Hallo,
ein Bekannter liegt seit längerer Zeit beatmet auf einer Intensivstation ,nun soll er trachotomiert werden damit er selbstständig atmen kann. Ich frage mich nun wieso das so ist . Also es scheint das er ohne Beatmung nicht selbstständig atmet , aber wieso würde er das mit einem Tracheostoma tun oder habe ich das falsch verstanden bzw. wieso wechselt man dann von Beatmung zur Tracheotomie ?
Liebe Grüße
Hi, das hat verschiedene Gründe.
so wie sich das anhört ist der Bekannte intubiert und beatmet. Da ein normaler Mensch das im wachen Zustand recht blöde findet, wird er möglicherweise auch im „künstlichen“ Schlaf gehalten sein.
Vorteile des Tracheostomas:
- bessere Fixierung der Kanüle; dadurch bei Lagermanövern geringere Gefahr der akzitendellen Dekanülierung
- bessere Reaktionsmöglichkeiten bei einer Dislokation der Kanüle (einfacher wieder einzusetzen als bei oralem Zugang
- Patient toleriert im wachen Zustand dieses Teil besser
- erhöhter Patientenkomfort (kann z.B. sprechen)
- Patient kann wieder normal Nahrung zu sich nehmen
. Mundpflege einfacher -> geringere Gefahr von Infektionen - die Variante ist ökonomisch besser -> GERINGERE KOSTEN
- Patient kann einfacher gepflegt werden
- Patient könnte (wenn nicht weitere Faktoren dagegen sprechen) von der Intensivstation auf eine Normalstation verlegt werden.
Gruß
Kuddenberg