Hallo, ich habe eine Tochter, sie ist 3 1/2 Jahre alt. Mit der Mutter bin ich seit 5 Jahren zusammen, das Verhältniss wurde in letzter Zeit aber immer schwieriger und angespannter. Sie bekam eine Schwangerschaftspsychose, die dann von einer Wochenbettpsychose abgelöst wurde. So langsam scheint sie sich daran „gewöhnt“ zu haben, denn sie hat weiterhin psychotische Schübe, ist in ärztlicher Behandlung und hatte auch schon den einen oder anderen Krankenhausaufenthalt hinter sich. Bisher hatte ich ihr alles abgenommen, woran sie sich auch gut gewöhnt hat und sämtliche Dinge des alltäglichen Lebens liegen in meiner Verantwortung. Es existiert keinerlei Selbstständigkeit und alle Therapieformen greifen nicht, da sie nicht sagt, was mit ihr los ist bzw. sie nicht ehrlich zu den Leuten ist. Hinzu kommt, was der eigentliche Punkt ist, sie läßt ihre Launen total an der Kleinen aus. Die so langsam die ersten Reaktionen zeigt. Es handelt sich dabei um solche Aktionen wie laut herumschreien vor der Kleinen, rummeckern ohne Grund mit ihr oder Androhungen wie, Jacke anziehen und sagen:" Mama geht jetzt los und kommt nie wieder", inklusive engster Verabschiedung. Meine/unsere Tochter beinnt andauernd zu weinen, obwohl sie absolut ausgeglichen war. Während der Klinikaufenthalte, die zwischen 6 und 12 Wochen waren, kümmerte ich mich um die Lütte alleine und jedesmal merkte man, dass sie wieder zur Ruhe kommt, in der Entwicklung große Sprünge macht und auch die Erzieherinnen bestätigten dies jedesmal. Da ich nicht von dem Krankenhaus erzählte kamen sie zu mir und fragten, was loswäre. Nachdem nun vor kurzem eine Krankenhausaufenthalt beendet wurde, kamen sie wieder und fragten mich, was los sei, Die Lütte schlägt, kratzt, beißt im Kindergarten und hören tut sie auch nicht mehr. Soweit so gut.
Ich halte das so nicht mehr aus und habe der Mutter gesagt, dass sie sich ein betreutes Wohnen sucht, WG, Appartment was auch immer, der Einzelfallhelfer wird ihr sicherlich helfen. Die Kleine geht an der Situation einfach kaputt. Weiterhin einigten wir uns, für sie schweren Herzens, dass die Kleine bei mir bleibt, sie jedoch immer wenn sie will die Kleine sehen kann. Diese Trenung sollte auch keine Trennung für immer, sondern nur für einen absehbaren Zeitraum sein. Ohne irgendwelche Unterhaltszahlungen, Stress vom Gericht, Jugendamt…
Aber genau dieser Fall ist jetzt eingetreten. Sie hat bei der Tagesklinik, in der sie gerade ist, Blödsinn erzählt und die Ärzte und Therapeuten haben umgehend das Jugendamt verständigt, welches demnächst hier vorbeikommen will. OK solen sie gerne machen, aber auf den Streit, werd ie Kleine bekommt, wer was zu zahlen hat, habe ich keinen Bock. Dass die Kleine besser bei mir aufgehoben ist, steht ausser Frage, zumal die Mutter sich im Oktober auch versucht hat das Leben zu nehmen. Das gemeinsame Sorgerecht haben wir beide. Sie hat keine krankheitsbedingt keine Arbeit, was sich demnächst auch nicht ändern wird und ich studiere. Wer kann mir sagen, wo ich Hilfe bekommen kann, damit die Kleine möglichst stressfrei bei mir bleiben kann und wie stehen die Chancen, dass ich sie bekomme? Gibts Seiten zu diesem Thema im Netz die mir weiterhelfen und nicht nur regionalen Bezug haben?
hallo.
vorsicht vor dem jugendamt! die haben ne ziemliche macht, sind oft total unfähig und generell erstmal der mutter zugeneigt (sorry jugendamtfreunde, aber das ist das, was ich bisher so erfahren mußte).
du solltest möglichst viele möglichst kompetente zeugen (erzieherinnen im kindergarten usw) auf deine seite ziehen.
evtl. wär’s sinnvoll (auch nachträglich) zu protokollieren, wann was mit deinem kind los war und ist und welche ursachen vermutet werden.
für die kommunikation mit jedweder instanz gilt immer:
- sachlich bleiben und nicht mit dreck schmeißen.
