Hallo miteinander,
aus aktuellem Anlass suche ich etwas allgemein anerkanntes, schriftliches, zur Psyche eines Kindes. Wie verhält es sich bei Trennung vom geliebten Elternteil durch den Wohnortwechsel zum anderen Elternteil. Welche Auswirkungen hat es, wenn es nach dem Wohnortwechsel wiederholt, ohne für das Kind ersichtliche Gründe, zum Abriss des Kontaktes kommt.
Wie wirkt es sich aus, wenn ein Kind im Grundschulalter gegen seinen Willen in den Haushalt des anderen Elternteiles wechseln muß und keinen Kontakt zum bisherigen Umfeld bekommt?
Was geschieht mit Dingen wie „Urvertrauen“, „Bindungsfähigkeit als Erwachsener“, „Sicherheit bei der Lebensplanung und -gestaltung“, „Fähigkeit alleinverantwortlich zu planen und handeln“, „Verhalten zu eigenen Kindern“, etc. Wurde das schon einmal irgendwo untersucht?
Meine Theorie ist, dass das Kind sich von dem Elternteil entfernt, der es an sich zwingt, früher oder später, aber sicher spätestens mit der Pubertät, auch wenn der Wechsel „begründet“ war. Was „Lebensfähigkeit“ betrifft, habe ich darüber hinaus große Bedenken, denn zu einem Lebensplan gehören ja auch Vorbilder, an denen man sich orientieren kann. Ein „herausreißen“ aus dem bisherigen Lebensumfeld kann ja nur zu Verlustängsten führen. Ich vermute, dass so ein Kind später große Probleme hat, feste, dauerhafte Bindungen einzugehen, zum einen, weil es aus Angst, Verluste zu erleiden, zu enge Bindungen meidet, zum anderen aber auch bei bestehenden Bindungen klammert, um eben keine weiteren Verluste erleiden zu müssen.
Nur, wo kann ich hierzu anerkannte Literatur finden?
Gruß, AndyM