Trauer um Michael Jackson...->

Hi,

den king of pop durfte ich so ab dem 11. lebensjahr erleben. ich fand seine musik toll, die show, den tanz…
ich war aber nicht in ihn „verliebt“ oder ähnliches

umso mehr überrascht mich diese unsäglich trauer die ich verspüre - er (michael jackson) war ja diesbezüglich in letzter zeit nicht aktiv und trotzdem bin ich dauernd am heulen u. bekomme mich nicht mehr ein…

es war heute morgen ein echter schock, ich muss das im halbschlaf schon gehört haben (mein radiowecker läuft immer ewig bis ich aufwache - richtig und aufstehe) jedenfalls bin ich wachgeworden und dachte - was träumst du den für nen sch…

und gleich dann kam im radio: " der king of pop, michael jackson ist tot" ich war wie gelähmt…und seither bin ich den tränen nahe,näher am nähesten…

wieso ist das so arg jetzt? und wie gehe ich damit jetzt um? sollte ich tv-sendungen etc eher meiden oder es gerade schaun?

momentan bin ich echt verwirrt über diesen zustand…

ich danke euch schon jetzt herzlich für hilfe u. meinungen

lg

Ich habe heute Morgen beim Frühstück vom Tode Michael Jacksons erfahren. Und ganz anders als das bei Dir der Fall ist, hat mich das ziemlich kalt gelassen. An meinem Tisch saß aber eine junge Kollegin, die ehrlich geschockt war und es gar nicht glauben wollte, als ihr davon erzählt wurde.

Was Du jetzt erlebst, ist meiner Ansicht nach völlig normal. Michael Jackson ist in gewisser Weise ein Teil Deines Selbst gewesen (in der Art und Weise, wie der gute alte William James das verstanden hat). Ganz lange gehörte er gewissermaßen zu Dir - sein Tod ist ein Verlust für Dich. Und da ist die Trauer, die Du jetzt erlebst, eine ganz verständliche Reaktion.

Schau Dir ruhig ein paar der Sendungen an, die jetzt wahrscheinlich in allen Fernsehprogrammen gesendet werden. Auch das kann ein Weg sein, Abschied zu nehmen.

Gruß
Arbeyterson

Hi Pudeline,

wieso ist das so arg jetzt?

er ist Dir eben sehr nah, Du kennst ihn (fast) Dein genzes Leben lang.

und wie gehe ich damit jetzt um?
sollte ich tv-sendungen etc eher meiden oder es gerade schaun?

Das kann Dir von uns niemand sagen.
Jeder geht mit Trauer unterschiedlich um.

Aber Du merkst sicher, was Dir nicht gut tut, und was weniger arg ist.
Mach dann das, was weniger arg ist.

Gandalf

Hallo

den king of pop durfte ich so ab dem 11. lebensjahr erleben.
ich fand seine musik toll, die show, den tanz…
ich war aber nicht in ihn „verliebt“ oder ähnliches

ja, zu dieser Zeit gings bei mir auch los! Ja und verliebt war ich auch nicht, aber der Typ hatte einfach eine tolle Ausstrahlung auf mich.

umso mehr überrascht mich diese unsäglich trauer die ich
verspüre - er (michael jackson) war ja diesbezüglich in
letzter zeit nicht aktiv und trotzdem bin ich dauernd am
heulen u. bekomme mich nicht mehr ein…

Also heulen musst ich nicht aber schlucken musst ich schon, aber wie Gandalf bereits schrieb: Er gehörte zu deinem Leben dazu. So wars auch mit mir. Und deshalb ist das sicher in Ordnung wenn dir grad weh ums Herz ist.

es war heute morgen ein echter schock

Das wars auf jeden Fall.

wieso ist das so arg jetzt? und wie gehe ich damit jetzt um?
sollte ich tv-sendungen etc eher meiden oder es gerade schaun?

grad schau ich im ersten das Dangerous-Tour-Concert in Bukarest an und ich hab die Songs laaaange nicht mehr so intensiv gehört. Und es macht mir riesen Spass Michael abrocken zu sehen. Das tut mir grad gut. Probiers : Michael lebte für seine Musik und seine Fans und er wäre sicher nicht froh darüber wenn wir uns jetzt hier alle die Augen ausheulen oder arg traurig sind.