- jede behauptung sollte auch bewiesen werden können
gruß
michael
ps:
darf man dem (für mich abwertend klingenden) begriff „lütte“ entnehmen, daß du selbst genervt bist von deinem kind, oder ist das bei euch sowas wie ein kosename?
Moin Michael,
zumindest in Norddeutschland sind die Begriffe „Lütte“ und „Gören“ nicht negativ besetzt. Wie es hier gemeint war, weiss ich natürlich nicht. 
Gruß
Burkh
Hallo puxistar,
das ist wirklich keine leichte Situation.
Sie hat bei der Tagesklinik, in der sie gerade ist, Blödsinn erzählt :und die Ärzte und Therapeuten haben umgehend das Jugendamt
verständigt, welches demnächst hier vorbeikommen will.
Hier wäre es natürlich wichtig zu wissen, was sie erzählt hat. Wie hat sie dich belastet? Was hat sie gesagt? Wie haben die Therapeuten das Erzählte aufgenommen?
Liebst du deine Frau? Das brauchst du hier nicht beantworten, aber kläre das für dich. Trennst du dich deiner Tochter zuliebe oder liebst du sie nicht mehr?
Kannst du das Leben mit deiner Tochter fianzieren? Hast du Verwandte oder Freunde, die dich bei der Kinderbetreuung unterstützen? Zur Not gibt es an vielen Uni-Standorten auch flexible Kinderbetreuung für alleinerziehende Studenten.
Weiter kann ich die leider nicht helfen, da ich mit dem Jugendamt und deren Arbeitsweise noch keine Erfahrungen habe.
Aber ich habe noch ein Forum für dich, wo man dir vielleicht weiterhelfen kann: http://www.scheidungskinder.de/board/index.php
Dort sind einige Jugendamt-Erfahrene Elternteile.
Ich drück dir die Daumen.
Gruß
Tato
Hi michael,
darf man dem (für mich abwertend klingenden) begriff „lütte“
entnehmen, daß du selbst genervt bist von deinem kind, oder
ist das bei euch sowas wie ein kosename?
eher letzteres.
Ne Lütte ist ein süßes kleines Mädchen.
Gandalf
Ne Lütte ist ein süßes kleines Mädchen.
dann bin ich ja beruhigt
im fränkischen würde das wohl als schimpfwort durchgehen.
gruß
michael
Hallo Michael,
vorsicht vor dem jugendamt! die haben ne ziemliche macht, sind
oft total unfähig und generell erstmal der mutter zugeneigt
(sorry jugendamtfreunde, aber das ist das, was ich bisher so
erfahren mußte).
Und woher nimmst Du diese Erfahrung? Wie oft hast Du professionell mit Jugendämter zu tun gehabt. Glaubst Du fest daran, dass bestimmte Berufsgruppen nur dazu da sind anderen zu schaden und schon eine bestimmte Ausbildung nur dafür aufnehmen?
Mal so aus Sicht eines Anwalts mit diversen beruflichen Jugendamtserfahrungen in verschiedenen Kindschaftsangelegenheiten:
Natürlich gibt es auch in Jugendämtern, wie überall, Leute mit Haaren auf den Zähnen, Leute die man vorsichtig behandeln muss, … Das entspricht nun mal dem allgemeinen Bevölkerungsdurchschnitt. Nicht mehr und nicht weniger. Aber es gibt nicht wenige Betroffene, bei denen vollkommen unnötig immer gleich das Messer in der Tasche aufgeht, nur wenn sie den Begriff Jugendamt hören. Und statt sich mit den tatsächlichen Problemen zu befassen, die es für ein Kind zu lösen geht, landet dann der ein oder die andere gerne auch mal an meinem Besprechnungstisch und will zunächst mal das Jugendamt mit Dienstaufsichtsbeschwerden, … überziehen.
