Hallo,
ich war heute nachmittag mit ziemlichen Zahnschmerzen an meinem „toten Zahn“ bei einem neuen Zahnarzt. Dieser stellte beim röntgen fest, dass sich die Wurzeln wohl entzündet hatten und schlug vor mir diesen „toten“ Zahn heute zu ziehen. Er fragte mich auch wie es zu dem „toten“ Zahn überhaupt kam.
Damals vor ca. 3 Jahren, war leider mein „Haus-Zahnarzt“ im Urlaub und hatte eine Vertretung in seiner Praxis. Da ich ziemliche Schmerzen durch Druck/Pochen unter dem Zahn (unten,2. von hinten links) hatte liess ich mich von ihm behandeln. Der mir ziemlich flott nach dem Röntgen mitteilte, dass dies wohl meine erste Wurzelbehandlung wird. Die Nerven (wurzeln?) wurden gezogen und das leider unter ziemlichem gestöhne vom Zahnarzt, da er einen Kanal nicht finden konnte und er wohl unter Zeitdruck stand, jedenfalls fragte er mehrfach die Zahnarzthelferin nach der Uhrzeit (es war Freitag nachmittag).
Heute, stutzte der Zahnarzt und vergewisserte sich, ob der andere Arzt mich nicht zuvor medikamentös behandelt hatte. Nein hatte er nicht.
Weiter wurde ich gefragt, ob ich denn öfter dieses leiden hatte. Nein, das war das erste Mal.
Das hatte mich doch sehr verunsichert.
Ich fragte den zahnarzt, ob es noch andere Möglichkeiten gäbe ausser halt den Zahn zu ziehen, erst dann machte er ein rundum Röntenbild.
Nun schlug mir neben einer Brücke, viel „gefasel“ was die Kasse übernimmt und was nicht, noch die schmerzhaftere und aufwendigere Lösung vor: zum Kieferchirugen zu gehen, der die Entzündung rausschneiden könnte. Was in meinen Augen doch die beste Behandlung wäre, da ich wirklich seltenst Probleme mit dem Zahn habe und lieber meinen toten Zahn behalten möchte, als einen künstlichen mit dem ich auf Dauer viel mehr Folge Probleme haben könnte (hab ich zumindest so gehört, falls das so nicht stimmen sollte, bitte ich doch um Aufklärung).
Nun meine Fragen:
- Wurde ich damals vor ca. 3Jahren falsch behandelt (ohne chronisches Leiden und ohne medikamtöser Behandlung einfach Nervenziehen) ?
- Werde ich nun wirklich nach besten gesundheitlichen Aspekten behandelt ?
Mich wundert es, dass dieser aktuelle Zahnarzt mir direkt erstmal Zahnziehen unterbreitete und erst nach und nach mit Alternative Möglichkeiten rausrückte. - Woher weiß ich welchem Zahnarzt ich vertrauen kann, dass er mich nicht einfach nach der schnellsten und simplsten Lösung behandelt,
sondern wirklich noch vorrangig die beste gesundheitliche Methode wählt. Ich bin zwar Kassenpatientin, aber muss gestehen, dass ich nicht danach behandelt werden möchte, was gerade das „Sonderangebot“ ist (Kasse zahlt), was gerade normalausstattung ist(eigene Zuzahlung) oder was gerade der Porsche unter den Methoden ist (komplett Eigenleistung). Ich bin ja schliesslich nicht im Supermarkt, sondern bei einem Arzt. Oder ist das zu naiv von mir zu denken, dass ich so behandelt werden möchte, wie jeder Arzt es mit seiner eigenen Tochter machen würde.
Ich bin für jede Antwort sehr dankbar,
für eine schnelle was die aktuelle Behandlung angeht um so mehr,
da ich Dienstag schon den Termin bei dem Kieferchirugen habe.