LG und *knuddel*

Hi,

dieser Prominenten-Hype hat doch nur eine Stellvertreter-Position für alle möglichen eigenen Ängste. Der liebe Jackson war eine sinistre Figur, der ein Stück Pop-Geschichte geschrieben hat - na und?

Gruß,

Anja

artefakt

Michael
lebte für seine Musik und seine Fans

klar, nichts sonst. eigentlich ein fall für die glaubensbretter.

arg traurig
*knuddel*

diddl?

e.c.

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Hallo,

Derliebe Jackson war eine sinistre Figur, der ein Stück
Pop-Geschichte geschrieben hat

Ich fand seine Musik klasse, fand sein Leben wunderlich und ungewöhnlich… seine Operationen unnötig,… aber trotzdem sage ich … er prägte die Zeit und die Menschen und das kann man nicht mehr ändern… das ist das einzige was bleibt… und dies macht mich auch wieder traurig… wie vergänglich unser Dasein ist.

LG

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Hallo,

ein Mensch, den Du ein halbes Leben lang kanntest, ist gestorben.
Er ist WEG.
Einfach so.
Ohne Vorankündigung.
Er war nicht ur-ur-alt oder todkrank oder sonstwas.
Trotzdem gibt es diesen Menschen niemals wieder.

Was Du heute empfindest, können alle Menschen nachvollziehen, die ebenfalls einen Mensch verloren haben, der ihnen wichig war. Du bist ncht allein mit Deinem Gefühl.

Bedenke Eines: Heute, am 26. Juni 2009, haben auch Kinder ihre Mutter oder ihren Vater durch Tod verloren, eine Frau ihre Freundin, ein Bruder seine Schwester oder eine Omi ihr Enkelkind.

Der Tod kommt immer plötzlich, unerwartet und für die Aussenstehenden unbegreifbar schmerzhaft.

Michael Jackson war besonders. Auch für Dich. Du sollst Dich an ihn, seine Art, erinnern und um ihn trauern. Das ist ganz normal.

Viele Grüße
Marlena

Hi Anja,

Der
liebe Jackson war eine sinistre Figur, der ein Stück
Pop-Geschichte geschrieben hat - na und?

nana, warum so rational :wink:

Seine Mucke war nie mein Ding, auch wenn sie m.E. nicht schlecht war, aber er hat einen immensen Einfluß gehabt, weit über seine Musik hinaus.
Als John Lennon oder Heinrich Böll starben, hatte ich auch einen Klos im Hals.

Gandalf

Hallo,

umso mehr überrascht mich diese unsäglich trauer die ich
verspüre - er (michael jackson) war ja diesbezüglich in
letzter zeit nicht aktiv und trotzdem bin ich dauernd am
heulen u. bekomme mich nicht mehr ein…

So geht es ja weltweit vielen Leuten. Und ich muß ehrlicherweise sagen, daß ich das nicht begreifen kann. Wenn mal wieder ein Promi aufgrund seines ungesunden Lebesstils frühzeitig abtritt, finde ich das immer schade und je nach dem, wie ich persönlich seine künstlerischen Leistungen bewerte oder je nach dem, wie sehr mich die Todesursache berührt, beschäftige ich mich unterschiedlich lange damit. Aber dieses kollektive Geheule kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Ohne dem Einzelnen seine Gefühle absprechen zu wollen, muß ich sagen, daß mich dieses Massenverhalten eher ängstigt. Denn durch den Tod eines Michael Jackson verändert sich nichts auf der Welt. Er ist schon lange nicht mehr der musikalische Impulsgeber unserer Zeit. Er war zum Schluß die bedauernswerte Karrikatur eines einstmals gut aussehenden und talentierten Musikers. Ob er heute noch lebt oder nicht, hat keinen wirklichen Einfluß. Warum also weinen die Menschen. Warum weinen sie weitaus weniger, wenn Personen sterben, die auf ihre Mitmenschen, auf politisches Geschehen, auf ganze Völker Einfluß hatten, plötzlich sterben.

