Trafo zieht im Leerlauf auch Strom?

Hallo,

kurze Frage;
Zieht ein Trafo im Leerlauf (auf Sekundärseite keine Last) auf der Primärseite trotzdem noch Strom? Wenn ja, in welchem Bereich bewegt sich das? Ich gehe von einem dieser 12V Halogentrafos aus, die ja meist in Blockform sind.

Gruß, Olaf

Hallo Olaf,
selbstverständlich zieht ein Trafo auch im Leerlauf Strom. Deshalb wird er ja auch warm. Der Strom fließt halt durch den Draht der Wicklung und weil die einen Widerstand hat, wird Wärme erzewugt. Am besten bei einem kleinen Steckernetzteil zu beobachten (die haben besonders hohe Verluste, unter anderem weil ein sehr dünner Draht verwendet wird).

Wie viel Strom da im Leerlauf allerdings fließt, hängt vom jeweiligen Trafo ab. Die kleinen Steckernetzteile können ca. 1Watt verbraten, größere Trafos auch schon mal 3-5Watt. Kommt auf die Qualität und den Typ an.
Gruß
Axel

Hallo Olaf,

schau mal hier. da stehen deine Antworten :smile:

http://www.energie.ch/at/trafo/messung.htm

VLG Alex

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke für die Antworten!
Dass die Spule auf Grund ihres Widerstandes Strom zieht, das hätte mir ja auch selber einfallen müssen…

Hallo Olaf,

Dass die Spule auf Grund ihres Widerstandes Strom zieht, das
hätte mir ja auch selber einfallen müssen…

ich glaube, das hast Du ganz falsch verstanden. Den Leerlaufstrom benötigt der Trafo zur Magnetisierung des Eisenkernes. Da dies aber ein Blindstrom ist, verbraucht er keine Energie und erzeugt auch keine Wärme. Die tatsächlichen Verluste entstehen dann haupsächlich im Eisenkern durch Ummagnetisierung und Wirbelströme. Im ohmschen Spulenwiderstand entstehen dann zwar auch Verluste, die sind aber nur bei sehr kleinen Trafos nicht vernachlässigbar.

Jörg

Hallo Axel,

sorry, aber das stimmt so nicht.

selbstverständlich zieht ein Trafo auch im Leerlauf Strom.
Deshalb wird er ja auch warm.

Man kann zwar aus der Tatsache, dass ein Trafo warm wird schließen, dass er Strom zieht, aber nicht umgekehrt. Der Strom, den ein Trafo im Leerlauf zieht dient der Magnetisierung des Eisenkernes und ist prinzipiell zunächst ein reiner Blindstrom. Erst aus der Summe der Kupfer- und Eisenverluste ergibt sich ein Wirkstrom, der zur Erwärmung führt.

Der Strom fließt halt durch den
Draht der Wicklung und weil die einen Widerstand hat, wird
Wärme erzewugt.

Das gilt aber wirklich nur für sehr kleine Trafos. Im Normalfall sind die Kupferferluste im Leerlauf vernachlässigbar gering und es überwiegen die Eisenverluste, die ja Volumenproportional sind.

Am besten bei einem kleinen Steckernetzteil zu
beobachten (die haben besonders hohe Verluste, unter anderem
weil ein sehr dünner Draht verwendet wird).

…und vor allem, weil man sehr viele Windungen braucht, wodurch dieser dünne Draht dann auch noch wesentlich länger wird als bei größeren Trafos.

Wie viel Strom da im Leerlauf allerdings fließt, hängt vom
jeweiligen Trafo ab. Die kleinen Steckernetzteile können ca.
1Watt verbraten, größere Trafos auch schon mal 3-5Watt. Kommt
auf die Qualität und den Typ an.

Interessant ist vor allem der Wirkstrom und der hängt ganz wesentlich von der Qualität des Eisenkernes ab.

Jörg

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