Hallo,
Im Prinzip ginge auch ein Trafo mit 2 Primär- und einer
Sekundärwicklung.
Ich glaube, darum ging es hier nicht.
Leider würde der bei 50Hz quasi einen Kurzschluss darstellen.
Das wäre mir neu. Im Gegenteil ist sowas recht häufig, da man das gleiche Gerät dann an mehreren Netzen betreiben kann. Natürlich werden die Wicklungen dabei nicht parallel geschaltet.
Bei höchsten Frequenzen aber nicht, da der Induktive
Blindwiderstand direkt proportional zur Frequenz steigt.
Das stimmt so nicht, weil zwischen den Windungen auch eine kapazitive Kopplung besteht. Die Verhältnisse sind deshalb viel komplizierter. Bei ganz hohen Frequenzen ist ein Trafo unter Umständen (je nach Wicklungsgeometrie) sogar ein Kurzschluss zwischen Primär- und Sekundärseite. Und Resonanzfrequenzen gibt es auch noch.
Also je höher die Frequenz, desto kleiner kann Windungszahl
und Trafogröße ausfallen.
Und Kerngröße, nicht zu vergessen.
Dann muss man noch abklären, wie „steif“ der Trafo sein soll.
Für spannungsstabile Netzteile braucht man einen sehr
„steifen“ Trafo (kleine Kurzschlussspannung),
Die Kurzschlussspannung ist immer die gleiche: Null Volt. Der Innenwiderstand muss bei einem solchen Trafo möglichst klein sein.
Wobei sich der Innenwiderstand natürlich nicht einfach aus dem Gleichstromwiderstand der Wicklungen ergibt, da spielen wesentlich mehr Faktoren eine Rolle.
für kurzschlussfeste Anwendungen (z.B. Klingeltrafo) einen Trafo
mit hoher Kurzschlussspannung.
Nö. Da benötigt man einen Trafo mit hohem Innenwiderstand.
Es gibt noch zig Parameter, die der Trafowickler beachten
muss, ist nicht einfach.
Das ist wohl eine ziemliche Untertreibung.
Gruß
loderunner