Tag zusammen,
ich beschäftige mich selbst hin und wieder mit Traumanalyse bzw. -deutung. Doch hier brauche ich offenbar Hilfe oder Anregungen.
Letzte Nacht habe ich so schlecht geschlafen wie schon seit Jahren nicht mehr.
Bis 04:00 Uhr nachts habe ich mich hin - und hergewälzt, bin aber irgendwann doch noch eingeschlafen. Das unangenehme Gefühl was ich die letzte Nächte habe spiegelte sich einwandfrei in diesem Traum wieder.
Ich träumte von meinem Schlafzimmer, stand irgendwo dort und konnte mit meiner Willenskraft Gegenstände bewegen und sie in der Luft halten. Vor dieser Fähigkeit habe ich wahnsinnige Angst gehabt. Ich konnte es stellenweise nicht kontrollieren und immer, wenn sich etwas „von alleine bewegte“, wollte ich am liebsten ohnmächtig werden und nichts mehr sehen oder hören. Aber nicht nur ich habe diese Dinge getan, es war noch eine Art Geist dort, der ebenfalls Gegenstände manövrierte und umherwirbelte. Er war weder bösartig, noch aussergewöhnlich gut, die Verbindung kann ich nicht näher beschreiben. Er tat mir soweit nichts, er war einfach da. Sehen konnte ich ihn nicht.
Es war nachts, ich war sonst alleine. Ich meine irgendwie meine Mutter noch wahrgenommen zu haben, es war mehr ein Gefühl. Ich kann mich nicht erinnern sie dort gesehen zu haben oder an das was sie vielleicht getan hat.
Ich schaute irgendwann an die Schlafzimmerdecke, verängstigt und sah dort 2,3 Gegenstände „kleben“. Einer davon war ein Ball. Der musste meinem Sohn gehören im Traum, im Wachleben besitzen wir so einen Ball nicht. Ich glaube er war rot, nicht aus Plastik, ein hauchdünner zarter flauschiger Film lag auf ihm. An die anderen Gegenstände kann ich mich so gut wie nicht erinnern, ich weiß nur noch, dass eine andere Sache eher eckig, kantig und ein schönes kräftiges grün hatte. Und eine Art Griff oder Henkel besaß, dass man es halten konnte.
Als ich sah wie sich die Gegenstände an der Decke (und in einer Sequenz auch unter meinem Bett) bewegten konnte ich mich auf einmal selbst beobachten. Ich stand quasi doppelt im Schlafzimmer. Ich schaute mir zu wie ich meine Hände vor die Augen hielt vor lauter Angst und in den Flur ging wo Licht brannte.
Den Übergang zur nächsten Szene kriege ich leider nicht mehr hin. Ich weiß nur noch, dass ich auf einmal bei einer Therapeutin wohnte, in ihrer eigenen Wohnung. Sicher bin ich mir nicht, aber es könnte sein, dass ich durch meine Mutter zu ihr kam. Sie schwirrt da irgendwie in meinem Hinterkopf rum.
Die Therapeutin hatte eine große, helle Wohnung, einige Grünpflanzen, vieles war aus Korb und Holz was mir persönlich sehr zusagt. Mir gefiel die Einrichtung und dafür, dass sie recht jung war (Ende 20) hatte sie viel Erfahrung und Wissen parat. Sie war lustig, locker, keine eingestaubte Therapeutin, sie strahlte und hatte schulterlange straßenköterblonde Haare, die allerdings etwas durchgewuselt aussahen. Die Atmosphäre war angenehm, ich wußte im Traum aber selbst nicht genau warum ich bei ihr wohnte und nicht einfach in einer Praxis war.
Ihre Wohnung hatte auch einen Balkon, der, wenn man sich auf ihm befand, riesig wirkte. Ihr Freund kam plötzlich zu Besuch, er saß dort auf dem Balkon. Ich erinnere mich an eine Szene wo er auf eine Art Liegestuhl sitzt mit einem Bier in der Hand und ich ihn von der Tür aus sah und er mich anschaut.
Er grüßte mich, war mir gegenüber freundlich aber ich konnte ihn nicht leiden. Er hatte irgendwas an sich. Er wirkte, auch wenn er sportlich lässig gekleidet war irgendwie ungepflegt und abgewrackt auf mich. Mit dem einen Bier in der Hand roch er auf einmal ganz furchtbar, wie ein Alkoholiker.
Ich sorgte mich etwas um die Therapeutin, fragte mich wie so eine Frau an so einen Mann kommt. Sie war kurzzeitig im Badezimmer und putzte sich die Zähne. Ich bemerkte dann nur noch auf, dass sie in seiner Gegenwart auffallend weniger sprach, über meine Problematik schon gar nicht.
An mehr erinnere ich mich leider nicht mehr.
Wer den Roman überstanden hat und noch etwas loswerden möchte, dem sei gedankt. 