Trennung....und dann?

Hallo und guten Morgen,

Ich bedanke mich schon jetzt
für eure Hilfe.
nehmen wir mal folgendes an:
Frau R.wird sich von ihrem Mann trennen.Er weiss es aber noch
nicht.Wenn Frau R. es ihm jetzt sagen würde,dann in 4 Wochen ausziehe,
hätte sie die Hölle auf Erden.Sie muss alles heimlich machen,schade,
aber ist so.Das schlimme ist nur,Frau R. arbeite nicht, hat also kein
Geld.
Jetzt meine Frage:
Wo und bei wem bekomme sie schnelle Hilfe??
Bitte nur ernstehafte Antworten
Lisa

Hallo Lisa,

in so einem Fall würde Frau R. am besten sich zu einem „Frauenhaus“ begeben. Telefonnummer über die Auskunft, Hilfe für geschlagene Frauen suchen…

Gruß
BT

sorry , aber Frauenhäuser sind nur für misshandelte Frauen.
Und das ist auch gut so!

Wenn jede Frau, die sich von ihrem Mann trennen möchte, ins Frauenhaus gehen würde, wo sollten dann die wirklich misshandelten hin?

Natürlich kann man bei Frauenhäusern nachfragem, wo man sich als „mittellose“ melden kann. Ich bin sicher die haben Adressen und Ansprechpartner und können helfen. Aber einfach mal so ins Frauenhaus ziehen, weil der Partner vielleicht ausfällig werden könnte - iss nicht.

lieben Grüße
Jasmin

PS: Ich wurde selber vor vielen Jahren von meinem Ex-ehemann fast täglich verprügelt und wachte einige Male im Krankenhaus auf. Also bitte nicht falsch verstehen, aber ich möchte gerne für die misshandelten Frauen sprechen, die wirklich dringen Hilfe brauchen sowie die bereits überfüllten Frauenhäuser die ihr bestes versuchen bedürftigen Frauen zu helfen.

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Halllllllllooo
sie wird nicht misshandelt und schon gar nicht geschlagen.Es wird eine ganz normale Trennung geben,nur Frau R. möchte keine Diskussionen und so mit ihrem Mann haben,deshalb will sie bei „Nacht und Nebel“ weg.Er würde sie nicht verstehen und sie können sich auch nicht aus den Weg gehen,wenn sie solange im haus bleibt,bis sie eine Bleibe hat

lisa

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Halllllllllooo
sie wird nicht misshandelt und schon gar nicht geschlagen.Es
wird eine ganz normale Trennung geben,nur Frau R. möchte keine
Diskussionen und so mit ihrem Mann haben,deshalb will sie bei
„Nacht und Nebel“ weg.Er würde sie nicht verstehen und sie
können sich auch nicht aus den Weg gehen,wenn sie solange im
haus bleibt,bis sie eine Bleibe hat

lisa

Hallo auch Dir,

Das kann ich gut verstehen.
Ich würde der Frau raten, sich bei Frauenhäusern zu informieren. Wie gesagt, die haben mit Sicherheit Adressen und Anlaufstellen und können helfen. Besonders auch dann, wenn Kinder mit im Spiel sind. Aber einziehen im Frauenhaus ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich.

Gruss
Jasmin

Hi
Kinder sind nicht im Spiel.Ein Frauenhaus braucht Frau R. wirklich nicht.Man hört doch immer von der ARGE oder auch Sozialamt.Helfen diese weiter??

lisa

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Kinder sind nicht im Spiel.Ein Frauenhaus braucht Frau R.
wirklich nicht.Man hört doch immer von der ARGE oder auch
Sozialamt.Helfen diese weiter??

lisa

Hallo,
ich denke nicht, dass die ARGE da viel weiter helfen kann, zumindest nicht kurzfristig.

Könnte die Frau nicht bei Bekannten, Freunden oder Verwanten unterkommen?

