für die Uni muss ich ein Experiment durchführen, und bei diesem muss ich die Teilnehmer in eine traurige Stimmung versetzen. Daher bin ich nun auf der Suche nach einem effektiven Mittel, um die Teilnehmer traurig zu stimmen. Das kann mittels einer Filmszene, einer traurigen Geschichte, Bildern oder auch Musik geschehen. Die einzige Einschränkung ist, dass es nicht zu lange dauern sollte, da die Teilnehmer zeitlich nicht überstrapaziert werden sollten (d.h. maximal 5-8 Minuten Zeit, um die Teilnehmer traurig zu stimmen). Bei Filmszenen ist die Schwierigkeit, dass sie meist aus dem Kontext herausgerissen die Menschen emotional nicht richtig erreichen. Daher überlege ich, ob es nicht eine Kurzgeschichte gibt, die ich ggf. noch mit Bildern oder dann doch Filmausschnitten erweitern kann, um einen möglichst schnellen und effektiven Effekt zu haben.
Habt ihr eine Idee, was für Geschichten, Bilder, vielleicht doch Filmausschnitte etc. oder eine Kombination von all dem ich zu diesem Zweck verwenden könnte?
was Du da vorhast, nennt sich Manipulation und ich bin nicht sicher, ob ich es von Dir zulassen möchte - also wenn ich dabei wäre.
Leg meinetwegen traurige Musik auf und dimm das licht etwas runter … aber bedenke, dass Studenten auch Menschen sind und komm von der Idee des effektiven Effektes weg.
Hallo nochmals und danke dir Polweiler schonmal für deine Antwort.
Ja, natürlich ist das Manipulation, genau darum geht es ja in Experimenten dieser Art. Ein Ziel dieses Experimentes ist es, herauszufinden, wie unterschiedliche Menschen ihre Stimmung regulieren, d.h. ob und falls ja wie sie versuchen, sich aus traurigen Stimmungen zu befreien und in wiefern das von ihren Persönlichkeitsmerkmalen abhängt.
Ich kann deine ethischen Bedenken diesbezüglich gut verstehen, kann dir aber versichern, dass ich verantwortungsvoll damit umgehe, d.h. vor dem Ende des Experimentes die traurige Stimmung weitestgehend aus allen Teilnehmern herauszuziehen. Weiterhin würde ich keine Mittel zur Erzeugung der traurigen Stimmung einsetzen, die in sensiblen Menschen nachhaltig unangenehme Erinnerungen hervorrufen könnten.
Im Übrigen ist es bei jedem Kinofilm so, den Menschen besuchen. Vorher kennt man in der Regel den Inhalt nur im Groben und wenn man einmal im Film drin sitzt, ist man dem Emotionsfeuerwerk der Leinwand ausgeliefert. Natürlich kann man jederzeit aus dem Kino gehen, aber ebenso steht es selbstverständlich jedem Teilnehmer des Experimentes jederzeit frei, das Experiment abzubrechen. Dazu wird es aber - da bin ich mir recht sicher - nicht kommen, da ich wie gesagt nur Mittel einsetze, die eben nicht schockierend sind, lediglich traurig.
Über weitere Antworten würde ich mich sehr freuen.
Danke, Liebe Grüße
hast Du schon mal bei youtube nach „traurige Filme“ gesucht?
Mir reicht es stimmungsmäßig schon nach dem ersten Film, den ich angeklickt habe: http://www.youtube.com/watch?v=-1YA8PKEfRw
Ich werde mir deshalb dort jetzt keine weiteren Filme mehr ansehen… Aber vielleicht findest Du ja das passende?
Ich habe spontan an zwei Dinge gedacht: gequälte Tiere und die Konzentrationslager. Wenn du aus solchen Bilder, menschlichem und tierischem Elend eine Präsentation zusammenschneiden würdest und die mit trauriger Musik unterlegst, hättest du bestimmt nicht nur mir den Tag versaut…
Ich denke, es kommt sehr auf den Menschen (samt seinen Erfahrungen) an, was einen traurig macht. Was den einen zum weinen bringt, lässt den nächsten vllt völlig kalt, oder er findet es albern, oder alte Wunden werden wieder aufgerissen, die ihn dauerhaft runterziehen.
Falls das nicht das ist, was du untersuchen willst, wäre meine Idee:
Sammle traurige Szenen aus verschiedenen Filmen / Serien der unterschiedlichsten Geschmäcker - dann kann der Proband sich aussuchen, was er kennt (vllt ist dann das aus-dem-zusammenhang-reissen nicht so schlimm) und wovon er weiss, dass es ihn traurig macht.
Klingt natürlich andererseits nach viel Arbeit ^^
Bei mir funktioniert z.B. die Folge von Futurama mit Fry’s Hund sehr gut, schon wenn ich mich nur an gewisse Szenen erinnere.
die passende musik ist wichtig, gerade soundtracks helfen da immer weiter (zb der sturm , oder auch gladiator, oder forrest gump, oder oder oder ), und dann einfach mehrere fotos, die einen rühren , zb ein grossvater mit enkel, ein baby was weint, ein auszug, eltern mit kind, freunde die sich verabschieden… halt fotos die abschiede oder kindheitserinnerungen herbeirufen. da kann sich doch jeder identifizieren.
aus dem Studium erinnerte ich mich an das Experiment mit den Cartoons und dem Bleistift im Mund. Dies wäre eine Möglichkeit über die Physiologie den Effekt zu erzeugen.
Falls dir das Experiment nicht bekannt sein sollte, kannst du es hier im Bereich „ein kleines Experiment zur Körpersprache“ nachlesen.
Die Kombination von Bildern, die traurige Menschen zeigen und trauriger Filmmusik, werde ich verwenden. Außerdem möchte ich noch eine passende Geschichte einsetzen.
Vielleicht passt das Märchen „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christian Andersen. Bei dieser Geschichte bin ich mir allerdings nicht sicher, ob dazu jeder so leicht einen Zugang bekommt, sodass es ihn/sie emotional bewegt.
Kennt ihr noch traurige Kurzgeschichten? Wenn ich im Internet danach suche, finde ich bisher noch nichts Passendes.
Danke für eure Hilfe !
Chris
für die Uni muss ich ein Experiment durchführen, und bei
diesem muss ich die Teilnehmer in eine traurige Stimmung
versetzen. Daher bin ich nun auf der Suche nach einem
Wie ich annehme, handelt es sich um ein Psychologie-Studium.
Du erzählst deinen Studenten, daß die Berufsaussichten für Psychologen in den nächsten Jahren drastisch sinken werden.
effektiven Mittel, um die Teilnehmer traurig zu stimmen. Das
… ist sicher ein effektives Mittel um die Teilnehmer traurig zu stimmen.
Ich erinnere nur an die kürzliche Ankündigung des Kultus-Ministeriums in Bayern, ganz wenige Lehrämtler nach ihrem Abschluß zu übernehmen.
Das erzeugte eine Flut von traurigen Leserbriefen in den Tageszeitungen