Hallo,
ein Bekannter von mir ist mit 35 Jahren an Krebs gestorben. Er hinterläßt eine Frau und drei kleine Mädchen. Ich würde Ihnen gern ein paar Zeilen schreiben, aber mir fällt nichts geeignetes ein. Kennt jemand von Euch vielleicht ein Buch in dem man sich Anregungen holen kann? Ich wäre für Tipps sehr dankbar.
Assi
Hallo,
ein Bekannter von mir ist mit 35 Jahren
an Krebs gestorben. Er hinterläßt eine
Frau und drei kleine Mädchen. Ich würde
Ihnen gern ein paar Zeilen schreiben,
aber mir fällt nichts geeignetes ein.
Glaub ich nicht, dass Dir nichts Geeignetes einfällt!
Kennt jemand von Euch vielleicht ein Buch
in dem man sich Anregungen holen kann?
Ich wäre für Tipps sehr dankbar.
Mein Tip: Schreib’ „aus dem Bauch heraus“. Ich schreibe solche Karten auch nicht gerne, aber meistens hat man den Verstorbenen ja gekannt und kennt meistens auch die Hinterbliebenen - da kommen einem schon die richtigen Worte in den Sinn. Hör nach innen und schreib den Text erst mal auf ein separates Blatt Papier. Das, was Dir als erstes „aus der Feder fliesst“, ist meistens das Richtige und wird von den entsprechenden Personen auch so aufgefasst. Und ich verwende NIE Trauerkarten (also solche mit schwarzem Rand), sondern ich kaufe meistens eine solche mit einer Frühlingswiese drauf oder mit einem Sonnenuntergang o.ä. (und die allermeisten Leute schätzen das!). Dir fällt schon das Richtige ein!
Liebe Grüsse
Moni
Hallo Moni,
danke für die Anregung mit der Aufmunterungskarte. Ich weiß noch nicht ob ich mich traue eine solche Karte in diesem Stadium der Trauer zu verschicken. Sie ist ja der Hinweis auf Hoffnung und den sieht man doch in seinem Schmerz noch nicht. Aber ich werde darüber nachdenken.
Astrid
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Hallo Assi,
ich an Deiner Stelle würde genau das machen, was hier auch schon beschrieben wurde, die persönliche Bindung, den Bezug, zeigen durch eigene Worte und Gedanken und eine passende Karte. Schreib doch das, was hier auch schon zwischen den Zeilen mitschwingt, daß es Dir unsagbar schwer fällt, die richtigen Worte zu finden, daß die Situation unerträglich unfaßbar schmerzhaft ist, daß Du dennoch nicht schweigen möchtest, da sein möchtest, auch wenn im Moment scheinbar kein Licht zu sehen ist.
Alles Liebe! Faten
Hallo Astrid
Doch, ich finde genau in diesem Stadium der Trauer hat jeder eine Aufmunterung nötig! Und - wie Du richtig ausführst - ein Hinweis auf Hoffnung (dass es weitergeht nach dem irdischen Leben usw.) braucht man genau dann, wenn man am deprimiertesten ist. Ich spreche aus Erfahrung - beim Tod meines Vaters haben uns solche Karten und hoffnungsvolle Worte wieder Auftrieb gegeben. Trau Dich, zeig, dass Du auf Deine Art den Hinterbliebenen Hoffnung und Zuversicht geben möchtest.
Alles Liebe!
Moni
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Liebe Faten,
normalerweise halte ich mich mit persönlichen Bemerkungen zurück, aber was und vor allem wie Du es geschrieben hast, hat mich aufs tiefste bewegt, besser geht wohl kaum.
Gandalf
Hallo Astrid
Doch, ich finde genau in diesem Stadium
der Trauer hat jeder eine Aufmunterung
nötig! Und - wie Du richtig ausführst -
ein Hinweis auf Hoffnung (dass es
weitergeht nach dem irdischen Leben usw.)
braucht man genau dann, wenn man am
deprimiertesten ist. Ich spreche aus
Erfahrung - beim Tod meines Vaters haben
uns solche Karten und hoffnungsvolle
Worte wieder Auftrieb gegeben. Trau Dich,
zeig, dass Du auf Deine Art den
Hinterbliebenen Hoffnung und Zuversicht
geben möchtest.Alles Liebe!
Moni
Hallo Moni,
ich habe die Karte so geschrieben wie Du es vorgeschlagen hat: blühende Kirschbäume, ein Zitat von Hermann Hesse und Worte „aus dem Bauch heraus“.
Ich fühle mich gut und hoffe das die Karte ihren Zweck erfüllt und vielleicht etwas Kraft gibt.
Danke
Astrid
Genau DAS IST ES: Du fühlst Dich gut! Dann hast Du auch genau das Richtige getan, d.h. die richtige Karte gewählt, das richtige Zitat gefunden und die richtigen Worte geschrieben!
Ich wünsch’ Dir weiterhin alles Gute!!
Moni
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