Ansonsten hilft nur alles bei der ARGE zu beantragen (eignene Wohnung usw.) und immer schön den Postmann abfangen, damit nichts zum Mann durchsickert und dann eine neue Wohnung mit Hilfe der ARGE finden und schnellstens umziehen. Dies natürlich alles unter der Voraussetzung, dass die Person von der ARGE betreut wird und bedürftig ist. Ansonsten wie gesagt, bei Frauenhäusern nach Kontakten fragen oder vielleicht auch bei Kirchen nach evtl. Kontakten die helfen könnten fragen.

Gruss
Jasmin

Hi

was für Papiere braucht die ARGE,um Frau R. zu helfen??DANKE

lisa

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was für Papiere braucht die ARGE,um Frau R. zu helfen??DANKE

lisa

Sorry, das kann ich nun wirklich nicht beantworten. Das liegt absolut am Einzelfall. Da sollte man schon einen Termin bei der Arge anfragen und alles besprechen. Ob die ARGE dann in diesem Fall auch wirklich helfen kann liegt auch am Einzelfall. Ich würde der Frau raten, erst einmal bei Freunden oder Verwanten einzuziehen und unter Umständen das Hab und Gut (Möbel, Geschirr usw) in einem Lager z.B. bei einer Spedition oder Self Storage Lager einzulagern.

liebe Grüße
Jasmin

ich würde der dame raten,der wirklichkeit ins auge zu sehen und die sache geordnet zu bewältigen–einmal muss sie ja damit anfangen.

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Hi Jasmin,

hilft nur alles bei der ARGE zu beantragen (eignene
Wohnung usw.)

Ich hab’ mich ja bis jetzt zurückgehalten - aber was Du da alles empfielst, ist fast alles sachlich falsch. S.o. - die ARGE vergibt keine Wohnungen…

Um wirklich sachlich korrekte Auskünfte geben zu können, muss man viel mehr über die vor allem finanzielle Situation dieser Frau wissen.

Nix falsch macht sie egal unter welchen Umständen, wenn sie erst einmal zum Anwalt geht, wo auch die Unterhaltsregelungen zur Sprache kommt, erst danach kann man weitersehen.

Gruß,

Anja

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Ich hab’ mich ja bis jetzt zurückgehalten - aber was Du da
alles empfielst, ist fast alles sachlich falsch. S.o. - die
ARGE vergibt keine Wohnungen…

Das die Arge Wohnungen vergibt sagte ich auch nie, ich sagte man muss alles beantragen … das Wort ARGE fiel auch nicht von mir zuerst. Ich bin davon ausgegangen, dass die Frau bereits (wie sagt man das jetzt) „Kunde“ bei der ARGE ist, da dies vom Fragesteller erwähnt wurde …

Um wirklich sachlich korrekte Auskünfte geben zu können, muss
man viel mehr über die vor allem finanzielle Situation dieser
Frau wissen.

Richtig, auch das hatte ich versucht zu erklären. Soetwas kann man nicht kurzfristig über Nacht klären.

Nix falsch macht sie egal unter welchen Umständen, wenn sie
erst einmal zum Anwalt geht, wo auch die Unterhaltsregelungen
zur Sprache kommt, erst danach kann man weitersehen.

Sie hat kein Geld …

Hallo Lisa,

so wie Du schreibst, soll es für Frau R. nur um eine ganz normale Trennung gehen. Das heisst - es sind keine Kinder im Spiel und es ist auch nicht wirklich „Gefahr im Verzug“. Und natürlich ist’s sehr gut verständlich, dass sie nach Verkündigung der Trennung so schnell wie möglich dort weg will. Unterm Strich heisst das aber auch, dass Frau R. sich in allen Dingen etwas Zeit lassen kann, und nichts überstürzen braucht.

