Trafoleistung rauskriegen

Hallo!

Habe einen Trafo ohne Typenschild oder andere Angaben.
Ich weiß nur, dass eine Sicherung mit 1A/250V davorgeschaltet ist und es zwei Ausgänge mit 16V und 24V (AC) gibt.
Gibt es eine Möglichkeit den Maximalstrom für jeden Ausgang zu bestimmen.

mfg

Meine Daumenregel: Sicherungswert ca. = 2 x Nennstromaufnahme - so habe ich es bei vielen Geräten gesehen. Also: 1,25 A x 240 V = 300 VA, also wird der Trafo ungefähr 150 VA haben.

Andere Methode, aber auch nicht sicherer: Aus der Kerngröße bzw. dem Kernvolumen auf die Leistung schließen.

Richtig wäre, die Erwärmung im Inneren des Trafos unter Last zu messen.

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Hallo,

Habe einen Trafo ohne Typenschild oder andere Angaben.
Ich weiß nur, dass eine Sicherung mit 1A/250V davorgeschaltet
ist und es zwei Ausgänge mit 16V und 24V (AC) gibt.
Gibt es eine Möglichkeit den Maximalstrom für jeden Ausgang zu
bestimmen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Trafo
Grundwissen Transformator-Grundlagen
http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web_ph10/grundwi…
Stromübersetzung am belasteten Trafo
http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web_ph10/versuch…
Transformatoren
http://www.energie.ch/at/trafo/index.htm

mfg

    • Nur ein Ausgang des Trafos kann jeweils belastet werden.
      Anzapfungen an der Sekundärwicklung werden mit der Stromstärke der höchsten Spannung ausgeführt.
    • 1A pri. Absicherung gilt für nur bei Kurzschluß am Trafo.
      Einschaltstrom und Primärabsicherung
      http://www.tauscher-transformatoren.de/html/b_eup.html
      Durch den hohen Einschaltstrom, welcher u. U. den 50-fachen Wert des Nenn-Einschaltstromes erreichen kann, ist eine Absicherung mit entsprechend dimensionierten (trägen) Schmelzsicherungen oder Sicherungsautomaten nur im Falle eines Kurzschlusses, nicht aber bei Überlast gegeben.
  • Bei η 80% wären es ca. 100VA.
  • Daraus ergibt sich bei 16V ca. 6,25A
  • und bei 24V ca. 4A.
  1. Sekundär muß dann entsprechend für Überlast-Strom abgesichert werden.

mfg
W.

Habe Frage
Habe einen Ringkerntrafo, Dimmbar, Regelbar, 500VA für Halogenspots.
Daran angeschlossen, VDE gerecht, 8 Halospots je 50VA = 400VA

Gedimmt wird das ganze Primär mit einen Professionellen Dimmer für Halogenanlagen mit Analogeingang 0-10V.
Auch bei 10-15V Ain steuert er sauber 100% durch.

Pro Minaute wird einmal kurz hoch gedimmt, dann wieder abgedimmt.
EDmax=10/min

Spannungs, Amperemessung, Frequenzmessung und Isolationsmessung auf Primär und Sekundär waren gut. Selbst gemessen.

Nun pfeffert es nach Angaben eines Elektrikers, der noch etwas daran gebastelt hat, dennoch zufällig mal nach einer Woche die Primärsicherung des Trafos.

Mir ist nicht verständlich warum die Sicherung auslöst.

Hallo!

Nun pfeffert es nach Angaben eines Elektrikers, der noch etwas
daran gebastelt hat, dennoch zufällig mal nach einer Woche die
Primärsicherung des Trafos.

Mir ist nicht verständlich warum die Sicherung auslöst.

Ein Transformator kann abhängig vom Einschaltzeitpunkt - besonders ausgeprägt, wenn man zufällig in der Nähe des Nulldurchgangs der Netzspannung einschaltet - einen hohen Einschaltstrom verursachen, der ein Vielfaches des Nennstromes betragen kann und innerhalb einiger Sinusschwingungen der Versorgungsspannung abklingt. Stichwort dazu: Rush-Effekt.

Beim Einphasen-Trafo läßt sich der hohe Einschaltstrom vermeiden, wenn man mit einer geeigneten Steuerung im Spannungsmaximum der Versorgungsspannung einschaltet. Bei kleinen Trafos kann man mit dem Effekt leben, indem man eingangsseitig eine Sicherung mit träger Charakteristik verwendet.

Bei mehrphasigen Transformatoren, insbesondere bei Verwendung von Ringkerntrafos, muß eine Anlaufschaltung eingesetzt werden, um sie überhaupt ans Netz zu bekommen.

Zur Erzeugung eines steifen 3-Ph.-Netzes mit verstellbarer Spannung (für Unter- und Überspannungstests) habe ich 3 Ringkern-Stelltrafos á 10 kVA mit einer gemeinsamen Stellachse in Betrieb. Um die Konstruktion ans Netz zu bringen, liegen im Einschaltmoment Widerstände in den 3 Phasen. Eine Steuerung sorgt dafür, daß die Widerstände nach einer Sekunde mit einem Schütz überbrückt werden, so daß die 3 Trafos dann direkt am 3x400V-Netz hängen.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

Meine Daumenregel: Sicherungswert ca. = 2 x Nennstromaufnahme

  • so habe ich es bei vielen Geräten gesehen.

Sorry, was Du da betreibst, ist gefährliche Kaffesatzleserei.
Primärseitig werden Trafos oftmals nur für den Fall des Trafodefektes abgesichtert. Eine Absicherung gegen Überlast auf der Primärseite bei zwei Wicklungen sekundärseitig ist ziemlicher Unfug.
Zweitens weiß niemand hier, ob überhaupt noch die Originalsicherung drin sitzt. Drittens weiß niemand, was sich der Entwickler bei dieser Sicherung gedacht hat. Vielleicht ging ein kleinerer Wert nur deshalb nicht, weil sonst der Einschaltstrom jedesmal die Sicherung ausgelöst hätte. Oder er hatte grad nichts anderes. Vielleicht war es nichtmal ein Entwickler.

Anhand der Daten würde ich mich nicht trauen, überhaupt eine Aussage zu machen. Aber gleich auf eine derartige Leistung zu tippen halte ich für fahrlässig.

Gruß
loderunner

Hallo Fragewurm,

Habe einen Ringkerntrafo, Dimmbar, Regelbar, 500VA für
Halogenspots.

Nun pfeffert es nach Angaben eines Elektrikers, der noch etwas
daran gebastelt hat, dennoch zufällig mal nach einer Woche die
Primärsicherung des Trafos.

Mir ist nicht verständlich warum die Sicherung auslöst.

Wolfgang hat schon fast alle geschrieben.

Ausser, dass die Einschaltspitze bei Ringkerntrafos besonders stark ausgeprägt ist.

In meiner Lehrfirma hatten wir auch so seinen Stelltrafo wie Wolfgang, allerdings nur einphasig, aber als Isoliertrafo, mit etwa 500VA. Mit einem normalen 10A LS brauchte es etwa 20 Versuche bis man ihn am Netz hatte.
Dabei hat sich dann immer einer an den Sicherungskasten gestellt und der Andere versuchte den Trafo einzuschalten :wink:
Ich habe dann auch einen Vorwiderstand und ein Relais mit Anzugsverzögerung eingebaut. Keine Ahnung wieso der Lehrling das Problem lösen musste, der Trafo war schon Jahrelang vor mir dort :smile:

MfG Peter(TOO)