Ich würde gerne mal wissen ob jemand weiß, wie die Drahtlängen und Drahtquerschnitte von der Transformatorenleistung abhängen.
Also wann große Querschnitte bei geringen längen verbaut werden und wann geringe Querschnitte bei hohen längen verbaut werden.
Ich will hier jetzt nich das mit der untersetzung wissen.
100 Windungen Primär und 10Windungen Sekundär ergben ein Zehntel der Priemärspannung un das Zähnfache des Primärstroms.
Aber man kann ja auch 1000 zu hundert windungen machen oder 10
zu 1.
Ich suche nemlich einen Transformator der eine Primärspule besitzt in der ein möglichst dünner und Langer Kupferdraht ist verbaut ist.
Für Rat were ich sehr dankbar.
(Wer Rechtschreibfehler findet kann sie gerne behalten!)
Grob gesagt: Je höher die Leistung ist, desto größer ist auch der Kern. Und mit steigender Leistung werden bei 230V-Trafos die Drahtquerschnitte (Durchmesser) „etwas“ größer und die Wdg.-Zahlen „ein kleines bißchen“ kleiner.
Kommentar/Ergänzung
Kleine Ergänzung:
Hier etwas für jemanden, der auf nicht zu schwach angesiedeltem Niveau in die Thematik einsteigen will. Vielleicht auch für Leute, die bezüglich Drehstrommotoren u. deren Anlauf „Probleme“ haben:
Hallo,
schau mal nach dem Stichwort Stromdichte eines Leiters.
Im Draht kann abhaengig vom Querschnitt eine gewisse Stromstaerke sein, wenns zuviel ist wird er zu heiss.
Und in den Eisenteilen kann ebenso eine gewisse Magnetfeldstaerke sein, sonst ist das Eisen in Saettigung und das Magnetfeld steigt bei mehr Strom nicht mehr an.
Folglich werden die Trafos bei mehr Leistung immer groesser.
Um sowas zu dimensionieren, brauchst Du mindestaens noch Materialdaten und die Waermeableitungen der Teile.
Gruss Helmut
Ich würde gerne mal wissen ob jemand weiß, wie die Drahtlängen
und Drahtquerschnitte von der Transformatorenleistung
abhängen.
Statt „Drahtlängen“ sprechen wir mal besser von „Windungszahl“, d.h. der Anzahl Windungen um den Eisenkern herum.
Letzteres - Drahtquerschnitte - ist einfach und hängt von der Leistung ab: Je höher der Strom, desto größer muss der Draht-Querschnitt sein - ich meine mich zu erinnern, dass ca. 4 - 5 A/mm2 üblich sind.
Die Windungszahl hängt von der Spg. ab. Man spricht auch von Windungen pro Volt, d.h. der Anzahl Windungen, die erforderlich ist um 1 Volt zu induzieren. Dieses hängt wiederum vom Eisenquerschnitt ab, der wiederum von der zu übertragenden Leistung abhängt (Näheres dazu siehe Fachbuch ): Größerer Eisenquerschnitt => größeres Magnetfeld => größere Spg. pro Windung (eine induzierte Spg. ist proportional zum „Magnetfluss“).
Puuh - mal wieder schwer in der Erinnerung gegraben …
Ich suche nemlich einen Transformator der eine Primärspule
besitzt in der ein möglichst dünner und Langer Kupferdraht ist
verbaut ist.
Das sollte ein Kleinleistungstrafo für 230 V sein. Aber ob du den da runter kriegst … sehr, sehr fraglich. Statt dir die viele Arbeit mit wahrscheinlichem Misserfolg zu machen - kauf ihn dir.
Als erstes benötigt man die Frequenz und die zu übertragende Leistung. Daraus ergibt sich die benötigte Eisenmenge.
Im Bereich bis einige Kilowatt arbeitet man mit Normkernen von der Stange, da muss man den nächst Grösseren nehmen.
Aus Kern und Leistung ergibt sich dann die Windungszahl. Das Eisen sollte gut „ausgenutzt“ werden, aber keinesfalls in die magnetische Sättigung geraten.
Der Drahtquerschnitt bestimmt die Verluste im Kupfer, hier lautet die Faustregel, dass die Kupferverluste gleich gross sein sollten wie die Verluste im Eisen.
Im nächsten Schritt berechnet man dann das nötige Volumen für den Wickel. Dann muss man sehen ob dies überhaupt auf den gewählten Eisenkern passt. Je nachdem muss man dann einen grösseren Kern nehmen oder man kann die Kupferverluste etwas höher wählen (kleinerer Drahtquerschnitt).
Das ist das Vorgehen für einen Feld-, Wald- und Wiesentrafo.
Ein weiterer Aspekt ist noch die „Steifigkeit“ des Trafos, also der Innenwiderstand. Dieser bestimmt wie stark die Klemmenspannung bei Belastung einbricht. Hier muss man dann nochmals die Drahtquerschnitte entsprechend anpassen.
Schon bei einem einfachen Netzteil aus Trafo, Gleichrichter und Elko, kommen noch einige Betrachtungen zu den auftretenden Spitzenströme hinzu. Wenn man den Trafo extra wickeln lässt, kann man hierbei benötigte Strombegrenzungwiderstände gleich in die Wicklung verlegen.