Traumdeutung - Gewalt, Verlust

Hallo Experten,

Seid 2 Wochen habe ich Nachts immer wieder denselben Traum, der mich einfach nicht mehr Schlafen lässt. Ich versuche den mal Niederzuschreiben und hoffe das mir jemand sagen kann was mit mir los ist. :smile:

Vorweg: Ich bin 25 Jahre alt, männlich, stehe mitten im Leben, hab Recht früh nen Job mit Führungsverantwortlichkeit bekommen und eigentlich ist alles Paletti.
Bin frisch getrennt und Sie ist gerade ausgezogen aus der gemeinsamen Wohnung.
Im Traum kommen 2 Personen vor:
Daniela -> Eine gute Freundin mit der ich Jahrelang nur wenig Kontakt hatte, seid 2 Wochen jedoch plötzlich sehr viel. Hübsches Mädel, jeder Kontakt ist aber rein Freundschaftlich von beiden Seiten.
Christin: Ebenfalls eine gute Freundin von mir, rein Freundschaftlicher Kontakt, aber wesentlich länger und mehr wie mit Daniela.

Es geht los:

Ich bin in der Firma, liege auf der Couch. Daniela und ich schauen einen Film. Gerade kuschelt Sie sich an mich, da klingelt es an der Tür. Kristin ist da, mit Freundinnen. Ich drehe mich um, Daniela ist verschwunden. Auf mal kommen draußen hinter jedem Baum und Jeder Ecke Leute, die Anfangen die ganze Straße in eine Partymeile zu verwandeln. Ich kenne niemanden von denen, Frage mich wo Daniela hin ist. In dem Moment bekomme ich reell Panik vor der Menschenmasse und das Daniela weg ist. Die Menschen sind alle irgendwie Seltsam, Unnormal und vielleicht auch Gefährlich. Schwer zu Beschreiben. Ich fange an, Daniela in der Menschenmasse zu suchen, ohne Erfolg. Die Panik ist einem unbeschreibbaren Unbehagen vor den Menschen gewichen. Die Suche führt mich im nächsten Moment in irgendein Gewölbe, oder altem Schloss. Dort weiß ich, das ich mich da von niemandem erwischen lassen darf. Als ich mich in einer Ecke verstecke werde ich aber von einem großgewachsenen Mann mit 3 Tagebart entdeckt. Ich muss mich wehren, schlage erst mit Fäusten auf ihn ein und nehme später nen Schraubenzieher zur Hilfe. Geht Richtung Hals, möchte ich nicht weiter Beschreiben. Trotzdem fließt in dem Traum nicht ein Tropfen Blut. In dem Moment wo der Mann leblos neben mir liegt Wache ich auf und die Nacht ist vorbei für mich. (Wie jetzt gerade)

Im gesamten Traum bin ich fast Wach, ich erinnere mich an jede Einzelheit, und sogar das ich meine Umgebung wahrnehme, wie Wecker oder die Heizung die anspringt.

Ich bin nie ein intensiver Träumer gewesen, und diese neue Situation ist mir extrem unangenehm. Hoffe da kann sich ein Experte nen Reim drauf machen das das Aufhört.

Danke an alle die sich die Mühe machen! :smile:

Gruß

Sascha

Es scheint zwei widerstreitende Anteile in Ihnen zu geben. Der eine will Party feiern und von vielen Frauen bewundert werden, der andere sehnt sich nach Beständigkeit.
Der Widerstreit zeigt sich in vielen Details. Sie sind in der Firma, liegen dort aber mit einer Frau auf der Couch und sehen einen Film. Die Frau ist zwar ‚nur‘ eine gute Freundin, kuschelt sich aber an Sie. Deutlicher wird der Widerstreit, als das Ganze kippt: Plötzlich sind da viele Frauen, aber die Eine, auf die Sie Wert legen, ist verschwunden, und Sie befinden sich auf einer Partymeile unter Leuten, die nur high life im Sinn haben. Als Sie vor dieser ‚Oberflächlichkeit‘ fliehen, kommen Sie in ein Schloss mit Gewölben (steht für Ihr Bedürfnis nach ‚festen Mauern‘, nach Halt). Der unrasierte Hüne, den Sie nun überwältigen müssen, verkörpert den Party- und Frauenhelden in Ihnen, der dem zuverlässigen Freund und treuen Mann im Wege steht. Hier haben Sie auch gleich die Lösung. Gelingt es Ihnen, den Hünen zu besiegen, werden Sie diese Träume auch nicht mehr träumen.
Ich nehme an, der Grund für die Trennung von Ihrer Exfreundin hat irgendwie mit diesem Themenkreis zu tun.

Hallo Sacha,
also Daniela steht hier für das Unkonstante in deinem Leben, das was immer mal wieder aus deinem Leben verschwindet und da du relativ frisch getrennt bist und somit wieder auf dem "Party"markt zur Verfügung stehst merkst du erst mal wie unwohl du dich hier fühlst… ich weiß nicht wie deine Beziehung zu Ende gegangen ist, aber du scheinst dich damit nicht rund-um-wohl zu fühlen und wenn es auch nur ist, dass du irgendwie der Beziehung hinterher trauerst, weil sie dir eine gewisse Sicherheit bot. Du versuchst dagegen anzukämpfen (Schraubenzieheraktion), anstatt dich einfach mal fallen zu lassen und zu trauern… versuche heraus zu finden wo deine emotionale Konstante im Leben ist (nicht Job oder ähnliches)… vielleicht gibt es einen Freund oder Familienmitglied mit dem du mehr unternehmen kannst… Kristin meint es zwar gut, aber sie versucht dich nur abzulenken und Daniela ist leider auch für dich keine zuverlässige Konstante… ich wünsche Dir viel Erfolg!

Hallo Sascha,

vorab: Dinge, die im Traum vorkommen, sind ganz oft Symbole für etwas anderes. Auch Personen stehen oft für eigene, innerpsychische Anteile. Das muss nicht immer so sein, ist aber ganz oft so. Oft kommt es auch zu Vermischungen, sodass Dinge und Personen im Traum gleich für mehrere Symbole stehen. Schauen wir einfach mal. Ich biete einige Ideen an und Sie fühlen mal nach, was sich stimmig anfühlt.

ich schreibe zwischen Ihren Zeilen, damit Sie den Bezug haben:

***Ich bin in der Firma, liege auf der Couch.***

Die Firma sehe ich hier symbolisch für den Verstand. Auf der Couch liegen = zur Ruhe kommen, in sich gehen, sich mit seinen Gefühlen auseinandersetzen. Vielleicht ist es aber so, dass nach der Trennung Ruhe eingekehrt ist.

***Daniela und ich schauen einen Film. Gerade kuschelt Sie sich an mich, da klingelt es an der Tür. Kristin ist da, mit Freundinnen. Ich drehe mich um, Daniela ist verschwunden. ***

Hier sollte man eine Realitätsprüfung machen. Vielleicht interessieren Sie sich für eine oder beide Frauen doch mehr als Ihnen klar ist. Vielleicht wünschen Sie sich doch eine Beziehung und können sich noch nicht entscheiden. Die eine verschwindet, wenn die andere erscheint könnte ein Hinweis für diesen Zwiespalt sein.

Genauso gut kann es aber ein Zeichen für Ihre Gefühlswelt im Allgemeinen sein. Nicht genau wissen, was Sie wollen. Gerade, wenn jemand beruflich erfolgreich ist, kommt die Unsicherheit auf emotionaler Ebene gar nicht so selten vor.

***Auf mal kommen draußen hinter jedem Baum und Jeder Ecke Leute, die Anfangen die ganze Straße in eine Partymeile zu verwandeln. kenne niemanden von denen, Frage mich wo Daniela hin ist. ***

Auch diese Personen könnten Anteile Ihrer selbst sein. Die Tatsache, dass Sie keinen davon kennen, kann bedeuten, dass Ihnen diese Anteile nicht bewusst sind oder dass Ihnen nicht bewusst ist, dass diese Anteile oft störend wirken können.

Vielleicht sind Sie auch ein Mensch, der gerne Parties feiert und sich dabei nicht geben wie Sie eigentlich sind. Dass Daniela dann weg ist, könnte ein Hinweis darauf sein, dass dieses „nicht Sie selbst sein“ andere abschreckt. Oder – sollte Daniela für den Teil in Ihnen stehen, der eher romantisch ist – dann überlagern diese „Partyanteile“ in Ihnen diese echten Gefühle, vertreiben sie sozusagen.

Vielleicht kommen Sie einfach jetzt nach der Trennung zum Überlegen bzw. zum Spüren, was Sie eigentlich wollen und was Sie noch daran hindert.

***Ich In dem Moment bekomme ich reell Panik vor der Menschenmasse und das Daniela weg ist.***

Das würde meine oben genannte These stützen.

***Die Menschen sind alle irgendwie Seltsam, Unnormal und vielleicht auch Gefährlich. Schwer zu Beschreiben. Ich fange an, Daniela in der Menschenmasse zu suchen, ohne Erfolg. Die Panik ist einem unbeschreibbaren Unbehagen vor den Menschen gewichen.***

Spüren Sie wirklich mal nach, ob Sie solche Anteile in sich verspüren. Etwas, was sich nicht zu Ihnen gehörig anfühlt, was Sie aber nach Außen leben. Sich selbst anders darzustellen als man ist, kann Angst machen.

***Die Suche führt mich im nächsten Moment in irgendein Gewölbe, oder altem Schloss. Dort weiß ich, das ich mich da von niemandem erwischen lassen darf.***

Das Gewölbe kann Ihr tiefstes Unbewusstes sein. Vielleicht haben Sie negative Erfahrungen gemacht, die sehr schmerzhaft waren und Sie dazu brachten, der „coole Typ“ zu sein. Durch die Trennung können sich diese negativen Erfahrungen wieder bemerkbar machen, weil eine Trennung immer etwas aufwühlt. Sich nicht erwischen lassen = Schutz vor verletzenden Dingen, auf der Hut sein, Angst davor sich im „Gewölbe“ nach den eigenen Gefühlen um zu sehen.

***Als ich mich in einer Ecke verstecke werde ich aber von ei nem großgewachsenen Mann mit 3 Tagebart entdeckt. Ich muss mich wehren, schlage erst mit Fäusten auf ihn ein und nehme später nen Schraubenzieher zur Hilfe. Geht Richtung Hals, möchte ich nicht weiter Beschreiben.***

Vielleicht gab es in Ihrem Leben Menschen, die Sie sehr verletzt haben. Überlegen Sie mal, ob der Mann jemandem ähnelt, den Sie kennen. Wenn er niemandem ähnelt, an wen erinnert Sie sein Verhalten?

Der Hals ist eine der schwächsten Stellen des menschlichen Körpers und könnte somit für eine tiefe Verletzung stehen, die man Ihnen zufügte.

***Trotzdem fließt in dem Traum nicht ein Tropfen Blut. In dem Moment wo der Mann leblos neben mir liegt Wache ich auf und die Nacht ist vorbei für mich. (Wie jetzt gerade)***

Dass kein Blut fließt könnte ein Hinweis auf eine tiefe SEELISCHE Verletzung sein.

Das sind jetzt alles Theorien. Fühlen Sie nach, ob es bei Ihnen irgendwas zum „Klingen“ bringt, dann haben Sie schon mal einen Ansatz. Wichtig ist, dass ein Traum immer ein Geschenk ist. Auch ein Alptraum, denn jeder Traum birgt die Chance zur Heilung.

LG
Kerstin

Hallo Sascha,
die Menschen, die in unseren Träumen vorkommen, stehen oft für Teile unseres Selbst. Das heißt, dass es vielleicht gar nicht reell um Daniela und Christin geht. Im Traum hast du scheinbar große Angst Daniela ‚verloren‘ zu haben. Entweder geht es dabei um eine neugefundene Seite an dir selbst, die du auf keinen Fall wieder verlieren möchtest, oder es geht tatsächlich um Daniela. Du sagst, du hattest jahrelang wenig Kontakt zu ihr. Möglicherweise hast du ja tatsächlich unbewusst Angst davor, Daniela wieder zu verlieren. Vielleicht hast du gemerkt wie wichtig sie für dich als Freundin ist. Oder du empfindest doch ein bißchen mehr als Freundschaft für sie (und hast es dir vielleicht noch nicht eingestanden). Und nun hast du Angst, dass jemand sie dir wieder wegnehmen könnte. Hat sie einen Freund? Könnte der großgewachsene Mann mit Bart symbolisch für diesen stehen?
Der Mann steht auf jeden Fall für etwas, von dem du dich sehr stark bedroht fühlst. Vielleicht eben, weil er dir irgendwas wegnehmen könnte. Du agierst sehr brutal, weil du diese Bedrohung aus deinem Leben schaffen möchtest. Was macht dir so große Angst?
Du siehst, es gibt mehr als eine Möglichkeit deinen Traum zu deuten. Dein Unbewußtes will dir mit diesem Traum in seiner Bildersprache etwas mitteilen.
Überleg dir mal, was dir im Moment besonders wichtig ist in deinem Leben und was du unter keinen Umständen verlieren möchtest. Und überleg mal, welche Rolle Daniela in deinem Leben spielt. So wie sich das in deinem Traum anhört, auf jeden Fall eine sehr wichtige.
Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Anregungen geben!
Liebe Grüße,
Steffi

Lieber Sacha4544
Zu Deinem Traum habe ich folgende Antwort:
Mit Daniela und Christin projezierst Du 2 Frauentypen auf Deine Person.
Die Person der langjährigen Freundin Christin sagt Dir daß Du mit andauernden Beziehung besser fährst als mit der gut aussehenden Daniela (ein Strohfeuer beinhaltet Risiken und tun Dir nicht gut).
Deine Umgebung könnte auf solche Beziehungen negativ reagieren. Außerdem könnte ein anderer Nebenbuhler auftauchen und dich bedrohen. Eine Auseinandersetzung mit Ihm könnte schlimm verlaufen.
Die Freundin Christin im Traum personifiziert positive Persönlichkeitsanteile von Dir denen Du folgen sollst.
Ich hoffe daß Du mit meiner Antwort etwas anfangen kannst?

