Hallo,
ich habe im Garten einen kleinen Weinstock mit
roten, reifen Trauben. Daraus will ich Saft machen,
habe jedoch keinen Entsafter…
Voriges Jahr habe ich das auch probiert und der
Saft war einfach nur schrecklich, er schmeckte so,
dass man ihn nicht trinken kann.
Hatte jetzt vor, die Trauben einzeln zu entstielen und
dann mit dem Pürierstab zu zerkleinern und durch
ein Haarsieb zu streichen. Genau SO habe ich es
im Vorjahr auch gemacht - warum der Saft da ungenießbar
war, keine Ahnung
WAS kann ich machen, dass dieser Saft nicht wieder
so schrecklich (bißchen nach Schwefel oder so…)
schmeckt?
die letzten Jahre habe ich die Trauben aus unserem Garten zu Gelee verarbeitet, als Vorstufe habe ich den Saft ausgekocht. Einfach die Trauben in einen grossen Topf und vorsichtig erhitzen bis die Trauben platzen. Zum Saft hat es nicht wirklich getaugt, da er doch etwas zu viel Saeure hatte, aber mit Vanille, Pfefferminze und Chilli gab es ein super Gelee.
Ansonsten könnte ich mir als Grund denken, dass du durch das Pürieren die Kerne zerkleinert hast. Die schmecken etwas seltsam. Besser wäre es, auf diesen Zwischenschritt zu verzichten. Dafür bietet sich bspw. eine Flotte Lotte an, die kann man für alles mögliche gebrauchen…
WAS kann ich machen, dass dieser Saft nicht wieder
so schrecklich (bißchen nach Schwefel oder so…)
schmeckt?
vor allem: nicht pürieren:smile:. im traubensaft hat weder das fruchtfleisch noch die haut oder die kerne etwas zu suchen.
pack’ deine weintrauben (wenn möglich, ohne stiele) in ein geschirrtuch, rolle es wie einen schlauch zusammen und drehe dann die enden immer fester, bis kein saft mehr ausläuft. dann öffnen, trauben durcheinanderschütteln und vorgang wiederholen. jetzt kannst du noch mit dem handballen auf den traubenkuchen draufdrücken. fertig ist der traubensaft, eventuell mit zucker nachsüssen. schnell austrinken oder sofort sterilisieren (kurz auf 80° erhitzen) und luftdicht verschliessen.
den übriggebliebenen traubenkuchen kannst du weiterverarbeiten: zu grappa beispielweise:smile: