Was sollte man als Mann (47 J.) unternehmen um seine Frau (47 J.) die sich nach einer 9 Wöchigen Klinikaufenthalt naoch der 7.Wochen im Partnergespräch mit der Therapeutin den Mann erzählt sie will sich von Ihm trennen da er der schuldige ihrer Depresion ist.(nach 29 Ehejahren) Die Frau kommt in einer Woche zurück und zieht bei der Mutter ein bis sie eine Wohnung hat.Sie hat in der Klinik einen anderen Mann kennegelernt ,der auch unter Depresioen leidet.Hat man überhaupt noch eine Chance die Frau zurück zugewinnen . Wie verhält man sich in so einem Fall? Man möchte auch nichts falsch machen.
Hallo Hans,
meiner Überzeugung nach kann der Mann vorsichtig versuchen, zu verstehen, was seine Frau zu ihrer Entscheidung bewogen hat. Er sollte diese Entscheidung grundsätzlich respektieren, sich mit Forderungen zurückhalten und sich in keine Streitereien verstricken. Wenn er sich zurückhaltend benimmt, hat er eine Chance. Eine Erfolgsgarantie gibt es allerdings nicht.
Für den Mann wird es allerdings eine schwere Zeit und er wird sich auf Enttäuschungen einstellen müssen.
Beste Grüße,
Oliver Walter
Also, Hans, Hallo erst mal.
Was „man“ oder „DU“ in so einem Fall tun könnte, und was besser zu unterlassen wäre, da „man“ oder „DU“ nichts falsch machen will, hängt viel zu sehr vom Einzelfall ab, als dass man da einen Rat geben könnte.
Grundsätzlich musste ich in den vielen Jahren, die ich schon auf der Welt bin und mich mit den Themen Paar-/Partner-Probleme herumplage, lernen,
dass es hinterher immer mindestens Einen gibt, der es besser gewusst hätte.
Aber während die Krise köchelt bzw wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, helfen Rat-Schläge nicht viel.
Ich war selber mit meiner ersten Frau vor 10 Jahren auch in so einer ähnlichen Situation: Ich merkte, dass da was nicht stimmt, sie war mir und unseren Kindern gegenüber so abweisend, mich fror in ihrer Gegenwart. Nach zwei Jahren (so lange köchelte das vor sich hin - ich fand mich mit der angespannten Situation ab, meine Frau hatte nicht den Mut eine Änderung zu fordern) sagte sie mir eines Tages, dass sie mich nicht mehr liebt.
Einige Wochen später gestand sie mir, dass sie „fremdgegangen“ sei, und als ich noch einige Wochen später ihr vorschlug, gemeinsam zu einer psychotherapeutischen Eheberatung zu gehen, kam von ihr bereits „Du kannst da ruhig hingehen, du brauchst es offensichtlich - ich nicht“. Ich suchte und fand sofort eine Beratungsstelle und ging drei Mal die Woche hin, bot meiner Frau immer wieder an, mitzukommen. Nachdem sie dann einige Wochen später doch mitgegangen war, hat der Therapeut nach der ersten gemeinsamen Sitzung bereits gesagt, dass sie nicht mitspielt und es keinen Sinn macht. Am nächsten Tag bereits hatte sie eine eigenen Wohnung gefunden und zog am Wochenende ein!
So schnell kanns gehen…
Ich hoffe ich habe dich mit meinem Beispiel nicht zu sehr entmutigt, du hast aber meiner Meinung nach wirklich kaum noch Chancen außer, ihr geht zu einer Paarberatung (also nicht jeder für sich zu einer Therapie, sondern Beide gemeinsam zu einer Partner-Therapie).
Michael
Hi,
sie hat einen Mann kennengelernt (in einer Klinik - also einer fast ‚hermetisch abgeschlossenen Welt‘), der wie sie an Depressionen leidet.
Ich würde mal annehmen, dadurch verstehen sich die beiden.
Im Gegensatz zum Ehepartner, der ihre Depressionen vielleicht noch nie ganz verstanden hat (sie hinzunehmen, zu akzeptieren, ist ja nicht dasselbe wie VERSTEHEN).
Die Frage ist: Wie hätte sie bei ihrer Rückkehr reagiert, wenn sie diesen Mann nicht kennengelernt hätte?
