Tragbare Musikbox zeitweise mit Zetzteil betreiben

servus
ich möchte mir eine tragbare boombox mit einer bleigelbatterie(7Ah) und einem Autoverstärker bauen
der verstärker hat 2x90watt
ich möcht zum einschalten einen schalter einbauen ,da man den verstärker nicht ein-und ausschalten kann sondern ein remotkabel hat
reicht es wenn ich das remotekabel unterbreche 0der fließen dann noch kriechströme die mir die batterie über nacht leersaugen?wenn nein ,sollte ich den schalter am plus oder minuskabel einbauen?haben die schalter in der hauptstromleitung einen zu großen widerstand der mir zuviel strom verheizt?

desweiteren will ich ein kabelquetsche einbauen um über ein netteil den verstärker zu betreiben
geht das überhaupt auf dauer gut?
mein netzteil ist ein normales netzteil mit 12v 800ma ohne einstellungsmöglichkeiten.bedeuten die 800ma das was das netzteil maximal bringen kann,also dass die anlage nur leiser laufen würde da 800ma recht wenig sind (~10watt)
oder dass das netzteil nur bis 800ma belastet werden darf ,und dass soviel strom fließt wie der verstärker braucht, kaputt wird oder sonst einen anderen schaden anrichtet?
desweiteren bin ich mir nicht im klaren was die batterie macht wenn ich die anlage über netzteil betreibe die ich ja nicht immer wieder ein und ausbauen möchte.fließt der strom nur zum verstärker oder will er auch gleichzeitig die batterie aufladen und ich muss die verbindung zur batterie trennen(wenn ja,beide?) oder unterstützt sie das netzteil bei der versorgung vom verstärker?andersrum gedacht,wäre es eine elegante lösung bei ausgeschaltetem verstärker so die batterie zu laden.pluskabel des netzteiles ist ja mit dem pluskabel der batterie zum verstärker verbunden und minuskabel ebenso.wäre das möglich?wenn ein normales netzteil nicht geeignet ist,wie wäre es wenn man ein normales aufladegerät über diese kabelverbindung mit der batterie verbindet?

Tach Niberla!

reicht es wenn ich das remotekabel unterbreche 0der fließen dann noch kriechströme?

Ja, in der Tat. Allerdings nur wenige mA. Das reicht rotzdem um dir einen leeren Akku in wenigen Wochen zu zerstöhren. Problematisch wird es wahrscheinlich, weil die Antiplopschaltung sich darauf verlässt, dass das remote Signal vor der Versorgung unten ist. Heißt, deinen Endstufe könnte sich das Plopfieber holen. Mit einer Diode vor dem remote Eingang kann man dagegen aber impfen.

wenn nein ,sollte ich den schalter am plus oder minuskabel einbauen?

Normalerweise hat man eine durchgehende Masse(Minus) und schaltet die Versorgung(Plus). Wenn man es aber ganz genau haben will sollte man einen Schalter mit zwei Unterbrechern nehmen, die sowohl Masse als auch die Versorgung unterbrechen.

haben die schalter in der hauptstromleitung einen zu großen widerstand der mir zuviel strom verheizt?

Bei deinem Anwendungsfalle würde ich mir nicht den Kopf über Verluste in Schaltern zerbrechen.

desweiteren will ich ein kabelquetsche einbauen um über ein netteil den verstärker zu betreiben geht das überhaupt auf dauer gut?

Du meinst Lüsterklemmen? Mit welcher Mechanik du deine Komponenten zusammenzimmerst ist bei den Strömen eher sekundär. Das Prinzip findet auf jeden Fall in jedem mobilen Radiorecorder Anwendung.

mein netzteil ist ein normales netzteil mit 12v 800ma ohne einstellungsmöglichkeiten.bedeuten die 800ma das was das netzteil maximal bringen kann,also dass die anlage nur leiser laufen würde da 800ma recht wenig sind (~10watt)

800mA sind tatsächlich etwas dünn. Allerdings sind die 2x90W auch eher gelogen. PMPO vielleicht. Sagen wir mal so. Mit 100mW RMS und guten Boxen hast du Zimmerlautstärke. Wenn du ein stärkeres Nt findest ist das gut ansonsten wirst du auch mit diesem was zu hören bekommen.

oder dass das netzteil nur bis 800ma belastet werden darf ,und dass soviel strom fließt wie der verstärker braucht, kaputt wird oder sonst einen anderen schaden anrichtet?

Naja, unter umständen einen Hörschaden. Die Endstufe wird unter der einklappenden Versorgung anfangen zu clipen. Das hört man jedoch recht schnell und ist nicht weiter schädlich.

desweiteren bin ich mir nicht im klaren was die batterie macht wenn ich die anlage über netzteil betreibe

Tja, das ist ein interessantes Gebiet für features. Normalerweise kommt eine dicke Diode in den Plusspfad des Akkus und gut ist. Damit wird verhindert, dass das Netzteil den Akku bestromen kann.

