Traffoproblem

Hi,
wenn ich einen Traffo mit zwei Primärwicklungen (etwa gleich viele Windungen) und einer Sekundärwicklung (deutlich mehr Windungen) habe und die Sekundärwicklung mit beiden Anschlüssen an eine Primärwicklung anschließe und an die andere eine Wechselspannung anlege, wird dann die Sekundärspannung gaaanz weit hoch transformiert?
Ich hoffe, ich habe meine Frage verständlich formuliert :smile:).
Bye
Moritz.

Hi Moritz

Ich glaube ja mal zu verstehen was du vorhast nur hab ich den eindruck das deine Vorstellung von einem Transformator auf Ideeen fußt die so nichts mit der physikalschen Wirklichkeit gemein haben.

Bei ausführung deines Vorhabens brummt das Ding vor sich hin um schließlich den Hitzetod zu sterben

Ums mal zu veranschaulichen :
Du koppelst ( paralell )einen 12 V akku an einen 24 V Akku und erwartest das sich eine Spannung von 36 V einstellt
Leider wird folgendes passieren:
Der 24 V Akku wird tiefentladen der 12 V Akku „kocht“
und letztlich ist die Energie vepufft die vorher vorhanden war.

OK hinkt wegen gleichstrom aber es wird hoffentlich deutlich.

Was du warscheinlich suchst ist sowas wie ein Spannungsverdoppler
oder ein Hoschspannungskaskade

PS
Zündtrafos aus Oelheizungen machen schon einige „Frankensteinexperimente“ möglich
Spreche aus erfahrung *gggg*

!!! Gefährlich und nicht zur Nachahmung empfohlen !!!

Phagsae

der leider in seiner Jugend nie an 1 A klasse Uran236 gekommen ist um mal nach Tarantula Vorbild Hausspinnen mutieren zu lassen
Alles was spass macht ist verboten :-}

Das erinnert mich an Baron Münchhausen, der sich an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen wollte. Das kann natürlich nicht funktionieren. Mehr als ein Kurzschluß wird dabei nicht herauskommen.
Wenn Du hohe Spannungen erzeugen willst, mußt Du entweder viel wickeln oder mit hohen Frequenzen arbeiten ( z.B. Tesla-Trafo ).
Bei Gleichspannungen gibt es noch andere Möglichkeiten:
Kaskadenschaltungen, Bandgenerator usw.

Jörg

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Hallo,

da die transformation über ein Magnetfeld im Fe-Kern des Trafos realisiert wird, klappt das natürlich nicht… da Du ja dann zwei „gegnerische“ Felder in einem Kern hättest…
um wirklich hohe Spannungen zu erzeugen, musst Du schon Trafos reihenschalten.
Bedenke aber dabei, dass die Theorie irgendwann, ab einer bestimmten Spg., nicht mehr hinhaut, da die (Lack-) Isolation der Wickeldrähte dann durchschlägt.
Gut geht es beispielsweise mit Zündtrafos von Leuchtstoff-Werbeschildern, Buchstabenröhren etc. („Neon“-Reklame).
Die machen 5kV, und auch 10 kV überleben sie, bei doppelter U.
Mfg
Michael Zettler (der gelegentlich auch grössere Blitzchen macht und fotografiert…:smile:

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Hallo Moritz,

zu deinem Trafoproblem hilft Dir vielleicht diese Seite weiter.
http://www.e-online.de/

Aber wenns um Hochspannung gehen soll dann ist diese Seite natürlich besser.
http://warp2.htl-hl.ac.at/~smetana/

Gruss
Pit

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Hallo Moritz.
Eigentlich sollte es für solche Fragen ein Brett ‚Elektrokomik‘ geben. Aber trotzdem ein Hinweis.
Wenn Du mit hohen Wechselspannungen experimentieren möchtest würde ich Dir empfehlen einen klassischen ‚Rumkorff-Apparat‘ (vulgo Induktionsapparat) mit Wagner’schem Hammer als Steuerelement selber zu bauen. Der funktioniert im Grundprinzip wie eine Ottomotor-Unterbrecherzündung, mit dem Unterschied, daß die Motorzündung zwangsgesteuert ist. Erstens ist das Gerät als Hochspannungsquelle vielseitig verwendbar, und beim Bau kann man viel lernen und Erfahrung sammeln. Und Spaß macht es auch.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim