ich habe gerade dieses Interview: http://www.sueddeutsche.de/finanzen/854/505060/text/ mit der professionellen Pokerspielerin Sandra Naujoks gelesen. Bei den Summen, die sie gewonnen hat, wird einem schwindlig.
Um nicht missverstanden zu werden: Ich weiss natürlich, dass wo es Gewinner gibt, es auch Verlierer geben muss und habe nicht vor, Frau Naujoks nachzueifern, zumal ich, wenn überhaupt, eher ein Händchen für Skat habe (aber mich vermutlich auch dort „Vollprofis“ geschlagen geben müsste).
Trotzdem möchte ich wissen, ob bei diesen Summen nicht Viele den „Traumjob“ professioneller Pokerspieler anstreben.
Ich meine: Mal eben ein Turnier gewonnen und 175.000 Euro eingesackt, das klingt doch wahnsinnig verlockend.
Ausserdem würde mich interessieren, wieviel Prozent beim Pokern Glück und wieviel Prozent Können ist - wenn man das in Prozenten ausdrücken kann.
Danke im Voraus für Antworten und Meinungsäußerungen,
Um nicht missverstanden zu werden: Ich weiss natürlich, dass
wo es Gewinner gibt, es auch Verlierer geben muss
Das ist doch schin mal eine wichtige Erkenntnis.
und habe
nicht vor, Frau Naujoks nachzueifern, zumal ich, wenn
überhaupt, eher ein Händchen für Skat habe (aber mich
vermutlich auch dort „Vollprofis“ geschlagen geben müsste).
Und das ebenfalls
Trotzdem möchte ich wissen, ob bei diesen Summen nicht Viele
den „Traumjob“ professioneller Pokerspieler anstreben.
Natürlich. Es muss ja auch Verlierer geben.
Ich meine: Mal eben ein Turnier gewonnen und 175.000 Euro
eingesackt, das klingt doch wahnsinnig verlockend.
Nicht wahr. Deswegen spielen die Leute auch Lotto.
Ausserdem würde mich interessieren, wieviel Prozent beim
Pokern Glück und wieviel Prozent Können ist - wenn man das in
Prozenten ausdrücken kann.
Poker ist ein Glücksspiel! Bei dem man aber auch mit schlechten Karten gewinnen kann, wen man kann. Prozentmäßig würde ich 50:50 sagen, was aber immer auf das Niveau der Gegner ankommt.
Das professionelle Poker ist eben kein reines GLücksspiel.
Ein guter Pokerspieler kann anhand seiner karten und der bisher
gefallenen Karten Wahrscheinlichkeiten abschätzen, mit denen
er einen Gewinn erwarten kann.
Das macht ihn bei vieln Eintrittsfällen überlegen gegen jemanden,
der die Wahrscheinlichkeiten nicht abschätzt; bzw. aufgrund seines
schlechteren Gedächtnis und Konzentration nicht so gut abschätzen
kann.
Genau so wie beim Skat, wird sich beim Poker bei sehr vielen
Spielwiederholungen derjenige mit der besten Gedächtnisleistung nd Konzentration durchsetzen.
Bei den
Summen, die sie gewonnen hat, wird einem schwindlig.
Die Dame hat aber auch einen Sponsor, der ihr die Teilnahme an Turnieren mit entsprechend hohem Buyin ermöglicht. Und in einem Pokerturnier nicht ins Geld zu kommen, darf dem Geldbeutel nicht weh tun.
Ausserdem würde mich interessieren, wieviel Prozent beim
Pokern Glück und wieviel Prozent Können ist - wenn man das in
Prozenten ausdrücken kann.
Das hängt (erfahrungsgemäss) auch vom Spielniveau und Buyin ab: je niedriger, desto höher die Chance, dass ein (oder mehrere) Spieler „auf Teufel komm raus und passt schon irgendwie“ ihre Spielhand runtercallen. Schon lustig, wenn man im Showdown merkt, dass erst die letzte Karte dem Gegner überhaupt geholfen hat… Im Endeffekt reduziert sich das bei diesem Niveau eher auf die Frage „bessere Hand als der Gegner oder nicht ?“ Beim Spiel gegen stärkere Spieler sollte die gebildete Hand dagegen schon was Besseres sein
wieso betonst du das Gedächtnis so sehr? Die Karten werden doch jedes Mal neu gemischt und alle Karten, die „mitspielen“, liegen offen auf dem Tisch - wieso braucht man beim Poker ein gutes Gedächtnis?
Bei den
Summen, die sie gewonnen hat, wird einem schwindlig.
Trotzdem möchte ich wissen, ob bei diesen Summen nicht Viele
den „Traumjob“ professioneller Pokerspieler anstreben.
Ich meine: Mal eben ein Turnier gewonnen und 175.000 Euro
eingesackt, das klingt doch wahnsinnig verlockend.