Das einzige Problem scheint mir in dieser Sache die Finanzierung derselben sowie von Frau Rs weiterem Leben zu liegen. Wenn ich das richtig verstehe, ist Frau R. derzeit nicht arbeitend. Und wenn die Finanzlage von Herrn und Frau R. „üblich“ ist und ja auch keine Kinder da sind, wird der Herr R. der Frau R. auch längerfristig wohl keinen (nennenswerten?) Unterhalt zahlen müssen und nach Deiner Schilderung scheint er auch nicht der Typ zu sein, der das freiwillig tun wird.

Das heisst, der idealste Weg für die Frau R. wäre es, wenn sie sich rechtzeitig vor ihrem Auszug um einen entsprechend dotierten Job bemühen würde. Das geht entweder mit Hilfe des Arbeitsamtes oder über die bekannten Wege über Internet bzw. Tageszeitung. Vielleicht ist ja auch ein Job in einer weiter entfernten Stadt für die Frau R. erstrebenswert? Dann wäre sie gleichzeitig aus der Reichweite des wohl in solchen Situationen weniger liebenswerten Herrn R. weg :wink:

Sodele, wenn dazu nun die Kürze der Zeit nicht ausreichend sein sollte, dann sollte Frau R. mal ganz schnell auf ihr Arbeitsamt latschen und sich dortselbst arbeitssuchend melden. An Unterlagen würde ich an Frau R.s Stelle mal einen Personalausweis und Nachweis über die letzten Jobs (Kündigung, Zeugnis, was sie halt so hat) und einen aktuellen Lebenslauf mitbringen. Eventuell kann Frau R. auch vorher beim Amt anrufen und fragen ob darüberhinaus noch weitere Dokumente (Freischwimmerzeugnis, Brillenrezept oder so) erforderlich sind.

Sodele, und dort wird man ihr dann auch mitteilen ob und wieviel Kohle sie zu erwarten hat. Diese Summe sollte eigentlich alle weiteren Pläne (Wohnungspreis, Anwalt) massgeblich beeinflussen. Hat Frau R. keine Ansprüche oder ist die zu erwartende Geldmenge deutlich zu gering zum überleben wird man sie sicherlich beraten, wo sie in ihrer Situation eventuell noch mehr bekommen kann.

Achja, ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen: so früh wie nur möglich sollte sie auch den Gang zum Anwalt antreten, denn so wie sich diese Geschichte hier liest, erwarten wir keine friedliche Trennung, so dass sie da sicherlich anwaltlichen Beistand gut gebrauchen kann.

*wink*

Petzi

Hallo Lisa,

Vorweg mal ein paar Worte zur ARGE, nachdem hier schon viel darüber geschrieben wurde:
Die ARGE ist für die Arbeitslosengeld II Zahlungen zuständig. Die bekommt jeder, der bedürftig und arbeitsfähig ist und seinen Lebensunterhalt nicht anderweitig bestreiten kann.
Die ARGE wird, wenn die Frau dort vorspricht, in einem ziemlich umfangreichen Antrag zunächst prüfen, ob irgendwelche vorrangigen Ansprüche, wie Arbeitslosengeld I, Vermögen oder Unterhalt vom (noch) Ehemann bestehen. Diese Ansprüche mindern dann den ALG II Anspruch, bzw. schließen diesen aus. Im Antrag wird auch die Höhe von Miete und Nebenkosten abgefragt. Die ARGE vermittelt definitiv keine Wohnungen und die Antragsbearbeitung braucht vor allem eine gewisse Zeit.

„Über Nacht“, ohne Vorbereitung, auszuziehen wäre vor diesem Hintergrund keine wirklich gute Idee, wenn es keinen zwingenden Grund (z.B. häusliche Gewalt) dafür gibt, denn die Frau wäre erst mal wohnungslos mit aller Konsequenz.

