Tränen - Wassertropfen der Seele

Hallo Ihr Lieben!!

Ich habe ein paar Gedanken zu einer Situation, die mich auch selber betrifft!

Dazu vorher folgende Einleitung:
In vielen Situationen, wo ich Wut, Ärger, Angst
…etc…empfinde, kann ich oft nicht anders reagieren, als zu weinen.
Ich empfinde es oft als störend. Weiß nicht wieso, aber manchmal ist es auch sehr „erfrischend“ und reinigend. Ich fühle mich hinterher entspannter und lockerer!

Jetzt meine Fragen.
Wem von euch geht es ähnlich?? Und WIE reagiert Ihr, wenn ihr spürt, das die Tränen gleich fließen??
Fühlt ihr euch auch labil und denkt ihr dann, daß man sofort eine Therapie machen muß??
Spürt ihr beim Weinen auch einen unendlich weiten Seelenschmerz?

Liebe Grüße

Berlind

Hi Pia,

ich habe nie verstanden, warum es gesellschaftlich toleriert oder sogar gewünscht wird, miteinander zu lachen - doch viele Menschen offenbar mit dem Weinen Probleme haben, insbesondere wenn sie es selbst tun.

Der Grund, warum wir überhaupt „Tränen absondern“ soll ja der schnelle Ausschuß von Streßhormonen sein, die der Körper loswerden will. Außerdem kriegt man klare Augen davon (wenn ich z.B. erkältungsbedingt feuchte Augen kriege, scheinen das Frauen für Leidenschaft zu halten und ich bin während dieser Zeit besonders begehrt :wink:)

Ansonsten habe ICH früher, wenn ich mit einer Freundin ins Kino ging und wir uns einen Zeichentrickfilm ansahen, die Taschentücher gebraucht (während sie völlig teilnahmslos das Popkorn vertilgt hat).

Ganz zu schweigen von Puddingwerbungen :wink:

Ich denke, je mehr Du Dich in andere hineinversetzen kannst, desto eher leidest Du auch mit ihnen (also spricht das sehr für Dich und Du kannst Du stolz auf diese Emotion sein).

Ciao

Uwe

Ich habe ein paar Gedanken zu einer Situation, die mich auch
selber betrifft!

Dazu vorher folgende Einleitung:
In vielen Situationen, wo ich Wut, Ärger, Angst
…etc…empfinde, kann ich oft nicht anders reagieren, als zu
weinen.
Ich empfinde es oft als störend. Weiß nicht wieso, aber
manchmal ist es auch sehr „erfrischend“ und reinigend. Ich
fühle mich hinterher entspannter und lockerer!

Jetzt meine Fragen.
Wem von euch geht es ähnlich?? Und WIE reagiert Ihr, wenn ihr
spürt, das die Tränen gleich fließen??
Fühlt ihr euch auch labil und denkt ihr dann, daß man sofort
eine Therapie machen muß??
Spürt ihr beim Weinen auch einen unendlich weiten
Seelenschmerz?

Liebe Grüße

Berlind

Hallo Pia,

sicher ging es jedem von uns schon mal so. Ich denke
es liegt daran, daß wir in diesen Momenten einfach zu
viel ausdrücken wollen, oder uns die Argumente schlicht
fehlen. Diese Hilflosigkeit eine Konversation vernüftig
(oder wie auch immer) zu führen, endet nicht selten
in einer Tränenflut.
Meist sind Menschen, denen es im normalen Leben (in der
Arbeit, unter Freunden etc.) so geht, tatsächlich etwas
labil, sonst würden sie ja gelernt haben, sich mit Worten
zu helfen. Ausgenommen natürlich sind wirklich schmerzliche
Erlebnisse und große Enttäuschung.
Zur Frage nach dem unendlichen Weltschmerz kann ich nur für
mich antworten. Nein den fühl ich nicht, ich hab eingesehen,
daß so etwas nur eine Art Selbstmitleid ist, in dem man sich
ab und an mal gern gebadet hat. Dabei wird alles dramatisiert
und diese Art Tränen unterstreichen die Dramatik noch.
Wieder ausgenommen wirkliche Trauer.
Ob Du da eine Therapie brauchst…ich glaub nicht, vielleicht
etwas mehr Selbstbewußtsein und Übung, die Tränen zurückzuhalten. Aber da ich Dich nicht kenne, kann ich es
freilich nicht wirklich sagen. Rede hier nur aus meiner
Erfahrung.
Traust Du Dir manchmal richtig wütend zu sein und dies auch zum Ausdruck zu bringen (Lautwerden, Vehemenz)?
Würde mich an dieser Stelle echt interessieren.