Klar, kann man machen, ist aber ungefähr so hilfreich wie eine Autoreparatur mit dem Vorschlaghammer. Fakt ist, dass ich bislang nicht eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Jugendamtsmitarbeiter geschrieben habe, sondern alle Mandanten mit entsprechenden Problemen davon überzeugen konnte, dassThema anders anzugehen, und damit bislang auch ausnahmslos Erfolg hatte. Dazu zählt:
-
Das Jugendamt ist kein Gegner, sondern soll die Interessen des Kindes vertreten und macht dies größtenteils auch sehr gut.
-
Man kann es daher zum Teil der Lösung machen, wenn man tatsächlich gute Karten hat.
-
Wenn man keine guten Karten hat, sollte man diese entweder verbessern oder sich überlegen, ob für das Kind ggf. eine andere Lösung nicht tatsächlich besser wäre (und nein, Jugendämter empfehlen nicht grundsätzlich aus reiner Boshaftigkeit Dinge, die einem Elternteil vielleicht nicht schmecken).
Für den vorliegenden Fall würde ich mal davon ausgehen, dass das Jugendamt hier eine ganz große Hilfe sein kann, weil das Kind in der aktuellen Situation massiv gefährdet ist. Dementsprechend würde ich den offenen Dialog mit dem Jugendamt suchen, dort die Situation umfassend schildern, klar machen, was funktioniert und wo man Hilfe gebrauchen könnte, und dann abwarten, was passiert. Vermutlich wird man, oh Wunder, feststellen, dass man Verbündete findet, die einem professionell helfen können und dies auch gerne tun.
Ich sehe hier momentan überhaupt keinen Anlass für Angst vor dem Termin mit dem Jugendamt, ganz im Gegenteil. Die Situation der Mutter lässt sich nachvollziehbar schildern und jeder Fachmann wird unter den geschilderten Umständen es auch für die beste Lösung halten, dass das Kind momentan beim Vater bleibt und ggf. der Kontakt zur Mutter sogar eingeschränkt wird. Über das Jugendamt bekommt man auch Hilfe ggf. entsprechenden gerichtliche Anträge zu stellen.
Aber selbstverständlich kann man auch gleich mit einer Horde wilder Zeugen, Fernsehteam, … beim Jugendamt auflaufen und gleich: „Ihr Schweine, ihr wollt mir mein Kind wegnehmen!“, rufen. Das gibt dann gleich die richtige Ausgangslage um Ärger zu produzieren und garantiert missverstanden zu werden.
Gruß vom Wiz, der neulich mal ein Jahr daran gesessen hat für einen an sich mit guten Karten ausgestatteten Vater wieder das unnötig zerschlagene Porzellan beim Jugendamt zu kitten, bevor er einen erfolgreichen Antrag auf Sorgerechtswechsel stellen konnte (der dann vom Jugendamt 1A befürwortet wurde)
hallo.
vorsicht vor dem jugendamt! die haben ne ziemliche macht, sind
oft total unfähig und generell erstmal der mutter zugeneigt
(sorry jugendamtfreunde, aber das ist das, was ich bisher so
erfahren mußte).
Hast du ein besonderes Interesse daran, das Jugendamt so schlecht zu machen, dass man als Jugendamtunerfahrener zwangsläufig Angst bekommen muß? Dieses Amt ist eine Instanz, die mir als lange Alleinerziehender viel geholfen hat. z.B. Finden einer Tagesmutter, Tipps geben wo ich was für mein Kind erreichen kann, mit anderen Ämtern sprechen um mir (!) das Leben mit meinem Kind zu erleichtern, nicht ohne mein Kind. Das Ja. ist nicht interessiert, Eltern und Kinder unglücklich zu machen, sondern versucht in solchen Notsituationen für das Kind und den betroffenen Eltern zu helfen. Väter haben in berechtigten Fällen durchaus gute Karten, ihr Kind zu behalten und diese Schwarzmalerei und Angstmacherei finde ICH ZUM KOTZEN!
