Traueranzeigen Zeugen Jehovas

Hallo alle !

In letzter Zeit fällt mir auf, dass ZJ-Mitglieder, welche verschieden sind, in der örtlichen Tageszeitung per Anzeige betrauert werden wie alle anderen Leute auch. Ort und Datum der Trauerfeier wird bekannt gegeben und der Zeitpunkt der Urnenbeisetzung ebenso. Dass es sich um Mitglieder dieser Gemeinschaft handelt, geht nur indirekt aus dem Text der Anzeige ( Gottesname ) und der Ortsangabe der Feiern hervor.

Widerspricht nicht a) die Einbeziehung bzw. der Wunsch nach Anteilnahme der öffentlichen Welt und b) eine Verbrennung des Leichnams grundsätzlichen Prinzipien oder ist das alles neu ?

Viele Grüße

HM

Hallo Herr Meyer

Widerspricht nicht a) die Einbeziehung bzw. der Wunsch nach
Anteilnahme der öffentlichen Welt und b)

Bezüglich Traueranzeigen kenne ich nichts, was dagegen spricht. Es dürfen keine heidnische Riten verwendet werden, z.B., dass die Witwe mit einen Familienangehörigen schläft, wie es in manchen Afrikanischen Ländern brauch ist, oder dass den Ahnen geopfert werden muss.

Wenn ein Brauch ortsüblich und keinen religiösen oder politischen Hintergrund hat, spricht nichts dagegen.

eine Verbrennung des
Leichnams grundsätzlichen Prinzipien oder ist das alles neu ?

Im Katholizismus, im Judentum oder Islam sind Verbrennungen unerwünscht. Die Vorstellung der Auferstehung spielt dabei eine Rolle.
Da Gott gemäß den Vorstellungen der Z.J. keine Überreste braucht, um einen Menschen wiederauferstehn zu lassen, ist es egal was mit dem Leichnam geschieht.

Gruß
Carlos

hallo Carlos,

Da Gott gemäß den Vorstellungen der Z.J. keine Überreste
braucht, um einen Menschen wiederauferstehn zu lassen, ist es
egal was mit dem Leichnam geschieht.

was auch logisch ist: sieh Dir mal einen Leichnam nach mehreren tausend Jahren an! Da ist nichts mehr vorhanden: nur noch Staub!
Oder, was passiert dann mit menschen, die durch einen Unfall vollständig verbrannten? dürfen die nicht mehr wiederauferstehen?
Außerdem weiß doch keiner, was unter „Wiederauferstehung“ genau gemeint ist: als leib, wie zur menschlichen Existenz, als Geist (nicht der im Laken!!:smile:), als Wesen in einer anderen Dimension…? usw.
Lassen wir uns überraschen, was er mit uns vorhat, oder?
Eins dürfte sicher sein: die Verbrennung des Abfalls des menschlichen Lebens würde einem Gott nicht hinderlich sein!
Grüße
Raimund

hallo,

Eins dürfte sicher sein: die Verbrennung des Abfalls des
menschlichen Lebens würde einem Gott nicht hinderlich sein!

das ist durchaus möglich. dennoch kann so eine verbrennung den hinterbliebenen in ihrer erinnerung hinderlich sein. und auch das, so finde ich, abgesehen von religiösen implikationen, sollte man respektieren. bei diesen diskussionen wird der aspekt der hinterbliebenen meistens nicht berücksichtigt.

datafox

Hallo Herr Meyer

Bezüglich Traueranzeigen kenne ich nichts, was dagegen
spricht. Es dürfen keine heidnische Riten verwendet werden,
z.B., dass die Witwe mit einen Familienangehörigen schläft,
wie es in manchen Afrikanischen Ländern brauch ist, oder dass
den Ahnen geopfert werden muss.

Wenn ein Brauch ortsüblich und keinen religiösen oder
politischen Hintergrund hat, spricht nichts dagegen.

OK, danke für deine Antwort !
Aber wenn ich die Lehren bislang richtig verstand, sind die Gemeinschaftsmitglieder „kein Teil dieser Welt“ und genau diese soll daran teilhaben, wenngleich nur durch Wissen, dass eines davon gestorben ist und man lädt zur Trauerfeier.
( Ich sage das vollkommen ohne Kritik oder ä., denn letztlich soll jeder glauben, was er meint und damit möglichst glücklich werden :smile: )

eine Verbrennung des
Leichnams grundsätzlichen Prinzipien oder ist das alles neu ?

Im Katholizismus, im Judentum oder Islam sind Verbrennungen
unerwünscht. Die Vorstellung der Auferstehung spielt dabei
eine Rolle.
Da Gott gemäß den Vorstellungen der Z.J. keine Überreste
braucht, um einen Menschen wiederauferstehn zu lassen, ist es
egal was mit dem Leichnam geschieht.

Das leuchtet ein. Wichtig ist ja, was in dem Menschen ist, wie er ist und was er tut/tat.

Wir haben im Religionsunterricht gelernt, dass der menschliche Körper eine Art Samen ist, aus dem die Wiederauferstehung erwächst. Wer sich verbrennen lässt, verbrennt somit das Saatgut. Nur wer ohne eigenen Willen verbrennt ( Unfall, Krieg ), bei dem mache Gott eine Ausnahme.

Wobei ich natürlich sagen muss, dass die eifrigen Katechet(innen) ( hab ich das eben richtig geschrieben? ) sich gegen alles erhoben: z.B. auch Tanz jedweder Form (m.E. gibt es von keiner Lehre aus etwas gerade dagegen einzuwenden - es kommt immer drauf an, wer etwas wie tut und wie er sich eben dabei benimmt - so müsste auch das Autofahren geächtet sein, denn ich kann ich mich dabei auch wie die Raubsau benehmen … ) … doch das wird jetzt zu „schweitweifend“ :wink:

Mir ist halt nur aufgefallen, so etwas ( Traueranzeigen ) in Vergangenheit noch nie gelesen zu haben, deswegen verwunderte mich das plötzliche Veröffentlichen von Sterbefällen.

Viele Grüße !

HM

Gruß
Carlos

Hallo alle !

In letzter Zeit fällt mir auf, dass ZJ-Mitglieder, welche
verschieden sind, in der örtlichen Tageszeitung per Anzeige
betrauert werden wie alle anderen Leute auch. Ort und Datum
der Trauerfeier wird bekannt gegeben und der Zeitpunkt der
Urnenbeisetzung ebenso. Dass es sich um Mitglieder dieser
Gemeinschaft handelt, geht nur indirekt aus dem Text der
Anzeige ( Gottesname ) und der Ortsangabe der Feiern hervor.

Widerspricht nicht a) die Einbeziehung bzw. der Wunsch nach
Anteilnahme der öffentlichen Welt und b) eine Verbrennung des
Leichnams grundsätzlichen Prinzipien oder ist das alles neu ?

Viele Grüße

Hallo,
was der einzelne mit einer Todesanzeige bewirken oder ausdrücken möchte kann er eigentlich nur selbst beantworten. Allerdings würde ich eine Todesanzeige nicht unbedingt als Wunsch nach Anteilnahme verstehen, sondern als respektvolle Geste gegenüber diejenigen, die der/dem Verstorbenen nahestanden aber nicht in ständigem Kontakt standen. So haben auch sie die Möglichkeit an der Trauerfeier teilzunehmen.
Meines wissens gibt es keinen biblischen Grund der gegen eine Verbrennung eines Leichnams spricht.
Welche grundsätzlichen Prinzipien meinst Du?
Gruß
diplomat