Trägt ein Apfelbaum schon im 1. Jahr ?

Hallo, bin im letzten Jahr in ein Haus mit schönem Garten gezogen in dem aber nur ein durch Nagerbiss sehr unförmiger Zwergapfelbaum steht der im letzten Jahr ganze 10 Äpfel produzierte die mir nicht reichen. Nun habe ich von Freunden einen Apfelbaum (Elstar) im Pflanztopf aus einem Gartenmarkt geschenkt bekommen. Dieser Baum ist sehr schön gerade gewachsen und nach oben verzweigt. Höhe ca.250cm. Mir erscheint er auch professionell geschnitten. Den würde ich gegen den Zwerg gern tauschen. Wie ich Ihn in die Erde bekomme habe ich schon gelesen. Da ich aber Obstbaumneuling bin interessiert mich noch folgendes:

  • Ab wann trägt so ein korrekt eingepflanzter Baum Früchte ?
  • Was fördert den schnellen Fruchttrieb ?
  • Kann man (und wie kann man) so einen Baum in der Wuchshöhe in Grenzen unter 4 Metern halten und trotzdem noch gute Ernte erzielen ?
  • Stimmt es das der umgesetzte Baum die Jahre nach dem umsetzen nicht trägt?
    Wäre toll wenn mir jemand bei der Klärung der Fragen hilft.

Eher nicht
Hallo!

Nun habe ich von Freunden
einen Apfelbaum (Elstar) im Pflanztopf aus einem Gartenmarkt
geschenkt bekommen.

Halbstamm, Hochstamm?

Den würde ich
gegen den Zwerg gern tauschen.

Hm, vielleicht wäre es eine Lösung (je nach Platzangebot) den neuen Baum einige Meter von dem anderen entfernt einzupflanzen. So hast du erstmal noch die 10 Äpfel vom alten und kannst denn dann wegnehmen, wenn der neue trägt…

  • Ab wann trägt so ein korrekt eingepflanzter Baum Früchte ?

Kommt auf den Baum an. Würde spontan sagen, so nach 3-5 Jahren. Wobei man ihn in den ersten Jahren nach der Pflanzung eher daran hindert, Früchte zu bilden (ausbrechen), damit er seine Kraft nicht zur Fruchtbildung vergeudet, sondern erst einmal Fuß fasst.

  • Kann man (und wie kann man) so einen Baum in der Wuchshöhe
    in Grenzen unter 4 Metern halten und trotzdem noch gute Ernte
    erzielen ?

Einen Halbstamm (das ist eine Bezeichnung für die Unterlage, auf die veredelt wurde) ja, einen Hochstamm kaum. Das wäre dann Quälerei für den Baum und für den, der ihn schneiden muss. :smile:

Viel Erfolg
kernig
hatte letztes Jahr von einem Apfelbaum 5 Schubkarren Äpfel, jetzt 50 Liter Apfelsaft im Keller…

Servus,

das kommt jetzt drauf an, was für ein Baum das ist. Wenn er auf einer starkwüchsigen Unterlage veredelt ist - Hochstamm -, wird er wenn nicht im ersten, dann im zweiten Standjahr Früchte ansetzen. Wenn man ihm die lässt, wird er ziemlich lange kümmern, falls er nicht optimal steht. Kartoffeln kann man in dem Jahr ernten, in dem man sie legt - Obst ist eine langsamere Sache, so ein Baum sollte ja auch wenigstens dreißig Jahre stehen (der erste Jakob Fischer ist über hundert Jahre alt).

Wenn er auf einer schwächer wüchsigen Unterlage steht - Halbstamm, Busch, Spindel -, wird er von sich aus ein paar Jahre brauchen, bis er Früchte ansetzt. Da ist es dann auch weniger kritisch, die kann man ihm lassen. Aber auch da ist es für den Baum besser, wenn er zwei-drei Jahre lang nicht tragen muss.

Das ist jetzt halt schade, dass es sich um Baumarktware handelt. Wenn man einen Apfel aus der Baumschule bekommt, steht normalerweise auf dem Etikett, auf welcher Unterlage er sitzt (M9, M7, M 11 etc.) - da lässt sich dann auch sagen, wie der Baum sich entwickeln wird.

Etwas beschleunigen kann man den Ertrag, wenn man auf kurzes Fruchtholz schneidet.

Einen Hochstamm kann man nicht gut daran hindern, ein Hochstamm zu werden. Ein wenig beeinflussen lässt sich das mit dem Schnitt: Von Anfang an nur Sommerschnitt führt zu einem eher ruhigen Baum. Betonte Waagerechte hält die Krone in Grenzen. Eine sehr helle, lichte Krone wächst weniger in die Höhe. Aber alles bloß in Tendenzen - ein Hochstamm, den man mit Gewalt niedrig halten will, wird ein Besen.

Schöne Grüße

MM