Trennverstärker

Hallo,

ich habe eine Frage zum Trennverstärker.

Besitzt eine Trennverstärker am Ausgang eine Phase- und einen N-Leiter, wie das in einer normalen Steckdose ist? Soviel ich weiss, nein.

Ich habe folgendes Problem: Ich habe ein Gerät, welches zwischen zwei Spannungsquellen schaltet. Die ertse Spannungsquelle besitzt einen konstanten Wert 230V. Diese Quelle wurde mit Hilfe eines Starkstromanschlusses (Drehstrom) realisiert. L1 und N wurden abgegriefen und an das Gerät angeschlossen. Als zweite Quelle möchte ich einen Trennverstärker verwenden, da die Spannung in diesem Fall frei einstellbar sein sollte und frei von jeglichen Netzschwankungen.
Meine Frage ist: da mein Gerät zwei L-Anschlüße und nur über eine N-Buchse verfügt, muss ich die beiden N-Leitungen verschiedener Spannungsquellen zusammenlegen, kann ich das machen? Oder sind das verschiedene Potentiale, was zu einem Kurzschluss führen kann?

Danke im Voraus!

MfG,
Alex

Hallo,

ich habe eine Frage zum Trennverstärker.

Besitzt eine Trennverstärker am Ausgang eine Phase- und einen
N-Leiter, wie das in einer normalen Steckdose ist? Soviel ich
weiss, nein.

Hallo Alex,

ein Trennverstärker ist in der Messtechnik gebräuchlich, eben ein (Präzisions-)Verstärker mit galvanischer Trennung. Kann es sein, dass du einen Trenntrafo meinst?

Gruss Reinhard

Hallo Alexander,

grundsätzlich könntest Du die N-Leiter zusammenlegen, wenn alle Spannungen von ein und derselben Quelle (E-Werk, Drehstromgenerator) kommen.

Im Falle Deines „Trennverstärkers“ solltest Du wirklich erst mal feststellen, ob es sich dabei nicht um einen Stelltrenntrafo handelt. In diesem Fall darf der Ausgang des Geräts n i c h t mit der N-Leitung der Versorgung verbunden werden!

Ein Stelltrenntrafo ist ein Sicherheitsgerät und kann die Ausgangsspannung nicht gegen Eingangsspannungsschwankungen stabilisieren. Der Ausgang ist galvanisch vom Nullpotenzial getrennt (erdfrei). Die Energieübertragung erfolgt ausschließlich über die Magnetflussänderungen im Kern.

Mein Rat, lasse so lange die Experimente ruhen, bis Du genau weißt, was dieser Trennverstärker wirklich ist. Wie wäre es mit einer Skizze Deiner geplanten Verdrahtung. Hat der Trennverstärker eine Typenbezeichnung, dann kannst Du diese bei Google eingeben, meistens findet man Gerätebeschreibungen und Schaltunterlagen.

mit bestem Gruß, Detlef

Hallo Alex,

ein Trennverstärker ist in der Messtechnik gebräuchlich, eben
ein (Präzisions-)Verstärker mit galvanischer Trennung. Kann es
sein, dass du einen Trenntrafo meinst?

Gruss Reinhard

Ups, natürlich meine ich Trenntrafo!

Hallo Detlef,

ich habe folgendes gemacht: einfach die Spannung zwischen N-Leiter der Starkstromquelle und beiden Ausgängen des Transformators gemessen.
Ich dachte falls ich bei einer der beiden Messungen Null als Messergebniss bekomme, dann kann ich diese beide Leitungen mit einander verbinden, falls nein dann nicht.
Ich habe Trafo auf 230V Ausgangsspannung eingestellt. Bei der ersten Messung bekomme ich ca.190V, bei der zweiten ca.30V
Dem Ergebniss nach, darf man keine der Leitungen zusammenlegen.

Stimmt das???

Hallo Alexander,

Der Ausgang (Sekundärseite) des Trenntrafos steht für sich alleine als eine von Null oder Schutzerde unabhängige Spannungsquelle. Nicht einer der beiden Anschlußpole wird mit Schutzerde, Null oder irgendeinem Anschluß der Primärseite verbunden!

Der Trenntrafo verliert sonst seinen Sinn als T r e n n - Trafo und es besteht kein Schutz mehr gegen einen elektrischen Schlag beim Berühren eines Pols gegen Erdpotenzial (Masse) wo man draufsteht.

Gegen einen elektr. Schlag ist man allerdings beim Trenntrafo nicht geschützt, wenn man irgendwie zwischen beide Pole kommt.

Benutze den Stelltrenntrafo als erdpotenzialfrei einstellbare Spannungsquelle, dafür ist er gebaut und als Dreingabe hast Du an diesem Anschluß eine relative Sicherheit beim Basteln keinen Schlag zu erhalten (siehe oben). Bei der Strom- und Spannungsmessung ist einer der beiden Ausgangs-Trafopole dann der Bezugspol. Eine Messung zur Eingangsseite oder zu einer anderen Spannungsquelle darf dann dieser Meßstromkreis nicht haben!

Eine Spannung (mit hochohmigen Multimeter) kann fast immer gemessen werden, auch wenn keine galvanische Verbindung besteht. Im normalen Stromnetz kann z.T. auch eine Spannung zwischen Null und Schutzerde gemessen werden (kommt auf die Verkabelung an). Null ist nur dann 0 Volt, wenn alle drei Stränge des Drehstromnetzes gleichartig belastet worden sind.

mit bestem Gruß, Detlef

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