War sie zu dem Schluss gekommen, dass ihre Ehe verantwortlich für die Depressionen sei, und dass es keine Chance gäbe, die Situation zu verändern, ohne sich zu trennen?
Oder hätte sie, vor der Wahl stehend, ob sie sich trennt & dann alleine ist, oder ob sie dem Ehemann Chancen einräumt, zweiteres gewählt?
Man weiss es nicht.
Aber die Dame braucht mit Sicherheit Zeit.
Ich würde die ganze Sache leider eher pessimistisch sehen.
Ist sie denn zur Zeit bereit, mit Dir zu reden?
Weisst Du, was sie in der Ehe belastete?
Konkrete Tips kann ich Dir leider nicht geben.
Gruss, isabel
Hallo Hans (zum Zweiten),
unter Deinem Posting „Trennungen“ habe ich bereits einiges geschrieben - hier einige Ergänzungen:
Deine Postings wirken auf mich „distanziert“, als ob Du von Ferne etwas beobachtest und einfach Mal darüber plaudern möchtest. Ich vermute allerdings, dass Dich die Mitteilung Deiner Frau völlig unvorbereitet getroffen - vielleicht auch verletzt - hat und Du das Gefühl hast, sie zöge Dir den Boden unter den Füßen weg. So wie Deine Frau in der Therapie Hilfe gesucht (und ggf. auch gefunden) hat, benötigst Du im Moment auch Hilfe . . . - allein um begreifen zu können ?!
Wenn deine Frau sich in der Reha verliebt hat - was m. W. nicht ungewöhnlich ist (sog Kurschatten), dann sind ihre derzeitigen Entscheidungen vermutlich sehr emotional und weniger rational. Vielleicht wird sie schon bald nach diesem „Ausbruch“ klarer sehen und erkennen, was sie aufgegeben hat bzw. was sie jetzt neues hat. Dass eine neue Liebe wie ein neues Leben ist, und somit die Depressionen zumindest vorübergehend „in den Schatten“ stellen kann, halte ich für möglich. Auch halte ich für möglich, dass ein selbst depressiver Mann eine depressive Frau gut oder besser versteht. Allerdings sind Zweifel erlaubt, ob eine „Kur-Liebe“ dem Alltag Stand hält.
Wenn es Dir gelingt, zu akzeptieren, dass Deine Frau momentan „verwirrt/durcheinander“ ist und somit auch Dinge sagt und tut, die sie nicht so meint und die ihr ggf. später Leid tun, hilfst Du ihr schon. Versuche nicht, zusätzlich Druck zu machen. Lass´ ihr Zeit. Ansonsten solltest Du am besten wissen, was Dir vor über 30 Jahren geholfen hat, sie (erstmalig) zu gewinnen - vielleicht wirkt es (angepasst) wieder?!
Pass´ auf Dich auf!
Hallo,
Was sollte man als Mann (47 J.) unternehmen um seine Frau
(47J.) die sich nach einer 9 Wöchigen Klinikaufenthalt nach
der 7.Wochen im Partnergespräch mit der Therapeutin den Mann
erzählt sie will sich von Ihm trennen da er der schuldige
ihrer Depresion ist.(nach 29 Ehejahren)
Ihr glauben. Was sonst?
Als „Mann“ sollte man sich vor allem
„wie ein Mann“ von der Vorstellung
befreien, dass einem die Frau „gehört“
und dass man sie „zurückbekommt“, wenn
man „alles richtig macht“.
Grüße
CMb
Hei,
Ihr glauben. Was sonst?
das auf jeden Fall.
Als „Mann“ sollte man sich vor allem
„wie ein Mann“ von der Vorstellung
befreien, dass einem die Frau „gehört“
und dass man sie „zurückbekommt“, wenn
man „alles richtig macht“.
Ich kenne den Ursprungsposter nicht, aber ich wage zu behaupten, dass es hier unerheblich ist, ob es ein Mann oder eine Frau ist. Nach der Trennung von meinem Freund damals habe ich auch so gedacht. Da kommen zig Fragen auf - was ist in der Klinik passiert, was habe ich falsch gemacht, warum redet er nicht mit mir, wie bekomme ich ihn zurück, was haben die Therapeuten ihm gesagt, dass er sich plötzlich von mir trennt, warum sieht er es erst jetzt so und nicht schon vor der Klinik, lieg es an den Depressionen oder liebt er mich wirklich nicht mehr usw. usw.
