Trauer um Michael Jackson...->

Hi,

umso mehr überrascht mich diese unsäglich trauer die ich
verspüre - er (michael jackson) war ja diesbezüglich in
letzter zeit nicht aktiv und trotzdem bin ich dauernd am
heulen u. bekomme mich nicht mehr ein…

Dieser Mensch war jahrzehntelang auf der Bühne und hat seither für uns gesungen und getanzt. Durch die Medien wurde er zu einem Teil unseres Lebens und unserer Erinnerungen. Man muss kein Michael Jackson Fan gewesen sein um den Schmerz des Verlusts zu spüren. Es genügt wenn man über Jahrzehnte mit seinen Songs aufwächst und hier und da einpaar skurille Informationen über ihn aufgegriffen hat.

Selbst war ich auch kein Superfan von diesem Künstler, aber seine Todesnachricht hat mich auch vom Hocker gehauen. Denke mal, dass das auf viele Tausende, wenn nicht gar Millionen, Menschen zutrifft.
Du bist mit deinem Entsetzen und deiner Trauer also nicht alleine.
Der Mensch der uns als Michael Jackson vorgestellt wurde hat über Jahrzehnte die Welt unterhalten.

wieso ist das so arg jetzt? und wie gehe ich damit jetzt um?
sollte ich tv-sendungen etc eher meiden oder es gerade schaun?

Weil er ein Teil deines Lebens wurde! Er starb mit 50 Jahren und war das erste Mal mit 10 Jahren auf der Bühne. In den vergangenen 40 Jahren hat er uns alle mit seinen Songs geprägt bzw. beeinflusst. Es ist ganz normal, wenn man um jemanden weint der eine Rolle in unserem Leben spielte und nun die Bühne verlassen hat.

Grüsse

Hallo Roland und Alle,

bei ersterem hast Du bestimmt recht- es war nur eine Vermutung, dass der Erfolg mit den OPs gekommen ist. Dennoch: Durch die OPs hat er sich in jedem Fall „interessant“ gemacht, auch für diejenigen, die seine Musik nicht besonders interessiert hat (Klatschpresse).

Außerdem hatte er ja einen Grund für die OPs, und kein Grund ist es, „nicht alle Tassen im Schrank“ zu haben. Im Gegenteil ist der Grund für die OPs und die fehlenden Tassen vermutlich derselbe.

Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Aber das fällt vielen Menschen nun mal nicht so leicht, da sie z.B. eine „schwierige Kindheit“, durch verschiedene Krisen hindurch mussten.

Die Familie ist die Vermittlungsinstanz zwischen Gesellschaft und Individuum, dazwischen kann man keine Mauern ziehen.

Der Rückschluss auf die Gesellschaft ist nicht so einfach und muss erklärt werden, aber das bedeutet nicht, dass es ihn nicht gibt.

Jeder Mensch ist anders, und gerade Geschwister gehen doch oft ganz unterschiedliche Wege. Außerdem: durch das Abschreckungsbeispiel MJ hatten es andere nicht nötig, denselben Fehler in demselben Umfang zu machen.

Wer guckt nicht gern hin, wenn sich jemand in aller Öffentlichkeit selbst zerstört? (Sh. „nekrophiler Charakter“ bzw. "destruktiver Charakter nach Erich Fromm - „Gesellschaftscharaktere“, damit meine ich auch die Zuschauer).

MJ hatte ganz offensichtlich in seiner Familie eine schwere Stellung. Sonst hätte er einen geordneteren Geschirrschrank da oben.

So wenig Menschen, die sich umoperieren lassen oder sonstwie dem Zerstörungs- bzw. Optimierungswahn fröhnen, gibt es heutzutage, und zwar in UNSERER GESELLSCHAFT, wohl nicht.

Oh jeh, jetzt war es wieder die Gesellschaft. Weder seine
Geschwister noch andere Superstars hatten es jemals nötig sich
eine Bröckelnase verpassen zu lassen. Es war ganz allein seine
und nur seine Entscheidung, so auszusehen wie er schließlich
aussah, mit allen Konsequenzen. Auf so eine Idee kann nur
jemand kommen, der nicht alle Tassen im Schrank hat, wenn ich
mal so sagen darf. Seine weniger erfolglosen Geschwister oder
andere mittelmäßige Künstler müssten sich dann ja eher
gezwungen fühlen, solche gravierenden Veränderungen
anzustreben als ein Superstar wie M.J.
Lass die Gesellschaft da mal außen vor. Menschen sind für ihr
Tun und ihre Entscheidungen in erster Linie selbst
verantwortlich, auch die großen Stars.

Tu ich nicht und nie und nimmer!

MJ ist unser Spiegel (in dem man nicht nur das Schöne sieht)

gruß Anwärter

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