moin Leute,
also kurz zu meiner Geschichte… ich weis das klingt schön strange Überrascht
also ich bin mittlerweile fast 20 und habe die Befürchtung psychisch labil zu sein. Undzwar ist folgendes mein Problem. Ich kann wie viele andere in völliger Dunkelheit nicht schlafen! Vor’m schlafen gehen, stelle ich mein TV Gerät immer auf Timer. Ich nehme an das ich sehr oft in meiner Kindheit erschreckt wurde und somit ist das unwohlsein in Dunkelheit ein überbleibsel als psychische Folge der „traumatischen“ Ereignisse. Desweiteren kann ich seit fast 2 Wochen kaum schlafen. Ich treibe mich bzw. trieb mich öfters bei langeweile auf irgendwelchen Foren mit Inhalten des Mysteriums rum (Geister, Paranormale Phänomene usw.). Vor ca 2 Wochen habe ich mich wieder dort rumgetrieben und komme einfach nicht mehr klar, sprich Nachts kriege ich kein Auge zu. Ständig steigt bei mir der Adrenalinspiegel sobald ein kleines knacksen oder sonst irgend ein Geräusch auftaucht. Nun kriege ich mittlerweile seit über 2 Wochen nicht dieses unangenehme Gefühl des Unwohlseins weg. Ich muss ständig an die ganzen Geschichten, Erzählungen, Filmmaterial denken und dann ist ein tiefer Schlaf sowieso unmöglich. Somit komme ich auf ca. 3 Stunden schlaf pro Tag. 1 Stunde Nachts bzw. schon morgens… und ca. 2 Stunden nach der Arbeit. Ich fühle mich dadurch physisch sowie psychisch einfach kaputt. Nicht nur das es mir selbst mehr als peinlich ist, mit fast 20 ein Verhalten an den Tag zu legen wie es bei Kindern eher üblich ist Traurig
Aus meiner Not habe ich selbst schon zu Angst und- Beruhigungsmitteln zurückgegriffen wie Bromazepam, doch ganz ohne Erfolg!!! Denn trotz der hohen Müdigkeit die mich belastet, kriege ich die Augen einfach nicht zu und selbst wenn, dann ständig mit einem Kopf voller blödsinniger Phantasieabläufe…
Deshalb wollte ich vorerst mich hier erkundigen ob jemanden solch eine ähnliche Situation bekannt ist bzw. jemand Ahnung hat wie ich weiter fortzufahren habe… ich habe die Nase davon wirklich voll! Aber als nicht Betroffener ist es sowieso kaum nachvollziehbar wie ich meine.
Hi Versus,
also erstmal im Voraus: Hier muss dir nichts peinlich sein.
Die, die sich darüber lustig machen, kommen in ein paar Wochen mit einem ähnlichen Problem. Und es kann niemand helfen, wenn geschwiegen wird.
Das erste, was mir einfällt, ist, dass du dich mal in anderen Foren rumtreibst, und zwar in solchen, wo die ganzen unheimlichen und paranormalen Sachen geklärt werden. In den Foren, wo Geister veralbert werden und eher Witze über derartige Dinge gemacht werden.
Dann hilft es mir persönlich sehr (habe auch Schlafstörungen), ein Ritual zu erstellen.
Z.B.:
Bevor du dich zum Schlafen hinlegst, ein Bad nehmen, Beruhigungstee trinken. Kein Schlafmittel, davon ist man am nächsten Tag nur noch kaputter (mein Empfinden).
Vielleicht ein Buch lesen, oder eine Zeitschrift, oder Kreuzworträtsel- find ich klasse, allerdings find ich das so toll, dass ich dann nicht mehr aufhör… 
Im Grunde kannst du alles mögliche tun, genauso aufräumen oder Bilder malen, is eigentlich egal.
Das Fernsehen allerdings wurde als schlecht eingestuft, weil der Schlaf -wenn er denn dann da ist- sehr unruhig ist.
Ich muss sagen, dass mich das nicht stört. Ich hab den Fernseher so gut wie immer vor dem Schlafen an. Auf Timer.