Liebe Grüße
hd

Ich habe ein paar Gedanken zu einer Situation, die mich auch
selber betrifft!

Dazu vorher folgende Einleitung:
In vielen Situationen, wo ich Wut, Ärger, Angst
…etc…empfinde, kann ich oft nicht anders reagieren, als zu
weinen.
Ich empfinde es oft als störend. Weiß nicht wieso, aber
manchmal ist es auch sehr „erfrischend“ und reinigend. Ich
fühle mich hinterher entspannter und lockerer!

Jetzt meine Fragen.
Wem von euch geht es ähnlich?? Und WIE reagiert Ihr, wenn ihr
spürt, das die Tränen gleich fließen??
Fühlt ihr euch auch labil und denkt ihr dann, daß man sofort
eine Therapie machen muß??
Spürt ihr beim Weinen auch einen unendlich weiten
Seelenschmerz?

Liebe Grüße

Berlind

Traust Du Dir manchmal richtig wütend zu sein und dies auch
zum Ausdruck zu bringen (Lautwerden, Vehemenz)?
Würde mich an dieser Stelle echt interessieren.

Hmmm…Ja…eigentlich schon! Aber…manchmal, des öfteren, werde ich entweder von mir, oder von meinem freund gebremst( wenn ich mit ihm Konflikte habe)
Aber so, wenn ich mich aufrege und so, da werd ich schon laut und WIE…*kicher*
Wenns darum geht, den eigenen gefühlen ausdruck zu verleihen, dann trau ich mich schon!

Bei meinungsverschiedenheiten mit meinem Freund, ist es oft so, das ich meiner Wut und meinem Ärger schon lust mache und auch Ausdruck verleihe…aber nicht lautwerde, weil er es irgendwie immer schafftl das ich es anders tue…aber so kommts dann auch, das ich dann oft auch alleine meine Wut für mich behalte erstmal, und dann, wenn ich weine, dann kommt es erst raus!

Liebe grüße

berlind

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Hi Pia,

ich habe nie verstanden, warum es gesellschaftlich toleriert
oder sogar gewünscht wird, miteinander zu lachen - doch viele
Menschen offenbar mit dem Weinen Probleme haben, insbesondere
wenn sie es selbst tun.

ich habe das auch nie verstanden. Aber warscheinlich, weil es eben ein negatives Ereignis ist und weil es genau die verletzlichsten Stellen eines jeden Menschen präsentiert und vielen menschen genau das unangenehmer nicht sein könnte. Das hat bestimmt auch mit der gesellschaftlichen Entwicklung zu tun.
Wenn ein Mensch verletzlich ist und andere davon mitbekommen, wird das oft ausgenutzt!

Der Grund, warum wir überhaupt „Tränen absondern“ soll ja der
schnelle Ausschuß von Streßhormonen sein, die der Körper
loswerden will. Außerdem kriegt man klare Augen davon (wenn
ich z.B. erkältungsbedingt feuchte Augen kriege, scheinen das
Frauen für Leidenschaft zu halten und ich bin während dieser
Zeit besonders begehrt :wink:)

Deshalb fühl ich mich auch immer so gut, und frei, nachdem weinen!
hihi…dann stehen die bestimmt schlange bei dir oder??*zwinker*

Ansonsten habe ICH früher, wenn ich mit einer Freundin ins
Kino ging und wir uns einen Zeichentrickfilm ansahen, die
Taschentücher gebraucht (während sie völlig teilnahmslos das
Popkorn vertilgt hat).

*seufz*…wie herrlich!!
Ich mag emotionale Männer!
Die sind so einfühlsam und verständig!