MfG
McKillroy

Hallo Sascha,

nun weiß ich nicht, ob Du diesen Traum noch träumst, aber hier kommt meine Antwort:

Wenn man mitten im Leben steht, sich etabliert und eingerichtet hat, kommt manchmal der Moment, nach innen zu schauen, nachzudenken, auf so was wie persönliche Werte, Gefühle, Psyche, die eigene Lebensgeschichte, den Lebensweg … zu erkennen, ggf. die Richtung zu korrigieren.

Träume sind Botschaften des Unterbewußtseins die uns zeigen wenn etwas im Wachleben nicht in Ordnung ist. Oft haben Träume auch die Lösung parat, wenn man sie denn deuten kann.

Im Traum ist es mit Daniela schön warm und kuschelig, während Christin Dein Leben in eine Partymeile verwandelt. Auf einmal sind all die Menschen seltsam unnormal und unwirklich, ja sogar gefährlich. Ich würde überprüfen, wo in Deinem Leben etwas unwirklich und unnormal ist, wo Du vllt. nicht mit dem Herzen dabei bist.

Beide Frauen stehen für verschiedene Richtungen und es ist an Dir zu entscheiden, was Dir guttut und welchen Weg Du gehen möchtest. Vielleicht auch, Dich nicht abbringen zu lassen von dem Weg, für den Daniela steht.
Das muß nicht bedeuten, dass Du wirklich eine Beziehung mit einer der beiden Frauen anfangen mußtes geht nur um die Richtung, die Art und Weise.

Das Schloß steht einmal für Deinen persönlichen Lebensbereich. Ein gutes Zeichen, es könnte ja auch eine armselige Hütte sein. Aber vor allem steht das Schloß für Dein Unterbewußtes, Deine Psyche. Wenn Du das Gefühl hast, Du darfst Dich nicht erwischen lassen, dann vielleicht auch weil Du Dich damit noch nicht so sehr befaßt hast?

Der Mann mit dem Dreitagebart scheint so was wie ein Wächter zu sein.

In der Psychologie gibt es das Modell von Anima (das schöpferisch Weibliche, Kreativität, Phantasie, Intuition) und Animus (das männliche Prinzip, zielgerichtete Kraft, Verstand, sich in der Alltagswelt durchsetzen). Im Idealfall ergänzen und unterstützen sich die beiden gegenseitig so dass sich der Mensch im Leben verwirklicht.

Der Mann könnte zugleich auch so etwas wie ein väterliches Prinzip sein. In der Erziehung verinnerlicht man oft Glaubenssätze wie z.B. Männer dürfen nicht weinen, wissen immer bescheid, lösen jedes Problem, sind nie unsicher und nie schwach. Mit solchem feingeistigen und suspekten Dingen wie Gefühlen und Psyche geben sie sich nicht ab. Das schneidet einen aber auch von einem wichtigen Anteil der eigenen Persönlichkeit ab.
Solche Glaubensvorstellungen könnten Dich daran hindern, den Weg nach innen zu tun und Dich mit Dir, Deinem Innenleben, Deiner Psyche, Deiner weichen und weiblichen Seite zu beschäftigen.
Von daher könnte es ein positives Bild sein wenn Du diesen Mann tötest. Das Traumbewußtsein verwendet oft drastische Bilder, aber eher in der Absicht, uns aufzurütteln und aufmerksam zu machen, damit wir im Wachleben danach handeln. Wäre es nicht so würden wir und umdrehen, weiterschlafen und weitermachen wie immer.

Hallo Sascha ,

ich könnte mir sehr gut vorstellen das Dein Traum ganz speziell mit Deinem Job und der frischen Trennung in Verbindung steht .
Was Du für eine Führungspersönlichkeit bist ist leider nicht näher Beschrieben , aber vielleicht mag es sein das es da jemanden gibt der an Deiner Stellung am Stuhl sägt . Solche Dinge soll es geben .
Und es gibt in der Traumdeutung auch Wahrträume die meistens zwischen einem Zeitraum von 4-6 Wochen eintreten .
Von Deiner Trennung ist auch zu wenig information in Deiner Beschreibung enthalten so das man nur mutmaaßen kann . Ich weiß auch nicht ob Ihr im guten oder mit Pauken und Trompeten auseinander gegangen seit .
Aber sicherlich hängt auch das mit Deinem Traum zusammen . Denn das sind Erlebnisse die in der Psyche Arbeiten und im Traum verarbeitet werden .

Mfg. und nen guten Rutsch ins Neue Jahr
Meinstein