Aber vielleicht hat diese beinahe schon kollektiv anmutende Reaktion auch einfach nur einen Ventilcharakter. So wie viele Menschen im Kino oder vor dem Fernseher heulen. Vielleicht brauchen wir Menschen diese Stellvertreter, um seelisch gesund zu bleiben. Ist nicht so auch Schauspiel und Theater entstanden?

wieso ist das so arg jetzt? und wie gehe ich damit jetzt um?
sollte ich tv-sendungen etc eher meiden oder es gerade schaun?

Ich würde an Deiner Stelle so viel wie möglich darüber lesen und hören und auch darüber reden. Wie bei jeder ordentlichen Trauer gehört viel davon nach außen gebracht. Das Erleichtert, ebenso wie die Tränen.

momentan bin ich echt verwirrt über diesen zustand…

Das finde ich sehr gut, denn das zeigt, daß Du dieser starken Reaktion auch mit etwas Distanz gegenüber stehts und das ist sicher angebracht, denn es ist (zum Glück) weder Dein Bruder noch Dein Freund noch Dein Vater gestorben, sondern ein Mensch den Du nicht selbst kanntest, sondern von dem Du etwas kanntest, seine Musik, seine Bilder und an Persönlichkeit das, was seine Presseverantwortlichen an die Öffentlichkeit gelassen haben. Bei allem starken Gefühl mußt Du Dir darüber im Klaren sein, daß Du nicht um ihn trauerst, sondern um die Resonanz in Dir, die er mit dem was er darstellte in Dir auslöste.

Trotzdem wünsche ich Dir viel Kraft für die nächsten Tage und ein paar verständnisvolle Menschen in Deiner Umgebung.

Liebe Grüße

Avera

Hi,

ich muss zwar nicht weinen und ich war auch nie ein großer Fan von Michael Jackson, aber mich hat es auch geschockt. Ich glaube, das hat weniger damit zu tun, dass es gerade Michael Jackson war. Ich habe eher das Gefühl gehabt, dass wieder ein Teil meines Lebens abgeschlossen ist, weil jetzt die „Idole“ der Jugend anfangen, wegzusterben, Dinge, die man sein Leben lang als zum Leben zugehörig gesehen hat, verschwinden - ein Zeichen, dass man älter wird. Und das kann halt Angst machen. So würde ich es jedenfalls interpretieren.

Gruß
Cess

Hi Cess,

Ich habe eher das Gefühl gehabt, dass wieder ein
Teil meines Lebens abgeschlossen ist, weil jetzt die „Idole“
der Jugend anfangen, wegzusterben, Dinge, die man sein Leben
lang als zum Leben zugehörig gesehen hat, verschwinden

das wird viel schwieriger, wenn die Freunde in „jungen“ Jahren beginnen, „wegzusterben“.

  • ein
    Zeichen, dass man älter wird. Und das kann halt Angst machen.

Ob das mit „Älterwerden“ zu tun hat - da bin ich mir nicht sicher. Vielleicht wird einem die eigene Sterblichkeit nur bewusster.

So würde ich es jedenfalls interpretieren.

Das ist sicher so ein Fall, wo sich - mit dem Hintergrund der eigenen Lebenserfahrung - eine Vielzahl von Interpretationen ergeben, wo nicht von „richtig“ oder „falsch“ ausgegangen werden kann.

Gruß,

Anja

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Hallo,

selbst war ich kein Fan von Michael Jackson und sein Leben hatte kaum Bezug zu meinem. Mich beschäftigt sein Tod aber auch. Er hat den großen Traum von Erfolg und Ruhm, der in uns / unserer Gesellschaft wohnt, verwirklicht (kommend aus unterprivilegierten Verhältnissen) und ist genau daran auch gescheitert. Um anerkannt zu werden, hat er sich zu einem Weißen „ummodeln“ lassen, hat also seinen Traum verwirklicht und sich doch nicht vollends angepasst: das kleine Kind sah man immer durch die Maske hindurch (aber jetzt hat die „Welt“, haben die äußeren Umstände gegen es gewonnen)*. Traurig finde ich auch, dass er, hätte er sich nicht durch Operationen selbst verstümmeln lassen, wohl auch nicht so erfolgreich gewesen wäre.