Jeden Tag kamen da neue Fragen auf, und in diesem Fall ist es ja noch einen Tick „schlimmer“, weil auch noch ein neuer Partner dazukommt, der die Frau offensichtlich besser versteht, irgendetwas in ihr geweckt hat, was der Postende nicht konnte. Und das ganze quasi von heute auf morgen, ohne Vorzeichen (zumindest hat der Postende diese nicht gesehen), und auch noch in einer Zeit, in der man hofft, dass es dem Partner bald besser geht, in der man ihm/ihr gerne näher wäre, um ihm/ihr zu helfen, tatsächlich aber vollkommen hilflos ist. Wenn es ihm/ihr dann ohne einen selbst besser geht, ist das ziemlich heftig… und man kann es nicht beeinflussen, eben weil diese Grenze „Klinik“ dazwischen steht, das ist ein solcher Hammer, der einen dann trifft, das kann und will ich nicht beschreiben.
Da ist das Gefühl, mit dem Partner sprechen zu wollen, zu erfahren, was passiert ist, man möchte über seine eigenen Gefühle sprechen - am besten natürlich mit dem Partner… aber das ist halt nicht so einfach, weil er/sie in der Klinik ist. Wenn die Ehefrau in diesem Fall dann nach der Klinikzeit sofort auszieht, hat man ja immer noch nicht die Chance auf ein klärendes Gespräch. Okay, wie es scheint, haben die beiden ja miteinander geredet, aber vielleicht reicht das nicht. D. h. offensichtlich reicht es dem Postenden nicht, sonst würde er wohl nicht hier fragen…
Ich denke auch, dass es am besten ist, erst einmal Abstand zu halten, so schwer das auch fällt. Und eine eigene Therapie anfangen, dann kann man wenigstens über seine eigenen Gefühle sprechen und bekommt die ganze Situation von einer neutralen dritten Person durchleuchtet - unheimlich hilfreich!
Viele Grüße
Natascha
Hi Gunter,
Wenn deine Frau sich in der Reha verliebt hat - was m. W.
nicht ungewöhnlich ist (sog Kurschatten), dann sind ihre
derzeitigen Entscheidungen vermutlich sehr emotional und
weniger rational.
Das ist doch das Schöne - emotional und nicht rational. Kenne aber offengestanden keine rein „rationale“ Liebe - entgeht mir da was?
Vielleicht wird sie schon bald nach diesem
„Ausbruch“ klarer sehen und erkennen
„Ausbruch“ Doch eine Irre, Opfer ihrer Krankheit, ihrer ungesteuerten Gefühle, Triebe?
Allerdings sind Zweifel erlaubt, ob eine „Kur-Liebe“
dem Alltag Stand hält.
Und was ist dann mit der Liebe auf den ersten Blick? (Kommt öfter vor, als man denkt…) Das kann ja dann gar nix werden…
Wenn es Dir gelingt, zu akzeptieren, dass Deine Frau momentan
„verwirrt/durcheinander“ ist …
Also doch durchgeknallt. Frauen, noch dazu depressive, können einfach nicht ‚vernünftig‘ handeln, sie sind durch und durch krank, nicht zurechnungsfähig, nä?
und somit auch Dinge sagt und tut, die sie nicht so meint
(sic!)
und die ihr ggf. später Leid tun, hilfst Du ihr schon.
Aha, die Frau hat sich endlich aus ihrem Elend gelöst und geht mit verstärkter Hoffnung in die Zukunft… Braucht sie da wirklich seine „verständnisvolle und überlegene“ Hilfe… Vielleicht war es gerade diese Form von Verständnis gegenüber ihrer ihr auferlegten Opferrolle, die sie in die Lähmung, die Depression gezwungen hat… Vielleicht wird sie endlich mal ernst genommen und nicht nur als Kranke behandelt…
Versuche nicht, zusätzlich Druck zu
machen. Lass´ ihr Zeit. Ansonsten solltest Du am besten
wissen, was Dir vor über 30 Jahren geholfen hat, sie
(erstmalig) zu gewinnen - vielleicht wirkt es (angepasst)
wieder?!
