Trennkost: Literatur & Erfahrungsbericht

Hallo,

bin jetzt über das Thema Trennkost gestolpert, von dem ich annehme, dass da etwas dran ist. Möchte meinen ersten Eindruck noch ein bischen abrunden, und suche u.a. Literatur zum Thema. Leider zeigt es sich, dass es Basisliteratur gar nicht zu geben scheint, sondern dass jedes Buch hierzu sofort ein Kochbuch bzw. eine Rezeptsammlung ist.

Daher meine Frage: kennt jemand ein gutes Buch dazu oder ggf. auch Hinweise im Internet. Außerdem suche ich Erfahrungsberichte: jeder Hinweis hilft weiter, abzuschätzen, ob das für mich was sein könnte oder nicht. Auch unter dem Aspekt der Umsetzbarkeit - man muss die Sache ja auch auf Dauer durchhalten können (ich will weder auf Kaffee noch auf ein gelegentliches Bier oder auch mal auf eine Saufszession mit einem Kumpel verzichten).

Merkwürdig ist auch, dass jede „andere“ Philosophie auch sofort auf heftigste bekämpft wird, da gibt es z.B. eine Internetseite, die die Trennung in basische und saure Lebensmittel in Frage stellt, indem sie auf die Muttermilch als dem „natürlichsten“ Lebensmittel überhaupt hinweist, das ja schließlich auch Substanzen beider Kategorien enthielte.

Gruß
Jörg

hallo jörg,

niemand bekämpft philosophien.
trennkost basiert einfach auf einem naturwissenschaftlich falschen ansatz und es wird auf diesen aspekt hingewiesen.
trennkost gehört eher zu den harmloseren diäten, da dort nicht solch rabiater mangel erzeugt wird.
die abnehmeffekte werden durch kleinere portionen und geringerer energiezufuhr erreicht sowie einer generellen einschränkung beim essen.
es ist eine diät, bei der sich die meisten wohlfühlen.
kritisiert wird nur das scheinwissenschaftliche mäntelchen der diät, nicht jedoch so sehr die diät an sich.

strubbel
H:open_mouth:)

Tach Verehrteste,

korinthenkackerisch wie ich bin, muß ich an dieser Stelle mal eingreifen… :wink:

Trennkost ist keine Diät, Trennkost ist ein Ernährungsprinzip (was die wissenschaftliche Seite betrifft: wir wissen beide, daß Hays in puncto ‚wie funktioniert die Verdauung‘ und in Sachen Ernährungswissenschaft wahrlich keine Leuchte war, gell?).

trennkost gehört eher zu den harmloseren diäten,

Trennkost ist harmlos, sobald man das System geschnallt hat und solange man das ausgewogene Mischverhältnis beibehält… Ich ernähre mich seit Monden nach der - à la Hexe modifizierten - Trennkost-Methode, was - aus welchen Gründen auch immer - bei mir durchaus die Neurodermitisschübe in überschaubaren Grenzen zu halten vermag; zumindest muß ich nicht mehr so viel Cortison mampfen. Anekdötchen am Rande: ich beobachtete vor vielen Jahren über einige Wochen mit wachsender Skepsis (ja, fast schon mit Entsetzen) die etwas seltsam anmutenden Versuche einer Kollegin, meinem Beispiel zu folgen und einen auf Trennköstlerin zu machen. Irgendwann fragte sich mich dann, ob ich eine andere Trennkost machen würde, weil der Zeiger ihrer Waage partout - und immer weiter - in die falsche Richtung zeigt und sie demnächst wohl neue Garderobe (eine Nummer größer) benötigen würde. Was war passiert? Madame hat aus meinem Gespräch mit einer Patientin nur Bruchteile mitbekommen und nahm an, daß man sich bei Trennkost von Vornherein zwischen Eiweiß und Kohlenhydraten entscheiden muß und futterte wochenlang praktisch ausschließlich Kohlenhydrate… :wink:

die abnehmeffekte werden durch kleinere portionen und
geringerer energiezufuhr erreicht sowie einer generellen
einschränkung beim essen.

Bei der Hay’schen Trennkost mit Sicherheit, aber die ist inzwischen wegen erwiesener Schwachsinnigkeit ohnehin überholt. Bei der modernen Trennkost gibt es praktisch keine Einschränkungen, weil zwar Nahrungsmittelschwerpunkte (E- oder KH-betont) gesetzt werden, aber es wird nicht mehr so streng getrennt (Beispiel: Käse ist grundsätzlich E, völlig wurscht, ob er nun 30, 40 oder 60 % Fett hat), zumal die meisten Lebensmittel sowohl Eiweiß als auch Kohlenhydrate enthalten. Gegen eine Portion (= 30 g) Eiweiß in Form von z. B. Schinken zu einer KH-Mahlzeit ist also nichts zu sagen.

Die kleineren Portionen kommen übrigens nur vor, wenn man mit Trennkost ein paar Kilo loswerden möchte. Die Abnehmeffekte wiederum kommen eher daher, daß Trennkost für einen Anfänger im Grunde eine tierisch komplizierte Sache ist - allein die ganzen E-, KH- und Neutral-Tabellen. Hier muß man sich erst einmal zurecht finden und sich dadurch zwangsläufig ausführlich mit dem Prinzip an sich, mit dem Essen, mit den persönlichen Vorlieben und somit letztendlich auch mit sich selbst beschäftigen.

es ist eine diät, bei der sich die meisten wohlfühlen.

Weil es eben keine (Reduktions)Diät im umgangssprachlichen Sinne ist, sondern (von dem falschen wissenschaftlichen Ansatz jetzt mal abgesehen) der ursprünglichen Bedeutung des Terminus (diaita = Lebensweise) nahe kommt.

Grüße
Renee

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Hallo,
die Trennkost hat doch auch gute Seiten. Verbotene Nahrungsmittel sind gehaertete Fette, Koffein, Zucker, Alkohol, schwarzer Tee, Kaffee, Kakao, Limonaden, Malzbier, hochprozentige Spirituosen, Weißes Mehl
und daraus hergestellte Produkte, Polierter Reis, Zucker und damit hergestellte Produkte, Suessstoffe, Fertiggerichte und Konserven. Damit sind viele ungesunde Sachen schon mal entfallen. Das hat sicherlich einen positiven Einfluss auf die Gesundheit.
Ob man die verbleibenden Naahrungsmittel in bestimmter Reihenfolge oder Kombination isst, kann auch etwas beitragen, hab ich keine Erfahrung. Es ist als Aushaengescild ideal, solange sich jeder um die Kombination kuemmert, und nebenbei die schlechte Nahrung meidet.
(Auflistung aus ww.trennkost.de)
Gruss Helmut

huhu chefhexe,

in diesem sinne sprach ich ja von diät.
vielen dank für deinen fundierten report.
es gibt doch nichts, was so erheiternd ist, wie eine meinung aus aufgeschnaptten gesprächsfetzen. ich hoffe, der besagten dame geht es besser.
hast du ihr wissen auf einen normalen stand bringen können?

strubbel
8:open_mouth:)

Hallo Jörg,

meine Erfahrung mit Trennkost:

Wenn Du Übergewicht hast, nimmst Du ab.
Du hast nie ein Hungergefühl, weil durch die bis zu 5 Mahlzeiten am Tag eher mehr ißt als vorher (war bei mir jedenfalls so)
Kein Völlegefühl mehr, die Protionen sind reichlich, aber man fühlt sich nicht mehr so aufgebläht.
Interessante Rezepte

Nachteil:
Teure Angelegenheit, wenn man sich wirklich die ganzen Gewürze und Öle etc. zulegt.

Finde ich sowieso krass, umso gesünder man leben will, umso teurer.

Naja…

Also ich finde Trennkost gut, bezeichne es aber nicht direkt als Diät, weil es nur bei stark Übergewichtigen greift. Wenn es nur um 1-3kg geht, bringt sie gar nichts.

Gruß Wölkchen (trotzdem esse ich viele Gerichte noch daraus, weil sie so lecker sind)

Hallo,

Vor langer Zeit hat es einen Spiegel - Artikel über Trennkost gegeben.

Vermutlich hat es seit dieser Zeit keine sinnvollen Erklärungen zu diesem Thema gegeben. Auch hier gilt: Glaube versetzt Berge!!

Hallo,
habe auch Trennkoste gemacht und abgenommen. Ich habe jedoch festgestellt, dass ich nicht durchs „trennen“ abgenommen habe sondern weil ich weniger Kalorien zu mir genommen habe (habe mir die Kalorien ausgerechnet). Nach der Trennkost habe ich einfach weiter viel Obst, Gemüse auch Kartoffeln und Fleisch zusammen gegessen und abgenommen weil die Gesamtkalorien stimmten.
Gruß Guddr 47

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