Hallo Bernhard;
An dem Schaltplan habe ich keine Ursache für das Brummen
entdeckt.
Ich habe zwar nicht viel Erfahrung mit Brummschleifen, aber als Elektrotechniker doch einige Grundkenntnisse. Ich kann mir den Fehler im Moment auch nicht erklären.
Sind die beiden unterschiedlichen Massepotentiale auf der
Endstufenplatine tatsächlich so getrennt, wie auf dem
Schaltplan?
Ja.
Was ich aus dem Foto erahne (aber nicht gut erkenne): Der
Aufbau ist auf einem Alublech. Alle drei Platinen sind mit
Metallschrauben darauf befestigt. Bei der mittleren
Gleichrichterplatine scheinen die vier Schrauben zumindest auf
der sichtbaren Seite keinen Konatkt mit Leiterbahnen zu haben,
bei den beiden anderen schon. Ich vermute hierüber eine
Verbindung der unterschiedlichen Massepotentiale. Das Alublech
darf maximal mit einem der Massepotentiale Verbindung haben!
(–> Kunststoffschrauben verwenden)
Das ganze ist auf einem Alublech verschraubt, aber die Abstandsbolzen sind aus Kunststoff. Es brummt auch, wenn ich den Spannungsregler wegschraube.
Brummt es auch, wenn an den Cinch-Eiungangsbuchsen nichts
angeschlossen ist?
Habe ich noch nicht probiert, aber morgen dann. Ich denke mir dass das Ganze ein lautes Brummen mit Krachen der Lautsprecher ist. Die Clip-Level LED leuchtet dann auch mit auf.
Werden aus dem 12 V vom Trafo noch andere Schaltungsteile
versorgt (Mischpult o. ä.)?
Nein. Vom Ringkerntrafo im Kofferboden wird nur der Verstärker versorgt. Das Mischpult ist ein Behringer Xenix502 mit eigener Stromversorgung. Das Mischpult ist aber noch nicht angeschlossen.
Ist das Gehäuse oder Teile davon elekrtisch leitfähig, d. h.
gibt es vielleicht einen Masseschluss von den Cinchbuchsen
(oder anderen Schaltungsteilen) über das Koffergehäuse zu
irgendwelchen anderen Schaltungsteilen?
Nein, dies ist ein Hartschalenkoffer (mit abnehmbaren Deckel) aus Kunststoff.
Das Klinkenstecksystem halte ich für 12 V aus dem Trafo für
nicht geeignet (hat mit dem Brummen aber nichts zu tun). Am
offenen Klinkenstecker kann leicht ein Kurzschluss auftreten,
und manche Klinkenbuchsen verbinden die Kontakte kurz während
dem Steckvorgang.
Das Problem ist mir schon bekannt. Der Klinkenstecker wird nur im stromlosen Zustand gesteckt, wie bei meinem ganzes Square Dance Equipment auch. Er ist eigentlich nur dazu da, um bei Bedarf den Deckel (mit Verstärker und Lautsprecher) auch mal weiter weg zu stellen.(Rückkoppelung über Mikrofon!)
Prinzipiell müsste die Trenn-Schaltung über einen Trafo mit
zwei getrennten 12-V-Wicklungen (oder auch etwas höhere
Nenn-Spannung) funktionieren, wenn du damit die
Klangregler-Schaltung versorgst. Diese müsste um 35 mA
aufnehmen, zzgl. der Spannungsregler-Eigenverbrauch. Trotzdem
würde ich eher die Brummursache suchen und beheben.
Die Klangreglerbaugruppe nimmt max. 60mA auf. Da mit Deinem Vorschlag (zwei getrennte Wicklungen) eine zusätzliche zweite Leitung erforderlich ist, kann ich alternativ auch einen zweiten kleinen Printtrafo einbauen und eine zweite Netzleitung verwenden. Dies wollte ich aber vermeiden, denn dann wäre das ganze etwas unhandlicher geworden.
Die harte Parallelschaltung der beiden 7810 oder 7812 ist kein
gutes Design. Der Regler, der ein paar mV höher liegt, liefert
den gesamten Strom, bis zu seiner thermischen Begrenzung. Das
reduziert seine Lebensdauer.
Das Schaltung ist so gezeichnet, dass entweder ein TO-92 oder ein TO-220 Bauteil verwendet werden kann. Die verwirrt wahrscheinlich. Ich habe nur einen TO-220 7812 eingebaut.
Bevor ich aber einen zweiten kleinen Printtrafo im Kofferboden einbau und eine zweite Leitung zum Deckel verlegen muss, werde ich noch eine Lösung suchen. Das heisst: ich die Hoffnung noch nicht auf –
Gruss Heinz