Michael Jackson hat vielleicht mehr mit unserer gemeinsamen (Gesellschafts-)identität zu tun als wir denken.

VG
Anwärter

diddl?

diddl²

Zustimmung
Hallo Cess,

aber ganz haargenauso sehe ich das auch. Um es mal martialisch auszudrücken, ist es doch eben so, dass die Einschläge immer näher kommen, nicht wahr?

Genauso ging es mir bei James Brown, Johnny Cash etc. Wie, die sind tot? Können die überhaupt sterben?

Gruß

Annie

ich möchte mich bei all denen bedanken (ausser bei uli schmitz) die mir mit ihren posts geholfen haben die situation zu verstehen. der schmerz ist noch da - aber ich kann damit jetzt zumindest umgehen u. ich finde es jetzt nicht mehr beängstigend, dass mich das getroffen hat bzw. deutl. mehr berührt hat als ich angenommen hätte…

nochmals vielen dank…

lg

Wer die Wahrheit sagt, sollte einen Fuß im Steigbügel haben …

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[Mod] Bitte bei der Sache bleiben
Hallo!

Den Thread, welcher Stein des Anstoßes gewesen ist habe ich zwischenzeitlich gelöscht. Meiner Meinung nach hatte er nicht die Intention, ernsthaft auf die Frage zu antworten und war daher deplatziert.

Genauso deplatziert wäre ein weiterer öffentlicher Streit hier, deswegen bitte ich davon abzusehen.

Persönlich halte ich es darüber hinaus für äußerst bedenklich, gerade über Verstorbene (wie immer man zu denen stehen mag) Dinge öffentlich zu behaupten, welche unter Umständen das Zeug dazu haben (auch im rechtlichen Sinne) eine Verunglimpfung, Beleidigung oder Verleumdung darzustellen, vor allem wenn diese Dinge durch nichts bewiesen sind.

Lieben Gruß
Patrick

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so sehe ich es auch -meine frage galt ja nicht der person selbst…

sondern es ging um mich! von daher find ich die entscheidun u. den kommentar super!

Hallo Anwärter,

Traurig finde
ich auch, dass er, hätte er sich nicht durch Operationen
selbst verstümmeln lassen, wohl auch nicht so erfolgreich
gewesen wäre.

Das stimmt so wohl nicht. M.J war schon in den 70ern ein Star als Sänger bei den Jackson Five. 1972 hatte er schon seinen ersten Nummer 1 Hit. Ende der 70er Anfang der 80er wurde er zum Superstar. Thriller erschien 1982. Wann genau er mit Schönheitsoperationen anfing, weiß niemand so genau, aber auf jeden Fall zu einem Zeitpunkt als er schon ganz oben war.
Es sieht eher so aus, als ging es nach seinen deutlichen Veränderungen rapide bergab.

Michael Jackson hat vielleicht mehr mit unserer gemeinsamen
(Gesellschafts-)identität zu tun als wir denken.

Oh jeh, jetzt war es wieder die Gesellschaft. Weder seine Geschwister noch andere Superstars hatten es jemals nötig sich eine Bröckelnase verpassen zu lassen. Es war ganz allein seine und nur seine Entscheidung, so auszusehen wie er schließlich aussah, mit allen Konsequenzen. Auf so eine Idee kann nur jemand kommen, der nicht alle Tassen im Schrank hat, wenn ich mal so sagen darf. Seine weniger erfolglosen Geschwister oder andere mittelmäßige Künstler müssten sich dann ja eher gezwungen fühlen, solche gravierenden Veränderungen anzustreben als ein Superstar wie M.J.
Lass die Gesellschaft da mal außen vor. Menschen sind für ihr Tun und ihre Entscheidungen in erster Linie selbst verantwortlich, auch die großen Stars.

Gruß
Roland

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