Tragik der Allemende

Hallo,

ich muss folgende Aufgabe lösen und komme nicht weiter.

  1. Ein Dorf beheimatet 6 Familien, deren jede über ein anlagebereites Vermögen in Höhe
    von 100 verfügt. Was die rentierliche Anlage dieses Vermögens betrifft, soll jede Fa-
    milie zwei Optionen haben: Anlage auf dem Kapitalmarkt zu einem Jahreszinssatz von
    12 % oder Kauf eines 1-jährigen Stiers zum Preis von 100. Sofern ein Stier gekauft
    wird, hat jede Familie kostenlosen Zugang zur Gemeindewiese („Allmende“);
    weidende Stiere benötigen dort keine weitere Aufsicht. Sie Praxis der Stierhaltung
    besteht darin, einen 1-jährigen Stier ein Jahr lang weiden zu lassen und ihn dann als
    2-jährigen Stier zu einem vom Gewicht des Stieres abhängigen Preis zu verkaufen.
    Das Gewicht, das ein Stier – ein Stier sei so gut wie jeder andere – nach einem Wei-
    dejahr auf die Waage bringt, hängt davon ab, wie viele Stiere in diesem Jahr die
    Gemeindewiese beweidet haben. Jede Familie kennt den folgenden Zusammenhang:

Anzahl der Stiere 1 2 3 4 5 6
auf der Weide
Preis pro 2-jährigen 120 118 114 111 108 105
Stier

(a) Wenn jede Familie ihre Entscheidung, ob sie einen 1-jährigen Stier kaufen und ihn
die Gemeindewiese beweiden lassen soll, unabhängig davon trifft, wofür sich die
anderen Familien entscheiden, also ohne ihre Entscheidung mit der anderer
Familien abzustimmen, wie groß ist dann „im Gleichgewicht“ die Anzahl der die
Allmende jährlich beweidenden Stiere?
(b) Vergleichen Sie die Antwort zu (a) mit einer Anlagestrategie, die für das Dorf
insgesamt die ökonomische Rente aus der Gemeindewiese maximiert.
© Angenommen, das Dorf würde die Gemeindewiese an die meistbietende Familie
zur ausschließlichen Nutzung als Weidefläche versteigern. Welcher Preis würde
dann für die Wiese maximal geboten werden? (Hinweis: Kreditaufnahme ist
ebenfalls zum Jahreszinssatz von 12 % möglich)
(d) Skizzieren Sie im Rückblick, welches grundlegende ökonomische Problem mit
dem vorangehenden Beispiel angesprochen wird.

Meine Lösung:

bei Anlage am Kapitalmarkt r mit 12% Ertrag pro Anlage

1x100x1,12 = 112 112
2x100x1,12 = 224 112
3x100x1,12 = 336 112
4x100x1,12 = 448 112
5x100x1,12 = 560 112
6x100x1,12 = 672 112

Stier Preis Ertrag DE(x*p)x GE
GE
1 120 120 120 120
2 118 236 118 116 (=236-120)
3 114 342 114 106
4 111 444 111 102
5 108 540 108 96
6 105 630 105 90

Würde mich freuen, wenn mir jemand helfen kann.

Guten Tag trudde,
hier zeigt sich nicht die Tragik einer Ochsenweide zur gesamten Hand sondern die Tragik der BWL, die jedem Mitspieler suggeriert, komplexe
Dinge ließen sich durch Berücksichtigung von ein, zwei linearen
Zusammenhängen auf die Reihe kriegen. Solange die Studentes sich solchen Blödsinn unter dem Mantel der mathematischen Wissenschaftlichkeit hineintun, kann nichts anderes herauskommen als das, was die Jünger der modernen BWL der Gesellschaft seit Jahren einbrocken.
Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]