Wenn die Trennung wirklich auf die beschriebene Art erfolgen muss, und keine provisorische Unterbringung bei Freunden oder Verwandten möglich ist, wäre es vielleicht eine Idee, dass die Frau vor dem Auszug nach einer kleinen, provisorischen Wohnung sucht (vorher bei der ARGE nach der ortsüblichen angemessenen Miethöhe fragen, denn nur dann wird die Miete übernommen) und für die ersten Tage etwas Geld zur Seite legt. Auch ein Kontakt mit der zuständigen ARGE könnte vorweg schon mal aufgenommen werden, um zu klären, ob überhaupt die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt wären. Sollte dies aufgrund des zu hohen Unterhaltsanspruchs nicht der Fall sein, müsste der Unterhalt bei Uneinsichtigkeit des (noch) Ehemannes ggf. über den Anwalt geholt werden. Was die finanzielle Versorgung betrifft, wird sich ein Kontakt zum (noch) Ehemann m.E. wohl kaum vermeiden lassen!

Kurzum: Wenn kein Notfall vorliegt (dann ist das Frauenhaus zuständig!), sollte das Ganze sorgfältig geplant werden. Am allerwichtigsten ist es, eine Unterkunft zu haben!

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen
Jens

Hallo Lisa,

sie wird nicht misshandelt und schon gar nicht geschlagen.

Im Ursprungspost schriebst du aber:

Wenn Frau R. es ihm jetzt sagen würde, dann in 4 Wochen auszöge,
hätte sie die Hölle auf Erden.

Ja was nu?
Wenn Frau R. sich entschließt, sich von ihrem Ehemann zu trennen, muss sie das auch ihm gegenüber vertreten und begründen können.

Argumentationen oder Diskusionen sind aber keine häusliche Gewalt, daher ist ein Frauenhaus hier nicht angesagt.

Wie Andere schon schrieben, sollte Frau R. einen Scheidungsanwalt aufsuchen.

Gruß
BT

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Hallo,

ich halte die Idee einer „Nacht- und Nebelaktion“ für völlig falsch. Es soll eine „normale“ Trennung werden, schreibst Du - aber die ist nach einer solchen Aktion meist nicht mehr möglich.

Wenn eine Beziehung scheidert, auch wenn es nur ein Partner so sieht, sind Vertrauen usw. meist ziemlich zerstört. Nach einer solchen heimlichen Aktion enden Trennungen in den allermeisten Fällen in einem, für beide Partner, schrecklichen Rosenkrieg. Es gibt dann kaum mehr eine Basis für vernünftige und faire Vereinbarungen. Verdienen tun im Endeffekt dann die Anwälte.

Lisa, glaub mir ich weiß wovon ich spreche. Seit mehr als 14 Jahren begleite ich ehrenamtlich Scheidungspaare. Gut in „meinen“ Fällen sind meist Kinder mit betroffen, aber das ist nicht immer der Hauptstreitpunkt.

Trennungen die so heimlich vollzogen werden, arten nahezu automatisch in einer gewaltigen Schlammschlacht aus. Setze Dich doch bitte einmal in die Situation Deines Mannes. Du kommst heim, Dein Mann und ein großteil der Einrichtung usw. ist weg. Würdest Du das als fair empfinden?

Ihr habt einige Jahre gemeinsam verbracht, Du sagst, dass keine Gewalt im Spiel ist, dann solltest Du bitte auch fair gegenüber Deinem Mann sein.

Klar gibt es, von der Ankündigung bis zum Vollzug der Trennung dann endlose Diskussionen und Streitereien. Der Volksmund sagt hierzu, dass Gewitter die Luft reinigen. Das kann aber als gute Basis für entweder einen gemeinsamen Neuanfang oder eine Trennung sein, die für alle akzeptabel ist.

Mein Vorschlag wäre, dass Du Dich um einen Mediationstermin zum Beispiel bei Caritas u. ä. bemühst. Dann könnt Ihr die Trennungstreitigkeiten vielleicht auch minimieren.

Gruß
Ingrid

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