Folgende Situation:
Eine alleinerziehende Mutter ist vor 4 Wochen in ein mit ihrem Partner zusammen gemietetes Reihenhaus gezogen. Nach 3 Wochen zieht der Partner nach einem Streit zu seiner Mutter mit den Worten: er ist der Meinung es klappt nicht, er würde Zeit zum Nachdenken brauchen, ob er das Ganze noch kann und will. Sie gibt ihm die Zeit, es vergeht eine Woche, in der sie sich auch dreimal abends getroffen haben und geredet haben. Sie versucht ihn zu überzeugen, nicht alles gleich wegzuschmeissen, sondern es mit ihr zusammen weiter zu versuchen. Nachdem er zweimal einen Tag Verlängerung zum Nachdenken bekommen hat (und Worte wie: dann überzeuge mich doch! benutzt hat)kam er dann aber doch zu dem Schluß es ginge nicht mehr und wäre auch hauptsächlich ihr Verschulden. Er fühlt sich im Recht, sie hätte ja dafür sorgen können, dass er sich wohl fühlt…
Fakt ist, sie hat in dieses Haus sehr viel Geld gesteckt, ihr Auto verkauft, weil er eins hat und die Hälfte des Erlöses in Farben etc investiert, hat Möbel teilweise weggeschmissen und verkauft für wenig Geld, weil man sich gemeinsam neue Möbel angeschafft hat und nun lässt er sie so sitzen (was er nicht als solches sieht). Sie muss zumindest die 3 Monate bis die Kündigung rechtswirksam ist ja noch im Haus wohnen bleiben. Er hat noch sämtliche Schlüssel für das Haus, Garage etc. Nach sehr langem Hin und Her hat er sich bereit erklärt einen geforderten Betrag der Miete noch zu zahlen bis er aus dem Vertrag raus ist.
Nun will er natürlich den größten Teil der Möbel haben (er ist halt Hauptverdiener und hat auch an allem mehr Anteil bezahlt, Kaufvertrag läuft allerdings nur auf ihren Namen und er hat keinen Beleg, dass er etwas bezahlt hat) und auch die Schlüssel erst abgeben, wenn er aus dem Mietvertrag ist. Sie überlegt, das Schloß austauschen und ihm für das Holen seiner Sachen Termine mit ihr anzubieten, zu denen sie dann auch anwesend sein sollte. Trotz Trennung und gemeinsamen Mietvertrag geht sie davon aus, dass es ihr Recht ist, ihre Privatssphäre zu schützen und sich davor zu schützen, dass einfach Gegenstände abtransportiert werden, über die es noch keine Einigung gibt.
Die Hauskündigung hat sie mit unterschrieben, sie ist heute eingegangen also zum 01.06.07 rechtsgültig. Für die Zeit hat er sich zumindest verpflichtet auch einen geringen Teil an Verbrauchskosten bis auf Wasser zu beteiligen. Sie möchte nun den Mietvertrag weiter alleine übernehmen und mit Hilfe eines Untermieters die finanzielle Belastung packen. Darf der Vermieter einen Untermieter ablehnen?
Gibt es auch für nichtverheiratete Partner sowas wie einen Zugewinnausgleich oder Ähnliches für gemeinsam angeschaffte Möbel etc., auch wenn einer einen größeren Anteil als der andere bezahlt hat?