Ich weiß nicht, was du mit dem Jugendamt gemacht hast, aber wenn du der Michael bist, der ich glaube, der du bist, würde ich mich an deiner Stelle nicht wundern über dann doch genervte Jugendamtmitarbeiter und daraus resultierende Reaktionen.
du solltest möglichst viele möglichst kompetente zeugen
(erzieherinnen im kindergarten usw) auf deine seite ziehen.
evtl. wär’s sinnvoll (auch nachträglich) zu protokollieren,
wann was mit deinem kind los war und ist und welche ursachen
vermutet werden.
Er braucht überhaupt niemanden auf seine Seite ziehen! Ich denke, ihm wäre besser geraten, sachlich zu bleiben und den mit der Situation vertrauten Menschen ohne Vorsagen oder noch schlimmer Aufoktruieren eigener Meinung objektiv bleiben zu lassen. Das ist wesentlich aussagekräftiger als subjektive Beeinflußung von Menschen. ( Wird übrigens später von Familienrichtern, welche evtl. ins Boot gezogen werden, nicht so gern gesehen, eine Beeinflußung. Hat ja auch was von "Ich sag dir was, was nicht ist, damit ich das kriege, was ich will)
für die kommunikation mit jedweder instanz gilt immer:
- sachlich bleiben und nicht mit dreck schmeißen.
- jede behauptung sollte auch bewiesen werden können
gruß
michael
ps:
darf man dem (für mich abwertend klingenden) begriff „lütte“
entnehmen, daß du selbst genervt bist von deinem kind, oder
ist das bei euch sowas wie ein kosename?
Es ist erstaunlich, wieviel Boshaftigkeit deinen Worten entspringt. Das du hier überhaupt noch schreibst, finde ich sensationell!
Lütte, Lüttke ist eine liebevolle Koseform für Kleine. Die Bezeichnung gibts auch für Jungs, nämlich Lüttker oder Lütter.
Hallo, schau mal bitte hier:
http://www.efb-berlin.de/dokument.py?nr=10
und:
http://www.jurathek.de ( vielleicht kann dir dort jemand Rat geben)
Manu
Hallo puxistar,
die anderen haben Dir ja schon ziemlich gute Tips gegeben. Ich möchte Dir eigentlich nur noch zwei Sachen auf den Weg geben:
-
versuch, Dich auf Fragen wie „wo soll das Kind tagsüber bleiben, wenn Sie arbeiten?“ „warum bei Dir und nicht bei der Mutter?“ „was ist wenn das Kind krank ist?“ „was ist, wenn Du krank bist?“ etc. ehrlich vorzubereiten. Überleg Dir weiter, wo Deine „wunden Punkte“ liegen, überleg Dir auch Deine „Trümpfe“. Überleg Dir auch, was Du als Jugendamt-Mensch Dich als Vater fragen würdest

-
schreib Dir einen „Spickzettel“, auf dem Du (bitte in neutralen Worten!) die Krankheitsgeschichte Deiner Frau aufschreibst. Also sowas wie „33.1.2001-35.5.2001 Klinikaufenthalt in der Klinik schlag-mich-tot wegen weiß-der-Geier-was. Danach ambulante Behandlung bei Dr. Sowieso. Dann nächster Klinikaufenthalt.“ Und so weiter, eben. (Nicht: „hatte sich dran gewöhnt in der Klapse zu sein“ *g*)
Nicht verschweigen würde ich auch angefangen Therapien und was eben noch so war. Am besten landen auch die Adressen, Telefonnummern etc. der behandelnden Ärzte bzw. Kliniken auf dem Zettel (den Du sogar mitgeben kannst).
Gleichzeitig kannst Du daran zeigen, daß Du schon über einen längeren Zeitraum für Eure Tochter gesorgt hast und das gut geklappt hat. Dann schreibst Du Dir auch auf, was Du für Arbeitszeiten hast (hast Du vielleicht die passenden Ausdrucke von Deiner Firma?) anhand derer Du belegen kannst, daß Dir eine Betreuung von der Tochter möglich ist.