Guck dir Cartoons oder so dämliche Rateshows an, davon gibt’s ja wirklich genug. Mach den Fernseher aber so leise, dass du gerade noch was hörst.
Das könnte auch hilfreich sein, wenn du das Knacken wieder hörst, denn dann hast du Dauergeräusche und fixierst dich nicht so auf diese.
Mein Adrenalinspiegel dreht übrigens voll auf, wenn meine Eltern unten laut reden -denn früher war sehr oft Streit, das hat mich traumatisiert. Die Geräusche hab ich immer, denn mein Zimmer ist unter’m Dachstuhl, da knackt’s dauernd.
Aber ich beruhige mich selbst, indem ich ganz gleichmäßig atme, an schöne Dinge denke oder an Dinge, die für den nächsten Tag wichtig sind.
Mmh, dann wär da noch etwas -wo ich eben so einen tollen Vortrag über das Peinlichsein gehalten habe…- ich habe seit ich 4 Jahre alt bin einen Stoffhund.
Mit dem schlaf ich immer noch (wenn mein Freund nicht da ist, denn der kickt ihn aus dem Bett). Als ich klein war, hat er mich vor allem Unheimlichen „beschützt“ und das wirkt heute noch.
Aber ich denke, das Wichtigste ist, dass du erstmal aus diesen Foren raus bleibst, denn das scheint ja der Ausgangspunkt zu sein.
Grübel nicht soviel, komm gedanklich runter und entspann dich etwas mehr, denn wenn dein Körper ruhiger wird, tut dein Geist das gleiche.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
Gute Besserung und LG, Bomba
Hallo,
bin jetzt kein Experte, aber vielleicht kann ich dir doch ein paar Denkanstöße geben. Die Erfahrungen, die ich gemacht habe - jetzt nicht mit Angst vor der Dunkelheit, aber mit Ängsten und Unruhezuständen allgemein - führen dazu, dass ich nicht viel von der Bekämpfung der Symptome halte. Selbstverständlich solltest du versuchen erst mal wieder ordentlich Schlaf zu bekommen, da auch mangelnder Schlaf, insbesondere mangelnder Tiefschlaf auch zu Angst- und Erregungszuständen beitragen kann.
Auf der anderen Seite halte ich es vor allem für notwendig, dass du dich mit dem Auslöser und den Gründen hinter dem Ganzen auseinandersetzt. Ich glaube nicht, dass es ein Zufall ist, dass du einerseits Angst im Dunkeln hast und dich andererseits immer in Foren zum Thema Parapsychologie und Esoterik rumtreibst. Auch glaube ich nicht wirklich, dass die Foren und deren Inhalte ursprünglich mit deiner Angst zu tun haben. Mag sein, dass es die Ängste verstärkt und auslöst. Aber ich könnte mir vorstellen, dass beides, dein Interesse am „mystischen“ und deine Angst im Dunkeln einen gemeinsamen Ausgangspunkt haben, den du ergründen solltest.
Fragen, die du dir dabei stellen solltest, vielleicht auch gerade in Situationen, in denen du Angst hast, wären meiner Meinung nach:
a) Wovor habe ich wirklich Angst?
b) Was glaube ich, lauert in der Dunkelheit oder könnte mir in der Dunkelheit Schlimmes passieren?
c) Warum glaube ich das?
Und dann solltest du dich mit dem, was du fürchtest intensiv auseinandersetzen.
Ich hatte als Kind, so mit 12, 13 einige Zeit einen immer wiederkehrenden Albtraum. Hab mich dann auch ziemlich viel mit Träumen auseinandergesetzt und mit Abends vor dem Einschlafen immer wieder vorgenommen, dass ich diesmal nicht weglaufen werde und mich der Angst stelle. Hat länger gedauert, aber irgendwann hat es geklappt und in dem Moment in dem ich stehen geblieben bin, mich umgedreht habe, um „meinem Verfolger“ ins Auge zu blicken und mich zu stellen war der Albtraum vorbei und kam auch nicht wieder.
Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.
Nicht unterkriegen lassen und hoch den Kopf, alles, was uns nicht umbringt macht uns nur stärker 
Viele Grüße
Bernhard Kelz
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]