Hallo Lisa,
so wie Du schreibst, soll es für Frau R. nur um eine ganz normale Trennung gehen. Das heisst - es sind keine Kinder im Spiel und es ist auch nicht wirklich „Gefahr im Verzug“. Und natürlich ist’s sehr gut verständlich, dass sie nach Verkündigung der Trennung so schnell wie möglich dort weg will. Unterm Strich heisst das aber auch, dass Frau R. sich in allen Dingen etwas Zeit lassen kann, und nichts überstürzen braucht.
Das einzige Problem scheint mir in dieser Sache die Finanzierung derselben sowie von Frau Rs weiterem Leben zu liegen. Wenn ich das richtig verstehe, ist Frau R. derzeit nicht arbeitend. Und wenn die Finanzlage von Herrn und Frau R. „üblich“ ist und ja auch keine Kinder da sind, wird der Herr R. der Frau R. auch längerfristig wohl keinen (nennenswerten?) Unterhalt zahlen müssen und nach Deiner Schilderung scheint er auch nicht der Typ zu sein, der das freiwillig tun wird.
Das heisst, der idealste Weg für die Frau R. wäre es, wenn sie sich rechtzeitig vor ihrem Auszug um einen entsprechend dotierten Job bemühen würde. Das geht entweder mit Hilfe des Arbeitsamtes oder über die bekannten Wege über Internet bzw. Tageszeitung. Vielleicht ist ja auch ein Job in einer weiter entfernten Stadt für die Frau R. erstrebenswert? Dann wäre sie gleichzeitig aus der Reichweite des wohl in solchen Situationen weniger liebenswerten Herrn R. weg 
Sodele, wenn dazu nun die Kürze der Zeit nicht ausreichend sein sollte, dann sollte Frau R. mal ganz schnell auf ihr Arbeitsamt latschen und sich dortselbst arbeitssuchend melden. An Unterlagen würde ich an Frau R.s Stelle mal einen Personalausweis und Nachweis über die letzten Jobs (Kündigung, Zeugnis, was sie halt so hat) und einen aktuellen Lebenslauf mitbringen. Eventuell kann Frau R. auch vorher beim Amt anrufen und fragen ob darüberhinaus noch weitere Dokumente (Freischwimmerzeugnis, Brillenrezept oder so) erforderlich sind.
Sodele, und dort wird man ihr dann auch mitteilen ob und wieviel Kohle sie zu erwarten hat. Diese Summe sollte eigentlich alle weiteren Pläne (Wohnungspreis, Anwalt) massgeblich beeinflussen. Hat Frau R. keine Ansprüche oder ist die zu erwartende Geldmenge deutlich zu gering zum überleben wird man sie sicherlich beraten, wo sie in ihrer Situation eventuell noch mehr bekommen kann.
Achja, ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen: so früh wie nur möglich sollte sie auch den Gang zum Anwalt antreten, denn so wie sich diese Geschichte hier liest, erwarten wir keine friedliche Trennung, so dass sie da sicherlich anwaltlichen Beistand gut gebrauchen kann.
*wink*
Petzi