Transportmittel: Angst wenn keine eigene Kontrolle

Hallo zusammen!

Bei mir hat sich in der letzten Zeit eine (für mich bisher total ungewöhnliche) Entwicklung von Angstgefühlen ergeben.

Berufsbedingt bin sehr viel im Auto unterwegs, auch schnelle Autos und gelegentlich kleine LKWs.
In brenzligen Situationen reagiere ich anscheinend ziemlich gut, denn bisher ist auch bei Vollbremsungen aus hohen Geschwindigkeiten nichts passiert. Danach zittere ich noch nicht einmal (hatte ich aber früher in solchen Situationen).

Aber das Problem ist:
Sobald ich gefahren werde, also keine eigene Kontrolle über das fahren habe, bekomme ich ganz schnell Angstzustände.

Ein paar Beispiele:
Im Auto als Beifahrer muss ich nur irgendwo weiter vorne Bremslichter sehen und möchte dem Fahrer am liebsten sofort „Pass auf!“ zurufen.
Beim Zugfahren setze ich mich mittlerweile immer auf Sitze, die entgegen der Fahrtrichtung eingebaut sind, damit mich evtl. die Rückenlehne hält und ich nicht nach vorne fliege, falls etwas passiert.
Über’s Fliegen rede ich jetzt mal gar nicht, das vermeide ich sowieso.
Der Skytrain am Flughafen Düsseldorf ist auch heftig für mich, weil er ja schon relativ hoch über dem Boden hängt (ansonsten hab ich aber so gut wie keine Höhenangst).

Ich hab auch schon versucht die Augen zu schliessen, aber dann wird es noch schlimmer. Ich muss schon mitkriegen was um mich herum geschieht.
FAQ 238 habe ich gelesen und werde mal versuchen daran zu arbeiten.

Aber was mich interessiert ist, woher das wohl auf einmal kommen kann.
Wie nennt man das jetzt? Angst vor Kontrollverlust? Übertriebenes Kontrollbedürfnis?

Gruss Froggie

Wie nennt man das jetzt? Angst vor Kontrollverlust?
Übertriebenes Kontrollbedürfnis?

Hi, Froggie!
Vielleicht fehlt dir einfach nur das blinde Vertrauen, die Gelassenheit, machst dir zuviel Sorgen. Vor dem Busfahren kann man schon Angst haben, wenn der Fahrer übermüdet ist. Also wenn du als Beifahrer eine neue Erfahrung erleben willst, dann schließ einfach mal die Augen während der Fahrt - Anschnallen nicht vergessen! - und du wirst überrascht sein, wie einfach das alles ohne Angst geht.
Viel Erfolg
Benedikt

Angstzustände

Hallo Froggi,

ganz klar, bei dir braut sich eine Angststörung zusammen.
Bei mir hat es auch so begonnen.
Zuerst waren es immer die Vorstellungen, was alles passieren könnte, die sich dann ins unermessliche steigerten.

VORSICHT! Versuche, in solchen Situationen Dich zu beruhigen. Und Dir auch vor Augen führen, dass etwas passieren KANN!

also keine eigene Kontrolle:

genau diese Problem hatte, (habe) ich auch.
Ich musste alles kontrolieren. Und sobald ich über mich keine Kontrolle mehr hatte - bekam ich Panik.

Bei mir steigerte sich das dann damit, dass ich vor Krankheiten Angst bekam. (noch weniger Kontrolle über mich)
Um mich dann aber doch zu kontrollieren, vermied ich Dinge wie:
wenig schlaf, schnelle Bewegungen (könnten ja dem Herzen schaden ;-( usw…) (wie bei dir das „richtig sitzen“ im Zug usw.)

Man kann da schon in einem Strudel reingeraten.

Aber was mich interessiert ist, woher das wohl auf einmal
kommen kann.
Wie nennt man das jetzt? Angst vor Kontrollverlust?
Übertriebenes Kontrollbedürfnis?:

Sowas kann jeden passieren (Angsterkrankung hat fast jeder Mensch einmal im Leben - nur bei vielen geht sie wieder weg)

Deshalb, versuche dich damit zu beschäftigen, warum Du diese Kontrolle unbedingt brauchst! Geh zurück in die Vergangenheit. Könnte es mit deiner Fam. zu tun haben?
Hast Du über eine Sache die Dir wichtig war, die Kontrolle verloren?usw.
Vielleicht findest du einen Ausgangspunkt…
Da kannst du dann ansetzten und es aufarbeiten…

nov.

Gruss Froggie