Trauma- vs. Borderline-Therapie (Frage an Fachleut

Hallo,

hoffe, ihr könnt damit was anfangen, denn ich hab nur eine einzige Aussage, die ich nicht verstehe, mal irgendwo gelesen hab, die mir aber nichts weiter sagt, ich aber gerne gewusst hätte, was das alles bedeutet.

Und zwar stand irgendwo mal, dass bei manchen Borderline-Betroffenen eine klassische Borderline-Therapie (was auch immer das sein mag?) eher mehr Schaden anrichtet und sie besser beraten wären mit einer Traumatherapie (sex. Missbrauch war in dieser Abhandlung AUSGESCHLOSSEN worden), was auch immer eine Traumatherapie bei BPS sein soll.

Irgendwie ging es darum, dass es in einer Borderline-Therapie um das „fertig-werden-mit“ gehen würde und in einer Traumatherapie um das Gegenteil, irgendwie ginge es darum dass das Eine oder Andere „aufgelöst, aufgearbeitet“ wird.

Keine Ahnung, ob ich das jetzt richtig wiedergegeben habe. Leider finde ich die Quelle nicht mehr, wo ich das her hab.

Kann ein Profi unter euch damit was anfangen und mir das erklären, was es mit einer Borderline-Therapie vs. Traumatherapie auf sich haben soll und warum bei Borderline-Diagnose oder „Borderline-Anteilen“ eine „Borderline-Therapie“ kontraindiziert ist und stattdessen eine Traumtherapie angeraten ist (wohlgemerkt, sex. Missbrauch fand NICHT statt, allenfalls starke Bestrafungen als Kind, Grenzüberschreitungen beider Elternteile usw.)?

Dankeschön
mipiace

Kann ein Profi unter euch damit was anfangen und mir das
erklären, was es mit einer Borderline-Therapie vs.
Traumatherapie auf sich haben soll

Hallo mipiace (hast Du eigentlich was mit Italien zu tun?)
Es fängt ja schon damit an, dass -wie Du aus unseren diversen Antworten in den letzten Tagen entnehmen konntest- es gar nicht DIE borderline-Therapie an sich gibt.
Eine Traume-Therapie focussiert in der Regel das Trauma und „arbeitet es durch“. Die Behandlung eines borderline-Patienten ist ja per se eine weitaus umfassendere Geschichte.
Ich hab aber auch ein bißchen den Eindruck, Du lässt Dich da von Stichworten lenken bzw. Du hälst Dich an solchen Schlagworten fest. Ich fürchte, das hilft Dir nicht wirklich weiter.
Und: Ich würde Trauma-Behandlungen und Borderline-Behandlungen überhaupt nicht in einem Atemzug zusammen denken. Für mich ist das so weit auseinander wie Erbsensuppe einerseits und Spaghetti mit Trüffeln andererseits. Gut, beides kann man essen und bei Deinen beiden Fragen geht es um Therapie, aber das wiegesagt ein weites Feld.
Gruß, Branden