Ganz zu schweigen von Puddingwerbungen :wink:

??

Ich denke, je mehr Du Dich in andere hineinversetzen kannst,
desto eher leidest Du auch mit ihnen (also spricht das sehr
für Dich und Du kannst Du stolz auf diese Emotion sein).

*stolzdieBrustschwell*
Hmm;o)Das ist das erste Mal, das jemand das positiv sieht!
Mein Freund sagt immer, ich sei zu emotional, weil ich auch schon so komische Filme wie Arachnaphobia nicht anschauen konnte…und bei Forrest Gump fang ich jedes Mal an zu heulen *sniff*

freudige Grüße

Berlind

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Hi Berlind,

den Großteil meines Lebens habe ich nicht geheult. Heute bedauere ich das. Früher wähnte ich dies als Stärke bzw. Heulen als Schwäche. Teils schämte ich mich der Tränen, schämte mich meiner Schwächen / Unzulänglichkeiten, auch wenn sie noch so menschlich sein sollen und auch sind. Teils schämte ich mich als erwachsene Frau zu weinen. Doch wer sagt, daß Tränen nur Kinder vorbehalten sind? Da habe ich wohl so ein verquertes Denkmuster in mir, so als dürften Erwachsene keine Schmerzen mehr haben bzw. müßten damit souveräner umgehen. Blödsinn. Vielleicht ist auch ein bißchen „ein Indianer kennt keinen Schmerz“ dabei. Ich bin mit Seelenschmerzen in der undenkbar schlechtesten Weise umgegangen: autoaggressiv.

Gerade durch einen selbst nicht gerade einfachen Lebensweg kann ich andere oft recht gut verstehen. Februar 94 begann ich mit meiner ersten homöopathischen Behandlung und hier konnte ich beginnen zu trauern. Was bringen mir die Tränen? Erleichterung, Schmerz ausdrücken und letztendlich ein Loslassen, das frei für Neues und „Besseres“ macht. Loslassen z.B. durch Tränenfluß führt zu mehr inneren Ruhe und Gelassenheit. Wenigstens ist dies meine Erfahrung. Früher war ich rein analytisch unterwegs. Das war teils wie ein Hund der sich um die eigene Achse dreht und sich in den Schwanz beißen möchte. Bei diesen getrübten Sichtweisen konnte ich teils gar nicht auf einen grünen Nenner kommen. Mit den Tränen ist das so eine Sache. Ich habe heute teils gar keine Erklärung was ich warum tun muß, damit etwas ist oder nicht mehr ist. Es wirkt einfach auf einer unbewußteren Ebene. Man kann (leider) nicht alles mit seinen Gehirnwindungen erfassen. Und das Wesentliche ist ja auch eine positive Veränderung.

Heute ist es mir auch noch teils peinlich wenn ich vor anderen zu heulen beginne, doch früher konnte ich nicht heulen bzw. wenn doch, so schämte ich mich in Grund und Boden. Jetzt denke ich mir, daß diese Tränen notwendig sind, einen Sinn haben, sonst kämen sie nicht gefloßen und daß dieser Tränenfluß mir guttut. Und weshalb sollte man sich der Dinge schämen die einem guttun?

Natürlich setzen manche Menschen Tränen auch als Waffe ein bzw. heulen ihre Krokodilstränen. Hysteriker bekommen hierüber ihre gewünschte Aufmerksamkeit. Oder?

Sicherlich gilt es auch zu untescheiden, ob es sich um Freudentränen (lustiger Kinofilm) oder um Tränen des Schmerzes (Partnerverlust) handelt. Dementsprechend unerscheiden sich auch die Salzgehalte.

Wohl werden Tränen einerseits als Schwäche angesehen, doch weniger möglicherweise weil jemand heult, sondern weil viele Menschen mit dem Schmerz anderer nicht umgehen können. Wer selbst wenig oder keinen Trost erfahren hat als Kind, kann auch andere schlecht trösten, um nur ein Beispiel zu nennen.

Ciao,
Romana

Hi Berlind

Ganz zu schweigen von Puddingwerbungen :wink:

??