Wir haben das schon immer so gemacht? Was vor 30 Jahren gut war, muss doch auch heute noch gut sein? Das soll für ein Weiterkommen hilfreich sein???
Pass´ auf Dich auf!
Das ist der erste vernünftige Satz… „Er“ sollte mal über sich und seine Rolle in diesem Spiel zwischen den beiden nachdenken - inwieweit er z.B. von seinen eigenen Problemen ablenkt, weil er sich ja um sie, die Kranke, kümmern muss… Ist schon schlimm, wenn das Kind, das man gefüttert hat, einfach so aufbricht ins Leben… und das allein… undankbar, sowas.
Einfach mal ein Gedankenanstoß in die andere Richtung… Etwas emotional - ja - aber aus Erfahrung…
Einen schönen Sonntach
Anja
harter tobak…
zuerst mal: lass sie gehen - denn sie hat sich offensichtlich schon lange mit einer evtl. trennung auseinandergesetzt und ihre entscheidung
getroffen. dass sie dir die schuld für etwas gibt, an dem sie mindestens uzr hälfte mitveranwortlich ist, zeigt, sie ist noch sehr unreflektiert und steckt voller zorn, will weg von dir. sie wird denke ich nicht zugänglich für irgendwas sein, was von dir kommt. - in der phase geht das nicht. die kluft ist unüberwindbar, da aber kann die der therapeut viel besser und nachvollziehbarer erklären als man es hier je könnte.
deshalb mein rat: geh zu dem therapeuten - allein - damit kannst du evtl mit ihm zusammen leichter erkennen warum sie so entschieden hat, warum sie so denkt. ausserdem wird es dir helfen deinen weg zu finden.
auch wirst du evtl auf diese weise besser sehen können, warum sie sich für diesen weg entschieden hat und warum sie dir eine schuld zuweist -
und ob und wenn ja, was da dran ist…
eine der beschissensten arten sich zu trennen scheint mir immer die zu sein, bei der der eine teil einen weg geht, der andere noch an der alten stelle steht und aus allen wolken fällt - kommunikation wird also nie eure stärke gewesen sein…fatal, so oder so.
vielleicht lernt sie es gerade für sich und du wirst dich entscheiden müssen, was du nun lernen willst, für dich.
LG
nina
Hi anja,
in einem Punkt stimmst Du zu?! Wo sind - abgesehen von Vermutungen und Unterstellungen zu meinen Gedanken - Deine konstruktiven Ansätze zu den Fragen des Ursprungspostings. Alles Scheiße, weil nicht von Dir oder nicht in Deinem Sinn?
Hi gunter,
in einem Punkt stimmst Du zu?! Wo sind - abgesehen von
Vermutungen und Unterstellungen zu meinen Gedanken - Deine
konstruktiven Ansätze zu den Fragen des Ursprungspostings.
Ich vergebe keine Rat"schläge" - nur Denkanstöße…
Alles Scheiße, weil nicht von Dir oder nicht in Deinem Sinn?
Bei soviel Unterstellung scheine ich ja voll ins Schwarze getroffen zu haben…
Anja
Das Schwarze
Hallo Anja,
… scheine ich ja voll ins Schwarze getroffen zu haben…
Definierst Du das, was nicht Antwort auf die Fragen des Ursprungspostings ist, als Schwarzes, stimme ich Dir zu.
ist doch alles bestens.
mal ehrlich: mit einer hochgradig depressiven zusammenzuleben ist
doch alles andere als angenehm, sondern im gegenteil schwer
belastend. „corrosive for the soul“ wie ein leidgeprüfter freund mal
ganz treffend bemerkte. von daher sei ganz freundlich zu ihr, wenn
sie zurück ist hilf ihr beim packen und wenn sie zur tür raus ist
mach drei kreuze, dass sie nicht mehr wiederkommt.
zurückgewinnen? tststs … bist du noch zu retten? alles hat nun mal
seine zeit und für dich bricht nun eine ganz neue und wundervolle an
… lass dich einfach überraschen.
schöne grüsse,
medelvio
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