Hallo Traumexperten,
ich vermute mal, daß ich hier im „richtigsten“ Brett bin: letzte Nacht hatte ich einen Traum, in dessen Verlauf ich auch einen Gegenstand transportiert habe, der im realen Leben schätzungsweise etwas mehr als zehn Kilo wiegen würde. Nach dem Aufwachen fiel mir auf, daß er während des Traumes nahezu gewichtslos war, was ich zu diesem Zeitpunkt aber nicht bemerkte (er war auch etwas kleiner als im „Orginal“).
Jetzt frage ich mich, ob ich während früherer Träume, in denen ich Schwere wahrgenommen habe, diese nicht einfach unterstellt habe, weil ich Dinge eben mit einem entsprechenden Gewicht assoziiere. Oder hat mein „Traumproduktionszentrum“ da einfach besser funktioniert. Wenn ich während des Traumes darauf aufmerksam werde, daß irgendetwas fehlt, was normalerweise da sein sollte, passiert ja üblicherweise eine von zwei Alternativen: die fehlende Komponente wird spontan ergänzt oder ich werde mir bewußt, daß ich träume (und wache entweder auf oder experimentiere noch eine Zeitlang in meinem Traumgespinst herum).
Die Frage ist nun, ist ein Traum eher wie eine Geschichte, die sich irgendein Teil von mir selbst erzählt oder erzählt ein Teil die Geschichte und ein anderer erlebt sie? Also so eine Art temporärer Schizophrenie?
Was wißt Ihr? Was glaubt Ihr?
Danke schon mal 
Tai
Warum so angestrengt kompliziert auf dieser Meta-Ebene denken, Tai?
Könnte es nicht einfach sein, dass Dir gerade etwas LEICHTER vorkommt, als es in Wirklichkeit ist? Dass Du also etwas zu LEICHT nimmst?
Oder auch umgekehrt wäre es möglich, im Sinne von: Dein Unbewusstes sagt Dir vielleicht in dem Traum, etwas (was Du vor hast) ist nicht so SCHWER, wie Du im Wachzustand denkst.
Nur so als kleine Anregung - ohne Gewähr 
Gruß,
Branden
Hallo Branden,
du bist wirklich gut. Aufgrund der Tatsache, daß ich den Gegenstand nicht benannt habe auf eine gewisse Bedeutsamkeit zu schließen - gar nicht übel 
Der zweite Teil Deiner Antwort war da ja schon einfacher: entweder A ist richtig oder das Gegenteil davon
Aber Du hast natürlich Recht. Und wenn ich denn hier irgendwann mal Sternchen vergeben darf *gruml* hol´ ich einiges nach.
Danke & fG
Tai
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You’re welcome, Tai.
Freu mich immer, wenn einer was mit meinen Anregungen anfangen kann.
Gruß,
Branden
Die Frage ist nun, ist ein Traum eher wie eine Geschichte, die
sich irgendein Teil von mir selbst erzählt oder erzählt ein
Teil die Geschichte und ein anderer erlebt sie? Also so eine
Art temporärer Schizophrenie?
Hallo Tai
Zunächst muß man die Traumwelt als vielschichtig sehen. Dann folgt die Fähigkeit, die einzelnen Schichten oder Ebenen zu unterscheiden.
Des Rätsels Lösung liegt darin, daß es im Menschen in der Tat zwei Wesen oder Entitäten gibt, eines ist das Ego, das andere die Psyche oder die Seele.
Das Unterbewußtsein spielt hierbei die Rolle des Übermittlers, indem es die Antwort der Seele in Bildern übersetzt. Wobei sich das Verhältnis von Innen und Außen auch in der Traumwelt findet. Es gibt also immer das zu Betrachtende und den Betrachter, oder auf eine höhere Ebene versetzt, Seele und Natur.
mfg
rolf
Hallo Rolf
Des Rätsels Lösung liegt darin, daß es im Menschen in der Tat
zwei Wesen oder Entitäten gibt, eines ist das Ego, das andere
die Psyche oder die Seele.
Dann wären auch Halluzination Botschaften der Psyche an das Ego?
Vielleicht gibt es ja sogar drei Wesen, wenn man die Vitalkräfte des Körpers mitzählt, wie in dem Schlagwort von „Körper, Geist und Seele“ (und in der christlichen „Dreifaltigkeit“?).
Dann könnte man sich fragen, ob ein Koma-Patient träumen kann (bei ausgeschaltetem Ego und abwesender Psyche).
MfG
Tai
Vielleicht gibt es ja sogar drei Wesen, wenn man die
Vitalkräfte des Körpers mitzählt, wie in dem Schlagwort von
„Körper, Geist und Seele“ (und in der christlichen
„Dreifaltigkeit“?).
Der Eckstein ist hier der Begriff Geist. Sri Aurobindo unterscheidet auch drei Prinzipien des äußeren Menschen. Körper, Vital und Geist oder Mental. Die Seele als Göttlicher Funke steht hinter allen.
Dann könnte man sich fragen, ob ein Koma-Patient träumen kann
(bei ausgeschaltetem Ego und abwesender Psyche).
Ich würde das nicht ausschließen, aber beim Koma ist nur die Verbindung zum Außenbewußtsein abgeschnitten.
Seele und Natur sind die beiden Hauptprinzipien im Menschen.
Was du hinterfragst, sind Prozesse innerhalb der Natur, die ihr eigener Kosmos ist. Somit ist nur ein Teil unserer Träume vom seelischen Wesen beeinflußt. Deshalb habe ich auch auf die Vielschichtigkeit der Träume hingewiesen.
gruß
rolf