Kennst Du nicht den Spot mit dem kleinen Jungen, der im verregneten Sommercamp aus Heimweh mit seinem Teddy spricht *schluchz* Dafür haben die Macher wirklich einen Oskar verdient :wink:

Ciao

Uwe

Wenns darum geht, den eigenen gefühlen ausdruck zu verleihen,
dann trau ich mich schon!

Dann scheint ja alles in Ordnung…:smile:))

.aber so kommts dann auch, das ich dann oft auch alleine meine Wut für mich behalte erstmal, und dann, wenn ich weine, dann kommt es erstraus!

Hm… und Du machst es mehr oder weniger mit Dir selber aus.
Ist bei mir genauso. Aber eigentlich nicht gut, denn es führt,
wenns dann mal richtig eskaliert zu Mißverständnissen, weil
das Gegenüber ja gar nicht weiss, nicht wissen kann, wie sehr
einen manches verletzt. Wir zeigen ja nicht, wie tief es
geht. Leider kann ich zu diesem Punkt nichts raten, sonst
würde ich es nicht genauso handhaben…
Vielleicht weiss jemand anderes was dazu.

Liebe Grüße
hd

Liebe grüße

berlind

Hi Uwe!!!

Oh doch, diese Werbung kenn ich!
*sniff*
Und ich finde sie herzlich schön!!

Liebe grüße

Berlind

Wie reagiert man…
Hallo!!

Jetzt habe ich noch eine Frage.
Gestern abend hatte ich noch einen Streit mit meinem Freund.
Es ging um Studium und darum, das ich mein verhalten in gewissen Lebenssituationen ändern solle!

Ich habe die Nacht nicht gutgeschlafen, habe ewig wach gelegen und habe mich schlecht gefühlt.
Denn wieder, so wie es eigentlich ziemlich oft schon der Fall war, war ich schuld aneiner Situation und ich sollte mich ändern.
Das sind solche Situatione, die mich oft zum heulen bringen, weil er wenig einsichtig ist und mir auch immer sagt, ich sei zu emotional und eigentlich an sich nichts bis wenig ändert!
Ich arbeite viel an mir und ich habe auch nach der Therapie viel weiter, alleine, oder mit ihm zusammen gearbeitet.
So blieb mir oft nicht viel anderes, als meine Wut und meine Hilflosigkeit rauszuweinen, und bei solchen Momenten, wenn er mich weinen sieht, dann reagiert er auch ganz anders.

Ich bin der meinung, das man immer was ändern kann, und es auch nichts gibt,worüber man nicht ruhig darüber reden kann!

Wie kann man mit so einem menschen reden darüber, das auch er an sich arbeiten muß??

dankbare grüße
Berlind

Hi Berlind,

ich persönlich glaube nicht, daß man an sich „arbeiten“ muß (es sei denn, man ist Leistungssportler oder Pianistin). Jeder, der nicht gerade mit geschlossen Augen durch die Welt geht (und das tust Du ja eindeutig nicht), wird sich ganz von selbst entwickeln! Natürlich sollte man sich Kritik anhören, aber ganz sicher ist man nicht auf der Welt, um die Erwartungen von irgendjemandem zu erfüllen. Jeder lebt sein eigenes Leben - und je früher man das erkennt, desto besser wird man sich entwickeln (und auch in sich selbst ruhen) können.

Ciao

Uwe

Hej Uwe!!

nachdem ich den Artikel geschrieben hatte, habe ich meinen Mut zusammengenommen und habe mit ihm darüber geredet und ich denke, das sich die Sache jetzt gut aufgeklärt hat!
Und ich habe, auch wenn ich total aufgeregt war, und auch ein wenig Angst habe, nicht angefangen zu weinen, auch wenn mir danach war.
Deine Ansicht finde ich sehr interessant. Ich finde allerdings, das man sich nicht vergessen sollte, in einer Beziehung!
Ich habe einen Freund, übrigends auch einer, der häufig weint, der sich total selbst aufgibt in einer Beziehung!
Das tu ich nicht!

Ich bin sehr froh, das ich den Schritt geschafft habe, mit ihm nochmal darüber zu reden!

Liebe Grüße
und viel Dankbarkeit!
Berlind