Eine bessere(bzw. erweierte) Lösung ist, neben der Diode eine Ladeschaltung einzubauen. Bei Bleiakkus ist das recht simpel mit einem Strombegrenzungswiderstand gemacht. In deinem Falle würde ein 10Ohm 3Watt Widerling reichen. Allerdings musst du dir dann das Nt nochmal gaaanz genau anschauen. Wahrscheinlich wird das ein sehr billiges ungeregeltes sein. Das heißt, es wird im Leerlauf eher 20V haben. Die Ladeschlussspannung des Akkus liegt allerdings nur bei 14,4V. Du solltest dir also ein anderes Nt besorgen, falls du vorhast den Akku damit zu laden.

Thor

Danke für deine Antwort!!
Wofür brauche ich den Widerstand in dem Ladekreis,wir der Srom nicht schon durch das netzteil begrenzt?!?kann zum laden ja auch mein ladegerät anschließen.kann man dieses auch als bloßes nt für den verstärker missbrauchen?
ist der Ladekreis gedacht mit umschalter,also entweder diode oder widerstand,oder einfach parallel zur diode geschaltet ,endstufe ausschalten=> laden der bat ?

kannst du das mit der diode im remotekabel nochmal erläutern?soll ich die endstufe vor möglichen kurzzeitig rückfließenden strom im remotekabel schützen?also diode sperrt richtung remote?

Niberla

Schmarn Remoteingang. In der Versorgung des Amps meinte ich. Die Idee dahinter ist, dass der Amp sicher einige mF am Eingang hängen hat. Damit wird seine Versorgung nach öffnen des Schalters noch ein paar ms oben bleiben. Diese Zeit kann man nutzen um den Remoteeingang absacken zu lassen. Damit ist die Endstufe aus, bevor die Versorgung unten ist.

Zur Strombegrenzung: Letzten Endes gibt es immer eine Komponente, die den Strom begrenzen wird. Nur sollte das ein Bauteil sein, das man dafür explizit ausgesucht hat. Bei einem Nt würde ich lieber nicht automatisch davon ausgehen, dass es Kurzschlussfest und Dauerüberlastbar ist. Der Widerstand ist einfach dazu da, Hitze zu verbraten, die an der falschen Stelle(zB im Nt) Schaden anrichten könnte.

Praktisch generiert ein Ladegerät auch nur eine Versorgung. Allerdings verhält sich eine Endstufe nicht wie ein Akku beim Laden. Je nach Ladegerät wird es ihr das übel nehmen.
Im simpelsten Falle beinhaltet ein Bleiakkulader genau zwei Bauteile: Einen extrem weich gewickelten Trafo(zB mit Luftspalt) und einen Gleichrichter. Das ist nicht weit von einem normalen Steckernetzteil entfernt. Allerdings müsste man dann die Siebung mit an den Verstärker kleben. Sonst hast du wahrscheinlich ein nettes 50Hz brummen im Hintergrund.

Ich habs mal gezeichnet: http://thorservers.is-a-geek.com/pics/tmp/amp.jpg

Thor

ich werd aus deiner zeichnung nicht ganz schlau.kann die erste diode nicht einfach über die 10 ohm umgangen werden,auch wenn mit dem nt gerade die endstufe betrieben werden soll? soll ich einen kondensator und den widerstand mit einbauen?und warum verbindest du das remotekabel auch mit der masse?
sorry hab nonet so viel erfahrung mit som zeugs

Korrekt, die Diode wird duch die 10Ohm in Sperrichtung gebrückt. Das soll sie auch, denn der Strom der dann durch den Widerstand fließen muss ist der Ladestrom, der ja begrenzt werden soll. Im normalen Entladebetrieb sollen die Verluste durch den Widerstand allerdings so gering wie möglich sein und in diesem Falle brückt dann die Diode den Widerstand.

Das kOhm hängt noch am remote Eingang um es im Ausschaltemoment leerzusaugen. Diesen Widerstand und die dazugehörige Diode würde ich erstmal weglassen. Wenn Die Endstufe dann aber beim Ausschalten plopt könnte das deine Rettung sein.

Thor

ok danke jetzt hab ichs kapiert.werde noch nen zweiten schalter einbauen um die batterie vom kreis zu trennen fürn betrieb mit strom aus der steckdose.sicher ist sicher

was macht der kondensator?soll der die womöglich pulsierende gleichspannung des netzteils glätten?

kann ich eine led einfach parallel zur endstufe schalten?einfach nen widerstand den strom entsprechend auf 20-30ma begrenzen?oder hab ich da nen fehler drin
niberla

Der Kondesnator ist, ganz richtig, zur Glättung. Falls dein Nt eher einen halben Sinus als Gleichspannung rausgibt sollte der das sieben können.

Diode mit Vorwiderstand parallel zum Amp. Ist richtig so. Normalerweise nimmt man bei 12V ein kOhm, dann wird es schon leuchten.

Thor