Vielleicht hast Du ja auch eine Unterstützung (Großeltern, Verwandte oder so) anzubieten, die Dich unterstüzen, solltest Du mal nicht in der Lage sein, nach Deiner Tochter zu schauen. Es kann ja passieren, daß Du mal für längere Zeit im Krankenhaus landest, beruflich weg mußt oder was auch immer. Da wäre das dann ein gewisser „Backup“. Natürlich nur für unvorhergesehene Notfälle, für den Normalfall hast Du eh vorgesorgt (siehe oben).
Auf einen Extra-Zettel würde ich mir PC-geschrieben und ausgedruckt Name, Adresse und Telefonnummer der Erzieherin notieren, die über die Fortschritte Deiner Kleinen in der Abwesenheit Deiner Frau Aussagen treffen kann. Der Zettel geht gegebenenfalls gleich mit Deinem Jugendamt-Besuch mit, die Kindergärtnerin weiß natürlich Bescheid und ist damit einverstanden *g*
Ach ja - ich hab keine Ahnung könnte mir aber vorstellen, daß die Jungs vom Jugendamt gerne mit Deiner Tochter reden möchten. Das solltest Du ermöglichen ohne das Mädel vorher zu sehr zu „briefen“. Trotzdem würde ich mit ihr reden, daß da „fremde Leute“ kommen werden, die sich mal mit ihr unterhalten ob sie lieber bei der Mama oder beim Papa leben will. Bitte, versuch ihr nix einzureden - nix peinlicher als wenn sie dann munter rausposaunt „Papa hat gesagt ich soll Dir sagen, daß…“ 
*wink* und viel Erfolg Euch allen!
Petzi
Hallo,
Danke mal an alle! Ich werd mal weitersehen. Also, schönes Wochenende!
P.S. Wäre Lütte kein Kosename, hätte ich sicher kein Interesse daran meine Tochter zu bekommen.
Hallo,
guck mal da, ist ein guter Verband,
hat viele Tips.
http://www.isuv.de
Wünsch dir viel Glück!
Gruss Eva
Hallo
vorsicht vor dem jugendamt! die haben ne ziemliche macht, sind
oft total unfähig …
Leider muss ich sagen, dass ich ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Natürlich kommt das aufs Jugendamt an und auf den jeweiligen Mitarbeiter.
Unterm Strich fand ich es teilweise ganz nett beim Jugendamt, aber in Krisensituationen haben die mehr geschadet als genützt. Das schlimmste fand ich, dass die teilweise garkeine Zeit haben, sich mit einzelnen Fällen zu befassen, aber trotzdem Ratschläge geben und sich einmischen.
Viele Grüße
Thea
Sorry, mich kotzt es auch an…
…ständig mich irgendwelchen Rechtfertigungssituationen ausgesetzt zu sehen…ich gehöre nämlich zu diesem ach so bösen Amt! Ich erlebe es tagtäglich, dass Menschen Angst haben zu mir/uns zu kommen… die Frage nach dem Warum wird immer gleich beantwortet: man hat Angst, wir könnten die jeweiligen Kinder wegnehmen! Je nach Stimmung frage ich dann zurück, was ich denn mit so vielen Kinder solle, wenn dem so wäre… aber letzlich ist es egal, die Angst bleibt, warum auch immer!
Das Ja. ist nicht interessiert, Eltern und Kinder unglücklich
zu machen, sondern versucht in solchen Notsituationen für das
Kind und den betroffenen Eltern zu helfen. Väter haben in
berechtigten Fällen durchaus gute Karten, ihr Kind zu behalten
und diese Schwarzmalerei und Angstmacherei finde ICH ZUM
KOTZEN!
Eben! Ich danke dir für dieses Statement, aber ich erlebe es seit vielen Jahren, dass die Leute sich diese Angst gar nicht nehmen lassen wollen… man braucht eben einen Buhmann, auf den man seinen Frust schieben kann… und dafür waren die Ämter und ganz besonders das Jugendamt schon immer „gut“!
du solltest möglichst viele möglichst kompetente zeugen
(erzieherinnen im kindergarten usw) auf deine seite ziehen.
