Hi Claren,
Du könntest auf diese Antworten eingehen: „Inwiefern
betrachtest du das als Vorwurf?“
Ja, ich glaube Fragen helfen in der Situation am besten weiter, sie zeigen, dass man Rücksicht nimmt und sind konstruktiv.
- „Tut mir leid, wenn du das
als eine Kritik gegen dich siehst, …“
Ich sage inzwischen schon fast immer dabei, dass es mir nicht darum geht, zu kritisieren und ich nicht verletzen will.
Man kann sich zur Klärung einer Situation die verschiedensten
Formulierungen zurecht legen. Wenn dein Gegenüber Vorwurf oder
Kritik zu erkennen glaubt, könnte es sein, dass du dich
mißverständlich ausgedrückt hast.
Davon bin ich anfangs auch ausgegangen. Ich achte auch schon stark darauf eben keine „du machst dieses“/„du lässt jenes“-Formulieren zu gebrauchen, sondern meine Gefühle zu erklären, „es wirkt auf mich so…“ „ich habe den Eindruck…“ aber dennoch wird es als Kritik empfunden. Nach dem Motto: „aha, ich bin also Schuld, dass es dir schlecht geht.“ Dabei betone ich wirklich, dass es mir nicht um Schuldzuweisungen geht.
Manchmal ist der Zeitpunkt zum Diskutieren schlichtweg
ungünstig. Und manchmal herrscht zwischen Gesprächspartnern
ein grundsätzliches Verständigungsproblem, so dass keine
Voraussetzungen für einen Informationsaustausch möglich ist -
bis auf weiteres.
Ja, bei Depressionen z.B.
Den Kontakt möchte ich aber deswegen nicht abbrechen.
Was den Zeitpunkt angeht…
Er geht recht häufig auf Konfrontation und provoziert auch, dass ich mich äußere, wird besonders sauer, wenn ich genau das zu diesem Zeitpunkt lieber nicht möchte. Habe ich aber schon vorher das Gefühl, egal was ich jetzt noch sage, es geht nach hinten los, dann habe ich halt ein Problem.
Ein klärendes Gespräch läßt sich nicht aufzwingen, denn das
ist eine Sache der Freiwilligkeit auf beiden Seiten. Deshalb
solltest du für die Einwände deines Gesprächpartners
aufgeschlossen sein (konstruktiv),
Das werde ich auf jeden Fall beherzigen. :o)
und sie nicht als
„Totschlagargument“ betrachten (destruktiv), nur weil die
Person anders als gewünscht reagiert.
Möchte mal behaupten, dass ER meine Äußerungen in negativen Stimmungsphasen grundsätzlich destruktiv empfindet.
Wie gesagt, wenn ich merke, er ist in schlechter Stimmung, dann versuche ich auch schon mal ihm verständnisvoll zu sagen, dass es jetzt nicht unbedingt der beste Moment ist, darüber zu sprechen, aber dann bohrt er meistens noch um so mehr nach.
Greetings,
Marla