TQFP (0,5mm) kontaktieren

Hallo allseits,

mal wieder was Wildes für die Experten :smile: Ich habe in einem Server einen RAID Controller (SIL3114) verbaut. Der Controller-Chip hat ein 176-poliges TQFP Gehäuse, Raster schätze ich mal 0,5mm.

Der Controller hat laut Datenblatt 4 nebeneinander liegende Beinchen an denen man Festplatten-LEDs anschließen kann. Auf der Controller-Platine sind die 4 Pins vorhanden, sind aber nicht auf Stecker herausgeführt sondern unbeschaltet.

Gibt es eine basteltechnisch beherrschbare Methode, an die 4 Beinchen dünne Isolierlack-Drähtchen anzulöten, oder eine andere Methode, um die Signale dauerhaft vom Controller abzugreifen und auf einen Pfostenstecker zu führen?

…Armin

Gibt es eine basteltechnisch beherrschbare Methode, an die 4
Beinchen dünne Isolierlack-Drähtchen anzulöten…

Hallo,

im Prinzip geht alles, ich habe schon TQFP100 mit Pitch 0.5mm von Hand eingelötet.

Neben einem guten Lötkolben mit Nadelspitze ist eine starke Kopflupe sehr praktisch, und Hände, die um weniger als 0.1 mm zittern. Zum Drahtanlöten am besten 3 davon…

Gruss Reinhard

Hallo,

mit bischen gutem Willen und ordentlichem Werkzeug geht manches :smile:

http://img372.imageshack.us/my.php?image=lasersteuer…
http://img181.imageshack.us/my.php?image=lasersteuer…

Gruß Uwi

Gibt es eine basteltechnisch beherrschbare Methode, an die 4
Beinchen dünne Isolierlack-Drähtchen anzulöten…

Hallo,

im Prinzip geht alles, ich habe schon TQFP100 mit Pitch 0.5mm
von Hand eingelötet.

Ok, überzeugt, ich schick Dir Controller und Draht :smile:

Neben einem guten Lötkolben mit Nadelspitze ist eine starke
Kopflupe sehr praktisch, und Hände, die um weniger als 0.1 mm
zittern. Zum Drahtanlöten am besten 3 davon…

Ganz im Ernst … da ich jenseits der 40, verheiratet und kindergesegnet bin kann ich für die 0,1mm Hände nicht garantieren :smile:

Ich könnte die Drähtchen verzinnen und irgendwie fixieren. Aber dann mit dem Lötkolben draufpatschen …? Das erste Drähtchen wird wohl gehen, aber unmittelbar daneben ein Weiteres …?

Idee: ich hätte ein gutes, regelbares Heißluftgebläse. Nehmen wir an, ich würde da Löttemperatur einstellen (DMM mit digitalem Thermometer), die 4 Drähtchen verzinnt exakt auflegen und fixieren, und dann mit dem Gebläse draufhalten bis das Zinn schmilzt … wäre das nicht eine Alternative die mehr Erfolg verspricht?

…Armin

Ganz im Ernst … da ich jenseits der 40, verheiratet und
kindergesegnet bin kann ich für die 0,1mm Hände nicht
garantieren :smile:

Hallo, ich bin über 60 - aber ich mache das auch nur ausnahmsweise und wenn ich einen der besseren Tage habe, eine Serienfertigung kann nicht draus werden.

Ich könnte die Drähtchen verzinnen und irgendwie fixieren.
Aber dann mit dem Lötkolben draufpatschen …? Das erste
Drähtchen wird wohl gehen, aber unmittelbar daneben ein
Weiteres …?

Idee: ich hätte ein gutes, regelbares Heißluftgebläse. Nehmen
wir an, ich würde da Löttemperatur einstellen (DMM mit
digitalem Thermometer), die 4 Drähtchen verzinnt exakt
auflegen und fixieren, und dann mit dem Gebläse draufhalten
bis das Zinn schmilzt … wäre das nicht eine Alternative die
mehr Erfolg verspricht?

Das mit dem Fixieren ist wohl das Entscheidende, ich habe so verstellbare Halter mit Krokodilklemmen dran, damit kann man einiges machen.

Mit Gebläsen habe ich weniger gute Erfahrungen. Entweder es wirkt nur sehr langsam oder es bläst so stark, dass schlecht fixierte Bauteile wie SMD-Widerstände weggeblasen werden. Mit dem Lötkolben kannst du einen Draht nach dem anderen vorverzinnen, auf den Kontakt auflegen und kurz mit der Lötspitze antasten (das ist der entscheidende Moment - vorher tief Luft holen oder ein paar fernöstliche Konzentrationsübungen machen). Beim Gebläse must du alle 4 Drähte auf einmal löten, da in jedem Fall alle 4 Lötstellen und noch ein paar mehr schmelzen, das kann ich mir kaum erfolgreich vorstellen.

Gruss Reinhard

Hallo Armin,

Ganz im Ernst … da ich jenseits der 40, verheiratet und
kindergesegnet bin kann ich für die 0,1mm Hände nicht
garantieren :smile:

Ich bin 50 und bekomme es, wie Reinhard Kern, mit Lupe, viel Licht und einem besseren Tag auch noch hin.
Vor 30 Jahren gings noch an allen Tagen und mit Lupe konnte ich damals schlechter arbeiten als ohne :wink:

Also keine faulen Ausreden, du bist noch Jung :wink:))

MfG Peter(TOO)

Hallo,

Ganz im Ernst … da ich jenseits der 40, verheiratet und
kindergesegnet bin kann ich für die 0,1mm Hände nicht garantieren :smile:

LOL, ich bin auch nahe der 50 und habe damit kein Problem.
Da zittern die jungen Kollegen meist viel mehr :smile:

Ich könnte die Drähtchen verzinnen und irgendwie fixieren.
Aber dann mit dem Lötkolben draufpatschen …? Das erste
Drähtchen wird wohl gehen, aber unmittelbar daneben ein
Weiteres …?

Entscheidend ist das Lötwerkzeug. Mit 5mm-Lötspitze wird das nix.
Falls du doch evtl. öfters mal was löten must, dann investiere mal
350€ für einen guten Lötkolben. Z.B. sowas:
http://www.peterjordan.de/produkte/werkzeuge/jbc/Loe…

auflegen und fixieren, und dann mit dem Gebläse draufhalten
bis das Zinn schmilzt … wäre das nicht eine Alternative die
mehr Erfolg verspricht?

Das bläst dir schneller alles weg, als du gucken kannst :frowning:
Gruß Uwi