Ich möchte gern ein Transistorradio bauen.
Wie kann ich das Problem mit dem Empfang, und mit der verzerrungsfreien Verstärkung am unkompliertesten lösen?
Hab leider noch nie die soetwas selbst gebaut, deswegen fehlt mir das Know How so ein Projekt selbst zu realisieren.
Vielleicht könnt ihr mir dahingehend ein paar Tipps oder gescheite Quellen geben.
Hallo, Steve,
wenn Du noch nie so etwas gebaut hast, mußt Du erst ein mal ein bissel Theorie büffeln. Auch Fertigkeit im Umgang mir Lötkolben und grundlegende Kentnis über Art und Funktion elektrischer Bauteile sollte vorhanden sein.
Vielleicht hilft Dir zum Einstieg - weil du halt ein Radio bauen willst - diese Seite: http://home.arcor.de/radio-freak/detektor.htm
Viel Spaß
Eckard.
Hallo Steve
Deine Frage ist wohl etwas komplex .
Aber der Umgang mit dem Lötkolben und andere mechanische Arbeiten stehen wohl an der ersten Stelle . Das sind die Herstellung von Leiterplatten oder einer freien Verdrahtung .
Danach kommen Kenntnisse , welche wohl als recht umfangreich zu bezeichnen sind .
Die Elektronikbaukästen kann ich empfehlen , weil dort verschiedene Prinzipien erklärt werden . Das halte ich auch für eine gute Methode für Kinder und Jugendliche .
Als eine Art von guter Ausbildung in dem Bereich kann man eine Amateurfunkerlizens mit Empfangsgenehmigung bezeichnen , ich bin aber nicht mehr auf dem neuesten Stand , ob es sowas noch gibt usw…
In Deiner Stadtbücherei findest Du reichlich technische Bücher zu dem Thema , man sollte unbedingt vermeiden , einfachere Kenntnisse zu ignorieren .
Im praktischen ist es wichtig , das man keine Störstrahlung fabriziert , weil man sich sonst offizielle Feinde anlockt , die Post ( so hieß es früher) mit Meßwagen steht ruck zuck vor der Tür .
Um Störstrahlung vermeiden zu können , sollte man gute Meßwerkzeuge haben , oder selber bauen können .
Wichtige Begriffe sind Gegenkopplung ( um „wilde Schwingungen“ zu vermeiden ) in den Hochfrequenzstufen , Linearität , Schwingkreis , Tankkreis und Pi-Filter , Paralellkreis und Serienschwingkreis , Hochfrequenztransformator und die verschiedenen Filter und Oszillatoren . Außerdem Arbeitspunkt und dieses Basis- Emitter- Kollektorschaltung .
Linearität in Verstärkerstufen wird z.B. durch Gleichstromgegenkopplung und den richtigen Arbeitspunkt erreicht , und man macht das auch oft für Wechselstrom , um unerwünschte Oszillationen zu vermeiden . Die Linearität ist aber hauptsächlich für die NF-Stufe von Bedeutung , weil es in den anderen Stufen relativ unwichtig ist , bzw. die Amplitude keine relevante Größe erreicht/genug Reserve .
Mit den Halbleiterbauelementen sollte man sich auch etwas auskennen , weil die leicht kapputtgehen , manchmal teuer sind , oder um überhaupt den richtigen zu finden .
Die Erzeugung von Mischfrequenzen für einen Superhet ( empfindlicher Überlagerungsempfänger , ein Standard heutzutage ) stellt eine Schwierigkeit dar . Man verwendet am besten multiplikative Mischung .
Man kann sich auch auf einen Detektor beschränken , und hierbei hat man auch geringere Risiken wie Hausdurchsuchung oder verlorener Arbeitsaufwand ( es wird nämlich zuerst nicht immer alles klappen ), oder falls man Technikfreak ist , gleich einen Empfänger mit integrierten Schaltkreisen bauen .
Es werden auch Bausätze im Elektronikfachhandel angeboten , diese können ( erfolgreich verlötet ) vielleicht schon eine gewisse Befriedigung darstellen .
Auf jeden Fall wünsche ich viel Spaß bei Deinen weiteren Erkundigungen .
MfG
Matthias
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Re^2: offT. -> Bausatz
Hallo Eckard und Steve,
mit Transistoren kann ja heute (fast) jeder, da fällt mir das „Ein-Röhren-Radio“ ein: http://www.jogis-roehrenbude.de/Kurioses/Roehrenradi…
DAS waren noch Zeiten…
Viel Spaß,
Markus
Hallo Eckard
Danke für den Link, das ist doch schon mal was.
Zum Background meiner Frage…
Ich bin Elektrotechnikstudent im 2. Semster und kenne mich schon mit Grundlagen Elektrotechnik und Elektronik aus. Jedoch lerne ich nichts wirklich praktisches. Aus diesem Grunde möchte ich einfach mal mit einem Radio anfangen. Fakt ist, dass ich in der Tat viel zu wenig Erfahrung im Tüffteln und Basteln habe.
Die Schaltung dieses Detektorempfängers ist mir auch geläufig.
Ich bräuchte eigentlich einen Überblick, mit welchen Problemstellungen ich mich auseinandersetzen muß!!! zum Thema Emfang, Verstärkung, übliche Strukturen etc.
Vielleicht hast du dahingend noch ein paar Tipps oder Quellen.
Danke
Steve
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Hallo Steve
Deine Frage ist wohl etwas komplex .
Aber der Umgang mit dem Lötkolben und andere mechanische
Arbeiten stehen wohl an der ersten Stelle . Das sind die
Herstellung von Leiterplatten oder einer freien Verdrahtung .
