mich würde interessieren, wer von Euch schon ein traumatisches Erlebnis in seinem Leben hatte (ihr müßt nicht erzählen, was für eins), das Ihr nicht vergessen könnt. Wie geht Ihr damit um? Verdrängen? Verarbeiten? Wie verarbeitet Ihr so etwas? Was macht Ihr, wenn die Erinnerung immer wieder kommt und Euch dermaßen runterzieht, dass Ihr am liebsten sterben würdet?
Für ein paar offene Antworten wäre ich sehr dankbar!
Art Ablehnung und Ohnmacht in diesem Zusammenhang, dass ich
solche Situationen nun lieber meide.
Wie meinst Du das ? Meidest Du jetzt Discos ? Bzw. wie kannst Du es vermeiden, daß ein Mensch in deiner Umgebung umfällt und sich eine Gehirnerschütterung zuzieht?
ich hab eine sehr schlimme Kindheit gehabt in der einiges schief gelaufen ist. In der zweiten Ehe meiner Mutter habe ich und meine Geschwister die Hölle durchlebt, dass ist für mich ein ziemlich einschneidendes Erlebnis was wohl als Trauma bezeichnen kann, ich hab gelernt, das dies ein Teil meines Lebens ist, ein Teil meiner Vergangenheit, es hat mich geprägt und zu dem gemacht was ich heute bin. Ich würde solche Sachen nicht verdrängen sondern versuchen mit dieser Erfahrung, auch wenn sie nicht schön ist, zu leben. Weil es einen stark macht, in irgendeiner Weise.
Freundliche Grüße Manuela
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Hallo Susanne,
mein Trauma ist eine saufender Stiefvater, der immer in volltrunkenem Zustand gewaltätig wurde (Möbel durch die Gegend schmeißen, Tapeten von den Wänden reißen etc.) Ich erinnere mich, dass meine sonst so sanfte Mutter zitternd mit erhobener Bratpfanne an der Treppe stand und kurz davor war, den Alten die Treppe herunterzuschmeißen. Das ist jetzt ungefähr 35 Jahre her und ich bekomme immer noch Herzrasen und einen unbändigen Hass, wenn ich sturzbetrunkene Männer sehe. Außerdem sehe ich grundsätzlich weg, wenn Udo Lindenberg im Fernsehen auftritt -so einen absolut ekligen schlabberigen Mund hatter ‚er‘ auch - kotz!
Und ich weiß, das es meiner Schwester auch so geht. Sie ist die einzige, mit der ich darüber sprechen kann, niemand anders kann sich vorstellen, was wir für Ängste ausgestanden haben.
Sogar jetzt beim Schreiben kriege ich noch ‚zitterige‘ Hände, wenn ich an den denke.
Gruß Angel (… die vielleich auf ihre alten Tage noch zum Psychiater gehen sollte??)
klingt jez vielleicht nicht vergleichbar, aber fuer mich war es traumatisch
als ich etwas 12 war kam ich nach hause und mein hund war nicht mehr da (meien eltern haben ihn abgegeben)…ich muss dazu sagen es gab wohl kaum etwas/jemanden , den ich mehr geliebt habe…
es hat mich sehr fertig gemacht und ich weine jez noch wenn ich daran denke auch wenns schon viele jahre her ist…
einige monate danach jedenfalls habe ich viel bloedsinn gemacht…geklaut, randaliert etc…was mir so einie eintragungen in der polizeiakte eingebracht hat…
ich weiss nich obs direkt zusammenghaengt, koennte wahrscheinlich so sein sein…
vor etwa 2 jahren hatte ich ein weiteres „trauma“ mein Bruder ist durch eine Ueberdosis Heroin gestorben…auch wenn ich darueber rede und es leuten frei erzaehle…lasse ich es eigentlich nich an mich ran…es ist verdraengt und wenn ich drueber rede, ist es als ob ich von einer geschichte erzaehle, die ich nur gehoert hab…keine emotionen
Meiner Meinung nach kann man so was am besten mit Familienstellen nach Bert Hellinger bewältigen/verarbeiten/abschließen. Habe erstaunliche Erfahrungen damit gemacht.
Gruss
MARTINA
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