Traum im Wohnwagen zu wohnen? Wer hat es gemacht?

Hallöchen,

ich wollte mal fragen, wer es gewagt hat, in einen Wohnwagen zu ziehen. Ich meine fest auf einen Campingplatz. Und ob das wirklich so toll ist, wie man es sich vorstellt, wenn man dann erstmal drinnen wohnt.

Mich würden auch die Kosten (besonders Heizkosten im Winter) interessieren.

Spart man am Ende wirklich so viel?

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Moin,

wie viel Erfahrung hast du denn mit (Sommer-)Dauercamping? Kennst du wenigstens das oder willst du ganz von Null anfangen?
Winter-Dauercamping ist schon sehr speziell. Auf dem Platz ist da nix los, vielleicht gibt es am anderen Ende noch einen oder zwei andere Leute die man sporadisch sieht. Draußen ist es kalt, auch auf dem Weg zur Toilette muss man ggf durch den Schnee stapfen. Fließend Wasser hat man eher nicht - wegen des Frosts ist das meist abgestellt.
Campingplätze liegen oft außerhalb - gruselig werden sollte einem da nicht. Auch nicht wenn mal ein Reh oder ein Wildschwein draußen rumstrolcht.

Mich würden auch die Kosten (besonders Heizkosten im Winter) interessieren.

„deutsche“ Wohnanhänger sind eher nicht geeignet, die sind für den Sommer gebaut und haben eher wenig Isolierung. Mir sagte mal einer: die Schweden gehen anders als wir im Winter campen. Drum haben deren Wohnwagen eine viel bessere Isolierung und zB auch Fußbodenheizung.

Spart man am Ende wirklich so viel?

Der Wintercamper den ich kenne, der nimmt für seine Heizung nicht diese üblichen, teuren Camping-Gasflaschen sondern füllt sich welche an der Tankstelle selbst auf. Frag mich nicht nach Details…

Das man nur auf wenigen Plätzen überhaupt (vom Vermieter aus) im Winter bleiben darf weißt du? Auch, dass es Probleme mit der Gemeinde geben kann, weil man nicht überall dort seinen Wohnsitz anmelden darf?

VG
J~

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Moin! Lustig, dass du fragst, denn ein Kumpel von mir hat genau das vor zwei Jahren gewagt und lebt jetzt ganzjährig auf einem Campingplatz. Auf dem Papier klingt das nach totaler Freiheit, aber in der Realität ist es ein krasser Lifestyle. Was ihn am meisten geschockt hat, war die Feuchtigkeit. Wenn du nicht gerade einen skandinavischen Wohnwagen wie Kabe oder Polar hast, bist du im Winter jeden Morgen damit beschäftigt, das Kondenswasser von den Wänden zu wischen.

Finanziell sparst du zwar bei der „Miete“, aber die Heizkosten können dich echt auffressen. Mein Kumpel heizt mit Gas (Propan) und verbraucht im tiefsten Winter alle 4 bis 5 Tage eine 11kg-Flasche, um es halbwegs warm zu haben. Bei den aktuellen Preisen ist das fast so teuer wie die Stromrechnung in einer kleinen Wohnung. Ein Profi-Tipp: Ein gut isoliertes „Wintervorzelt“ als Thermoschleuse wirkt Wunder, um die Wärme drinnen zu halten. Es ist toll für das Naturgefühl, aber man muss eben damit klarkommen, dass es nicht so „Pulli-Wohlfühl-mäßig“ ist wie in einer festen Bude!

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