'Trappelt'´s hier schon über?

ich habe loch nangenich fertich:

„Ich habe fertig“ klingt natürlich wie „falsches Deutsch“, klar.
Aber nicht nur ist es nichts weiter als eine Wort-für-Wort-Übersetzung von Italienisch: „(Io) Ho finito“, oder auch: „ho terminato“, und auchnich meint Giovanni: „(mann!) ich bin (vielleicht) fertig!“, sondern es ist auch glz „besseres Deutsch“.
Ebene, weil er nicht „fertich ist“, und vielleicht heute da unten die italienische Sprache auffe Sprünge hilft.
Was er in Wirklichkeit sag(en wollen tute)te:
„Ich habe meine Belehrung an euch fertig!
(und wenn irh wollt, binni fertich und geh!“
Nu isser. Schieße, wa?

meint, moin, manni la talpa

PS: Unnu machter auchnoch mitter Werbung Millionen! Klasse, Gianni!!! Wärn wir doch die „Trapp-Familie“ geblieben!

Inzwischen scheint es ja üblich zu sein, die deutsche Sprache dadurch zu vergewaltigen, daß man Formulierungen und Vokabeln völlig kritik- und sinnlos der englischen Sprache entnimmt (Bsp.: „conditions“ (=Bedingungen) wird zu „Konditionen“, „it makes sense“ (=es hat Sinn) wird zu „es macht Sinn“). Es wird nicht besser, wenn man das mit der italienischen Sprache genauso hält.

Nur: Der Mann ist Italiener und hat einen in Deutschland Arbeitsplatz (gehabt). Insofern ist es schon in Ordnung, wenn er sich die Mühe gibt, eine Pressekonferenz auf Deutsch (neudeutsch: „in Deutsch“ von „in German“) abzuhalten und dabei ein paar Fehler macht. Immerhin ist allein schon im deutschen Profifußball der Anteil derjenigen Sportler, die Interviews (!) auf englisch oder in einem unverständlichen Deutsch geben, gar nicht mal so gering. Mal ganz abgesehen von den Jungs und Mädels in den Pizzerien und Dönerbuden, von denen man auch kein ausgereiftes Hochdeutsch erwartet („mit scharf und Knoblauch?“).

Lustig war es denn aber schon.

Christian

In welcher Donnerbude
Lieber Christian, bisdudenn großeworden?
Unnu inner Paaatsche?

Nur: Der Mann ist Italiener und hat einen in Deutschland

Arbeitsplatz (gehabt).:

„mit scharf und Knoblauch?“ hättste vielleicht geschrieben:
Der Mann ist aus Italien (gekommen und da auch wieder hin) und hat in Deutschland einen Arbeitzsplatz gehabt".

Lustig war es denn aber schon.

Pace,
Manfred immer Jüngerjohann

moderne Zeiten
Ohne Computer würde es viele Anglizismen und sprachliche Krämpfe („downgeloadet“) nicht geben und auch viele neue Arten von Fehlern. So zum Bepispiel den Nachfolgenden, der einfach dadurch entstanden ist, daß den Satz (per Kopieren und Einfügen) mehrfach umgebaut habe (schließlich muß ja einer der Beteiligten über seine Formulierungen nachdenken; ob die Umsetzung dann genauso perfekt ist, steht - offensichtlich - auf einem anderen Blatt).

Nur: Der Mann ist Italiener und hat einen in Deutschland

Arbeitsplatz (gehabt).

Damit kein Mißverständnis aufkommt:

_> Nur: Der Mann ist Italiener und hat einen Arbeitsplatz in

Deutschland (gehabt)._

Aber in der Tat darf so ein Fehler in einem Artikel über sprachliche Grausamkeiten nicht fehlen.

C.

Ich empfehle:
Finnegans Wehg. Kainnäh ÜbelSätzZung des Wehrkess fun Schämes Scheuss von Dieter H. Stündel
ISBN 3861500647 Buch anschauen

Ein Vorbild wäre er…
…für Dich dann auf jeden Fall:

Ebene, weil er nicht „fertich ist“, und vielleicht heute da
unten die italienische Sprache auffe Sprünge hilft.

Vielleicht solltest Du Dir das auf die eigene Fahne schreiben, um nicht „die deutsche Sprache immer absichtlich vonne Sprünge zu helfen“. Das hat sie nicht verdient…

"Ich habe meine Belehrung an euch fertig!

Ich meine an Dich auch.

Gruß von Kubi

Gianni hat Luft
Nun stell dir mal vor, lieber C., Trappatoni hätte gesprochen:
„…Strunz… Nun bin ich fertich!“ oder vielleicht noch mit mitgesprochenem Komma (Pause):
„…Effe…Nun, binn i c h fertich!“
Ganz italinös klänge ja aber: „…nun, haabe i c h fertich!“
Da würde er aber für seine Schuhluft hoide keine soldi kriegen!

Aber in der Tat darf so ein Fehler in einem Artikel über

sprachliche Grausamkeiten nicht fehlen. C.:

Bravo! Bravissimo! Hauptsache, wir alle ham wieder nen Schuldigen für irngwatt.
Die ganz armen anneren: Unschuldig sterben müssen, eines Tages.
Und nichmal ne Audienz beim „Widersacher“.

Echt, Alter: Schuld empfinde ich lange schon als eine „Gnade“, die nur wenigen „zuteil“ wird. Gar kein ein. Auch die muß man täglich sich erobern. Und kann sie dann erst überwinden.
Bush scheint etwas verhaltener. Hatscha auch schon „genuch“ Schuld erobert. Oder watt hamdida watt noch Hinterhältigeres vor?
(Mein Doppelwatt ist nicht durch Umstellung mittels PC entstanden!)
Gruß, moin, manni.

P.S.: eine der ersten „sprachlichen Grausamkeiten“ im Deutschen ist wahrscheinlich der (neureiche) fauteuil´, nach E. Wasserzieher eine "Rückwanderung" aus dem Französischen, nämlich des "ursprünglich reinrassigen deutschen" Faltstuhls´.
Vorform für beide ist aber wohl eher der fränkisch-althochdeutsche faltstuol´ und möglicherweise aus dem Gotischen? Grausam empfände ich, wenn schließlich alle deutschen Mode-Italienerinnen nur noch "lunasüchtig" sind, plötzlich. Und nur noch Bread&bekfast statt Brötchen auffen Tisch bringen in Deutschland. Aber auch, wenn die deutschen Bäcker ihr Meterbrot´ plötzlich nur noch Baguette´, nennen würden. (Ich bin übergens Bäckersohn). Aber Sprache war immer schon Moden unterworfen (darin auch hat sie immer gelebt; und die französische apart akzentuierte Aussprache (wie etwa: rieng´, deutsch gesprochen) ist vielleicht, genau wie die polnisch-schlesische (`Wauengßa´, dito), nur in einer „Modeerscheinung“ hängengeblieben.