Wenns danach ginge, was man evtl. verdient, ist der erstrebenswerteste Job doch der des Bundestagabgeordneten. Angebliche 70Std-Woche (aber trotzdem die Zeit für 5 Nebenjobs) und wenn man sich politisch verpokert hat, wird man in irgend nen ungerechtfertigten Management- oder Aufsichtsratposten in die Wirtschaft wegbefördert.
Also eine wahre Win-Win-Situation. … für Leute ohne Skrupel und Gewissen, versteht sich. Da muss ich mir nur die aktuelle Diskussion um den „Dr.“ Jasper von der CDU ankucken.
Andere Möglichkeit: Sich in den persönlichen Umkreis eines deutschen FDP-Außenministers einheiraten oder einkaufen *pfeif*
Das professionelle Poker ist eben kein reines GLücksspiel.
NUja, woe ich schrub: Es ist ein Glücksspiel, bei dem man die Gewinnchancen beeinflussen kann.
Ein guter Pokerspieler kann anhand seiner karten und der
bisher
gefallenen Karten Wahrscheinlichkeiten abschätzen, mit denen
er einen Gewinn erwarten kann.
Jein, er weiß ja nicht, welche Karten der Gegner hat. Er kann also nur abschätzen a) wie relativ gut sein Blatt ist und b) ob der Gegner blufft oder nicht.
Das macht ihn bei vieln Eintrittsfällen überlegen gegen
jemanden,
der die Wahrscheinlichkeiten nicht abschätzt; bzw. aufgrund
seines
schlechteren Gedächtnis und Konzentration nicht so gut
abschätzen
kann.
Bzgl. der Wahrscheinlichkeit hast du recht, Gedächtnis hat damit nichts zu tun, weil ja jedesmal die Karten neu gegeben werden.
Genau so wie beim Skat, wird sich beim Poker bei sehr vielen
Spielwiederholungen derjenige mit der besten
Gedächtnisleistung nd Konzentration durchsetzen.
Nein. Beim Skat muss man sich innerhalb eines Spiels merken, welche Karten bereits weg sind, beim Poker ist das nicht der Fall.
grundsätzlich gilt: wenn es so einfach wäre, würden es alle machen.
Ich habe auch schon ein Interview mit einem Profispieler gesehen. Bei diesen Spielen ist viel angewandte Psychologie dabei. Und offenbar ist es tatsächlich so, dass die Herrn einer Dame gegenüber viel berechenbarer spielen, als wenn es eine reine Männerrunde ist. Das hat diese Dame erkannt und ausgenutzt. Ja, die Hormone…
Man darf auch nicht zu gut sein, dann findet man keine Gegner mehr.
Nach meiner Meinung kann man mit Poker Geld verdienen, wenn man sich nicht von seinen Gefühlen leiten lässt, sondern strikt nach psychologischen Gesichtspunkten handelt. Natürlich braucht man ein Startkapital. Übel wird es dort, wo betrogen wird. Da nützt die beste Psychologie nichts.
Als Traumberuf würde ich Pokern nicht bezeichnen, aber als Alternative.
Trotzdem möchte ich wissen, ob bei diesen Summen nicht Viele
den „Traumjob“ professioneller Pokerspieler anstreben.
„Traumjobs“ gibt’s auch noch ein paar mehr:
Profi-Fussballer (> 1Mio/anno)
Profi-Rennfahrer (> 10 Mio/anno)
Aufsichtsratsvorsitzender (>10 Mio anno)
Rockstar (unlimited)
Gründer einer Softwarefirma (> 1 Mrd)
…
Diese Berufe haben alle gemein, dass sie entweder nach wenig Arbeit aussehen oder sogar nach Spaß. Man darf nur eben nicht vergessen, dass man nicht alleine auf diese Idee gekommen ist und eben nur 0,1 Promill derer die Antreten, dann auch wirklich in dieser Liga ankommen.
Und von den anderen 99,99% der Versuchenden, kommen vielleicht noch 1% (wenn’s hoch kommt) in eine Liga, in der man OK leben kann.
Die restlichen 98% „try to get rich or die trying“.
Ist ot,
aber ich kenne viele gute Musiker, die sogut wie garnix verdienen.
Santana sagte einst, er kenne in seinem Heimatort einige Musiker,
die besser Gitarre spielen als er. Er ist Multimillionär und sie
Strassenmusiker.
Soll heißen: Es gibt sicher viele, die gut Poker spielen können.
Dazu muss man aber auch Glück haben, denn selbst wenn man sich in
Hinterstübchen oder sonstwo den Buyin für ein großes Tunier
zusammensparen kann, man muss dann immernoch in dem Moment
Glück haben. Wer clever spielt hat auf lange Sicht immer den
Vorteil gegenüber dem der nicht clever spielt. Aber ein Pokertunier
ist eben nicht „die lange Sicht“.
Gruss