Träume und Schlafposition

Hallo!

Ich sitze gerade noch bei meinem Frühstückskaffee. Der Gedanke daran, was ich noch vor einer halben Stunde seelig schlummernd geträumt habe, treibt mir immer noch ein breites Grinsen ins Gesicht, weil es so absurd und witzig ist …

Als ich aufwachte, stellte ich fest, dass ich auf meiner linken Seite lag - was ungewöhnlich ist. Ich habe mir in letzter Zeit angewöhnt, auf der rechten Seite zu schlafen. Jedoch habe ich früher auch schon auf der linken Seite, auf dem Rücken oder auf dem Bauch geschlafen. Nun kommt es mir so, dass ich früher auch häufiger und klarer geträumt habe als heute. Deswegen kam ich auf die Frage: Gibt es Untersuchungen dazu, ob die Inhalt der Träume, ihre Häufigkeit oder ihre Klarheit mit der Schlafposition zusammenhängt? Vorstellen könnte ich es mir insofern, weil die beiden Gehirnhälften ja leicht unterschiedliche Aufgaben haben. Durch die Liegeposition könnte ja z. B. die eine Hälfte besser durchblutet werden als die andere.

Noch eine andere Frage: Wenn ich mich recht entsinne, träumen wir vor allem in den REM-Phasen des Schlafs. Stimmt das? Falls ja: Ist es tatsächlich so, dass wir uns nur an den Inhalt eines Traums erinnern, wenn wir während des Traums aufwachen oder kommt mir das nur so vor? Wenn dem so ist, ist die „Häufigkeit des Träumens“ ja nur subjektiv und hängt nur davon ab, zu welchem Zeitpunkt man aufwacht.

Bin gespannt, was so alles rauskommt!
Gruß, Michael

jeder Mensch wechselt pro Nacht zwischen ca 30 und 100 Mal seine Schlafposition.
Studien über eine Korrelation zwischen Schlafposition und Träumen kenne ich nicht und stelle ich mir auch sehr schwierig vor, da sich ja die wenigsten an ihre Träume erinnern.

Das mit REM-Phase stimmt dahingehend, dass man sich am öftesten und am besten an einen Traum erinnert, wenn man in oder kurz nach der REM-Phase wach wird. Allerdings nicht aussschließlich.

Die Häufigkeit des Träumens bzw das Erinnern daran ist tatsächlich rein subjektiv. Jeder gesunde Mensch träumt jede Nacht mehrere Träume, nur das Erinnern daran ist seltener.

Hallo!

Träume können auf alle fälle von der Sensorik des eigenen körpers beeinflusst sein; beispielsweise von Blasendruck.
Insofern kann ich mir auch vorstellen, dass die Körperhaltung das Träumen (geringfügig) beeinflusst.

Hallo Michael.

Leider kann ich auch nur ein paar eigene Erfahrungen zum Thema bei steuern.

Ich erinnere mich nur an einen Traum, wenn ich direkt daraus erwache und dann darüber nachdenke. An manche Träume, die oft mit irgendeiner Erkenntnis für’s wache Leben verbunden waren, erinnere ich mich noch nach vielen Jahren.

Wenn ich besonders intensiv geträumt habe, werde ich stets in Rückenlage wach, was, wie ich denke, den Umkehrschluss zulässt, dass ich in Rückenlage am intensivsten träume.

Körperliche Zustände können den Traum massiv beeinflussen. Aber auch Geräusche, wie z.B. ein laufendes Fernsehprogramm.

Was mich sehr schnell wach werden lässt, sind aufgeregte Frauenstimmen.

Meine Großtante hat immer behauptet, dass Träume sofort verfliegen, wenn man mit dem Gesicht zum Fenster aufwacht. Könnte was dran sein.

Gruß, Nemo.

Da biust du an den Richtigen gekommen. Ich versuche, mich trotzdem kurz zu fassen.
Die Schlafposition hat, wie alle anderen Körperbefindlichkeiten auch, einen erheblichen Einfluss auf das Träumen. Das Schlafen auf der linken Seite entlastet den Mageneingang, was ein anderes Körpergefühl ergibt. Es fixiert darüber hinaus den linken Arm, dito.
Der Eindruck des häufiger und klarer Geträumt-habens kann - da stimme ich dir zu - von einem langsameren Aufwachen herrühren, und dieses von einem anderen Zeitplan, einer anderen Schlafposition, etc.
Wir träumen nicht nur in der REM-Phase, nur waren die Träume der Delta-PHase lange Zeit unbekannt. Überhaupt sind es ganz verschiedene Vorgänge, die wir als Träume bezeichnen, und von diesen Vorgängen verschiedene Aspekte (es wird zu diesem Thema unter anderem sehr viel wissenschaftlicher Unsinn erzählt).
Es ist aber möglich, sich darauf zu trainieren, mehr von einem Traum wahrzunehmen, als sich in Bildern erzählen lässt, und das ist es was mich so sicher macht betreffs des Zusammenhangs zwischen Körperzuständen und Träumen.

Das ist genau das Problem. Studien sind theoretisch sehr einfach und praktisch sehr schwierig, weil sie eine hohe Disziplin und Bereitschaft der VP voraussetzen. Vermutlich erwägen wenigsten Psychologen und Mediziner eine Einstimmung der VP, sonst hätte es längst sagenhafte Ergebnisse gegeben.

Schon wie dein Arm liegt, kann darüber entscheiden, ob in deinen Träumen ein Tor oder ein Turm erscheint.