Danach kommen Kenntnisse , welche wohl als recht umfangreich
zu bezeichnen sind .
Die Elektronikbaukästen kann ich empfehlen , weil dort
verschiedene Prinzipien erklärt werden . Das halte ich auch
für eine gute Methode für Kinder und Jugendliche .
Als eine Art von guter Ausbildung in dem Bereich kann man eine
Amateurfunkerlizens mit Empfangsgenehmigung bezeichnen , ich
bin aber nicht mehr auf dem neuesten Stand , ob es sowas noch
gibt usw…
In Deiner Stadtbücherei findest Du reichlich technische Bücher
zu dem Thema , man sollte unbedingt vermeiden , einfachere
Kenntnisse zu ignorieren .
Im praktischen ist es wichtig , das man keine Störstrahlung
fabriziert , weil man sich sonst offizielle Feinde anlockt ,
die Post ( so hieß es früher) mit Meßwagen steht ruck zuck vor
der Tür .
Um Störstrahlung vermeiden zu können , sollte man gute
Meßwerkzeuge haben , oder selber bauen können .
Wichtige Begriffe sind Gegenkopplung ( um „wilde Schwingungen“
zu vermeiden ) in den Hochfrequenzstufen , Linearität ,
Schwingkreis , Tankkreis und Pi-Filter , Paralellkreis und
Serienschwingkreis , Hochfrequenztransformator und die
verschiedenen Filter und Oszillatoren . Außerdem Arbeitspunkt
und dieses Basis- Emitter- Kollektorschaltung .
Linearität in Verstärkerstufen wird z.B. durch
Gleichstromgegenkopplung und den richtigen Arbeitspunkt
erreicht , und man macht das auch oft für Wechselstrom , um
unerwünschte Oszillationen zu vermeiden . Die Linearität ist
aber hauptsächlich für die NF-Stufe von Bedeutung , weil es in
den anderen Stufen relativ unwichtig ist , bzw. die Amplitude
keine relevante Größe erreicht/genug Reserve .
Mit den Halbleiterbauelementen sollte man sich auch etwas
auskennen , weil die leicht kapputtgehen , manchmal teuer sind
, oder um überhaupt den richtigen zu finden .
Die Erzeugung von Mischfrequenzen für einen Superhet (
empfindlicher Überlagerungsempfänger , ein Standard heutzutage
) stellt eine Schwierigkeit dar . Man verwendet am besten
multiplikative Mischung .
Man kann sich auch auf einen Detektor beschränken , und
hierbei hat man auch geringere Risiken wie Hausdurchsuchung
oder verlorener Arbeitsaufwand ( es wird nämlich zuerst nicht
immer alles klappen ), oder falls man Technikfreak ist ,
gleich einen Empfänger mit integrierten Schaltkreisen bauen .
Es werden auch Bausätze im Elektronikfachhandel angeboten ,
diese können ( erfolgreich verlötet ) vielleicht schon eine
gewisse Befriedigung darstellen .
Auf jeden Fall wünsche ich viel Spaß bei Deinen weiteren
Erkundigungen .
MfG
Matthias
Hallo Matthias,
danke für die ausführlichen Erläuterungen. Noch zu meiner Fragestellung:
Ich bin Elektrotechnikstudent im 2. Semester. Ich habe also eigentlich schon die erforderlichen theoretischen Grundlagen in Elektrotechnik und Elektronik. Nun ist es aber so, dass ich noch nichts prakisches gelernt habe.
Ich bräuchte jetzt Tipps und Erfahrungswerte, mit welchen Problemstellungen ich mich auseinandersetzen muß. D.h. zum Beispiel dass ich weiß wie ich eine Verstärkerstufe designe, weiß aber nicht, mit welchen Eingangs- und Ausgangs- und Störgrößen ich üblicherweise in diesem Fall arbeiten muss. Mir fehlen eben genau diese Grundlagen… Nun hätte ich ein paar Quellen oder Tipps wie ich mir solch Praktischen Grundlagen am effektivsten beibringen kann.
Bei der praktischen Realisierung dürfte ich dann genug Support im Labor haben.
Du könntest dir an deiner Uni das Skript zu den Grundlagen der Hochfrequenztechnik besorgen. Unter anderem wird dort in einer Einführung normalerweise auf Sender- und Empfängertechnik eingegangen, insbesondere auf Modulationsverfahren, Oszillatoren, Mischer, Frequenzumsetzer, Verstärkerentwurf usw… Andere empfehlenswerte Quellen wären vielleicht noch Meike/Gundlach, Taschenbuch der Hochfrequenztechnik, oder der Tietze/Schenk, in dem viele Standardschaltungen sehr ausführlich beschrieben sind.
Hallo, Steve,
vesuche es doch einmal hiermit: http://members.aol.com/do7de/index.htm
insbesondere die Menüpunkte Bastelprojekte und Experimente dürften Dich interessieren und Dir evtl. Anregung geben.
Ansonsten kann ich Dir wie auch schon andere empfehlen, Dich mit Deinem örtlichen Amateurfunk-Ortsverband in Verbindung zu setzen. Dort laufen gelegentlich Bastelkurse oder man kann dem einen oder anderen beim Basteln über die Schulter sehen bzw sich Hilfe holen.
Leider steht kein Wohnort in Deiner ViKa, sodaß Du selbst suchen mußt: http://www.darc.de/referate/oeffent/region/index.html
Wenn Du das nicht magst, kannst Du Dir immer noch im Bastelshop kleine Bastelsätze für alle möglichen Anwendungen kaufen und sie zusammenlöten: von Antimückensummer bis Zwischenverstärker gibt es da eine riesige Auswahl Dümmer wird man davon auf keinen Fall!