch Lösungsmöglichkeiten, bzw es wird dann immer ein hartes Stück Arbeit.
Deshalb kann ich mich mit diesen Methoden nicht anfreunden.

Alles Liebe

Frank

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Hallo!

Sage bitte mal Deine Meinung zur Festhaltetherapie. Das, was
ich klaustrophobische Panik genannt habe gehört unbedingt
dazu. Ich halte es übrigens für einen normalen Reflex auf
totales Festgehaltenwerden, ähnlich dem Schreck, den man z.B.
bekommt, wenn man sich beim Schwimmen in Wasserpflanzen
verheddert.

Willst du jetzt wirklich eine Analogie herstellen, zwischen dem u.U. lebensbedrohenden verheddern in einer Wasserpflanze und dem Festhalten von einer Vertrauensperson? Wenn ein Kind seinem Vater vertraut, braucht es eine solche Reaktion nicht, da die Erfahrung sagt
„er tut mir nichts“.
Zur Festhaltetherapie sollte man eine sehr differenzierte Stellungnahme abgeben. Ich halte sie für eher fragwürdig, weil nicht transformiert, sondern vergewaltigt und DAS „Problem“ somit lediglich verkapselt wird. Und somit die Gefahr eines Wiederaufbrechens besteht. Wenn schon, dann gehört sie in fachliche Hände, d.h. ein Psychologe/Therapeut sollte sie im Bedarfsfalle anwenden. Bei schweren asozialen oder kriminellen Tendenzen kann ich mir das vielleicht noch vorstellen. Aber wie gesagt muß das individuell und differenziert gehandhabt werden, ein Pauschalangebot wird das auch keinesfalls gewesen sein.

Nur stellst Du mir diesen Vorwurf nicht geradeheraus, sondern
auf feige Weise.

War das ein Vorwurf? Wenn du nochmals richtig lesen würdest, dann könntest du ein Fragezeichen hinter den Sätzen feststellen. Sind Fragen Behauptungen? Viel eher scheint mir, ich habe dich ein wenig in deiner Selbstgerechtigkeit gestört. Es ist halt ein Unterschied ob man mit unterlegenen Kindern umgeht, oder mit gleich großen!
Wenn du schon keine Kritik von Aussen vertragen kannst, dann solltest du dich wenigstens einmal selbstkritisch reflektieren und deine „Parolen“ nicht auch noch selbst in Frage stellen. Die klaustrophobische Aussage hast doch du getan, mir ist das lediglich aufgefallen. Und jetzt suchst du nach Ausreden!

Renate hat mich nicht kritisiert, sondern dumpfe Parolen
hingeschrieben,…

Sie hat auf eine längere Diskussion hingewiesen, bei der dieses Thema, wie ich annehme äußerst ausgiebig behandelt wurde. Das scheinen mir keine Parolen!!!

Und erkläre mal, was Du mit der folgenden
dumpfen aber hinterhältigen Anspielung gemeint hast:

Wehe das wäre dein Sohn gewesen…

Deine ganze Art hier aufzutreten und deine anachronistische Denkweise, die die Durchschnittsmeinung zu Kaiser Wilhelms Zeiten gut und gerne repräsentieren könnten, kann ich nicht ab! Außerdem sind mir Menschen, die ihre Kinder schlagen zuwider! Der Gesetzgeber übrigens, geht da mit mir konform und stellt solches Tun auch unter Strafe! Spielraum für eine Diskussion sehe ich da auch nicht! Basta!
Wenn du allerdings dein Gesicht hier wahren willst und dich rechtfertigen, allerdings wohl eher vor dir selbst, denn die Mehrzahl der Leute wirst du hier nicht überzeugen können, dann kannst du mir antworten, lesen werde ich das wohl nicht mehr! Dazu ist mir meine Zeit zu schade.

HC

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Vielen Dank, fionny …

Hallo :

gut zusammenarbeite.

Hoppla, ICH? Und Deine Tochter, hat sie auch eine gute
Lehrerin? :wink:

zum Glück mag sie sie auch…:smile:

Sorry, aber dieser eine Satz zeigt, wie dicht Du dran bist. Du
identifizierst Dich mit ihren Leistungen. Dadurch bekommt sie
Macht über Dich, Du lieferst Dich ihr aus. Weswegen es Dir
nicht möglich sein kann, Deiner Kleinen eine Unterstützung zu
bieten. Das Rollenbild ist vertauscht.

Ja und ich arbeite jetzt an mir.

Jemand, der Perfekt ist, hat den größten Fehler überhaupt. Er
verliert sich als Mensch.

Hätten meine Eltern das nur gewußt…

Stell Dich dagegen, erkenne Dich in

Deinen Fehlern. Auch sie gehören zu Dir, und machen Dich zu
etwas einzigartigem. Du hast es in der Hand, Fehler Deiner
*Erziehung* zu korrigieren.

Ja, das tu ich.

Zuviel Liebe gibt es nicht, nur falsch verstandene. Liebe läßt
wachsen, entfalten, entwickeln. Dieser Doc unterdrückt,
entwürdigt, bricht, ich sehe hier keine Liebe, sondern
Zwangsmaßnahme. Liebe setzt aber nicht unter Zwang, sie
befreit, macht selbständig.
Natürlich, falsch verstandene (Affenliebe) verunselbständigt,
macht abhängig. Ist also keine Liebe im Sinne von…

Dazu möchte ich lieber nichts sagen, ich lerne irgendwie immer noch
zu leben. Deshalb bereue ich auch keine einzige Zeile, die ich hier gepostet hab, es hat mir so viel gegeben.

???Seit wann ist Liebe käuflich?

Seit ich Kind war…

In irgendwelchen Jugendumerziehungsanstalten gibt es ähnliche
Therapien schon seit längerem. Bei neurologisch gestörten
Kinder, die gänzlich unfähig sind, Beziehungen aufzubauen, und
deswegen unbrechenbar außer Kontrolle geraten, kann es möglich
sein, daß dies der einzige Weg ist.

So war meine Tochter. Unberechenbar - ich will nicht nochmal davon anfangen, aber ich hab in meiner Wohnung nichts mehr, was mal da war. Alles wurde kaputt geschlagen, einfach alles. Und am Ende dann halt ich.

  • auch wenn Du es nicht glauben magst, sie lebt auch eine zu
    Dir.

Ja ich denke, wir sind uns sehr ähnlich, nur auf eine Art, die nicht
gut war und das werd ich ändern.

Ich weiß, habe selbst mal in der Ecke gesessen und mich
verdammt allein gefühlt.

…und hast es geschafft! Sei stolz und ich werd es auch schaffen.

Ganz lieb gegrüßt,
dilara