evtl. wär’s sinnvoll (auch nachträglich) zu protokollieren,
wann was mit deinem kind los war und ist und welche ursachen
vermutet werden.Er braucht überhaupt niemanden auf seine Seite ziehen! Ich
denke, ihm wäre besser geraten, sachlich zu bleiben und den
mit der Situation vertrauten Menschen ohne Vorsagen oder noch
schlimmer Aufoktruieren eigener Meinung objektiv bleiben zu
lassen. Das ist wesentlich aussagekräftiger als subjektive
Beeinflußung von Menschen. ( Wird übrigens später von
Familienrichtern, welche evtl. ins Boot gezogen werden, nicht
so gern gesehen, eine Beeinflußung. Hat ja auch was von "Ich
sag dir was, was nicht ist, damit ich das kriege, was ich
will)
Richtig! Ich, aber auch alle Kollegen machen sich lieber ihr eigenes Bild, und eine Ermittlungsbehörde, die Zeugen hört, sind wir auch nicht!
*frustmodusaus*
Renate*einsternchenfürdich*
Wie gesagt…
" Es gibt solche und solche." Schön das es bei dir immer so gut klappt.
Der Artikel erinnert mich etwas an den Mann aus der Calgon-Werbung, wo der Monteur ( der Offenkundig davon lebt Waschmaschinen zu repariern ) Werbung für ein Produkt macht, das eben dies verhindert.
Grundsätzlich vertrete ich auch Deine Meinung, dennoch finde ich sollte man jedem auch seine eigenen Erfahrungen und somit seine Meinung äußern lassen. Es ist richtig das die Mitarbeiter vom Jugendamt sehr schnell in eine Schublade gesteckt werden, Fakt ist aber auch, das sie Richtilinien und Anordnungen haben, an die sie sich halten müssen, selbst wenn sie nicht mit ihrer kompetenten Meinung übereinstimmen.
Ich selber habe auf Anraten der Mitarbeiterin eines JA´s ( bei der ich mir lediglich Rat geholt habe )Klage vorm Verwaltungsgericht eingereicht, weil die Mitarbeiterin des JA´s das zuständig ist für meine Tochter ( die in einem anderen Bezirk wohnt )
einfach völlig unkooperativ war. Es ging dabei nicht gegen meine Ex! Sondern lediglich um einen Kindergartenplatz meiner Tochter in der Nähe meiner Eltern, um eine Tagesmutter zu umgehen und meiner Tochter ein bekanntes Umfeld für tägl. 2 - 3 Stunden zu bieten. Wir hätten sicherlich noch etwas mit dem JA diskutieren können und uns weiterhin von der Frau alles Mögliche unterstellen lassen können - leider drängte die Zeit für den KiGaplatz - und ich habe auch wirklich einfach Besseres zu tun, ehrlich gesagt.
Das wir schließlich vor Gericht gewonnen haben, zeigt doch das wir im Recht waren, oder ? ( Übrigens ohne Anwalt )
Danach ging alles völlig unproblematisch und wir haben sogar einen Teil der Kosten die wir für die Übergangstagesmutter bezahlt haben erstattet bekommen.
So ist halt manchmal die andere Seite …
Liebe Grüsse
P.S. Ich möchte auch nochmal erwähnen, das es sicherlich nicht bei JEDEM JA so zugeht. Es gibt auch dort fähige Mitarbeiter!!! Und man sollte IMMER den Mut haben dort hinzugehen !
ps:
darf man dem (für mich abwertend klingenden) begriff „lütte“
entnehmen, daß du selbst genervt bist von deinem kind, oder
ist das bei euch sowas wie ein kosename?
Es wurde ja schon gesagt, aber Lütte ist nicht ‚nur‘ irgendeine Koseform,lütt ist schlicht der plattdeutsche Ausdruck für klein und im norddeutschen Raum ach unter ‚hochdeutschen‘ weit verbreitet, etwas kleines zu bezeichnen. Kinder als ‚die Lütten‘ zu bezeichnen ist geradezu üblich. Ich habe noch nie jemanden gehört, der da was ‚abwertendes‘ hinter vermutet hätte.
Ich sage selbst zu meiner 1,82m großen Tochter noch heute Lütte , einfach weil sie die jüngere Tochter ist.
In Sachsen sagt man z.B. die Derre oder der Derre zu den Kiddies.
Sorry, ich musste das jetzt noch mal vertiefen. 
Gruß Maid 